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Aids








Aids


Und so lieg ich mit schwerem Herzen,
gebettet auf seidnen Kissen.
Gefüllt mit plagenden Schmerzen
ist mein Hoffnungsbild zerrissen.

Nun lieg ich hilflos und starr
- vor diesem es mir sehr graut!
Doch halt dich mir nicht fern!
Noch bin ich nicht stumm und taub!

Ich bin kein faules Obst,
ich bin nicht alt und gebrechlich.
Schlimmer: Ich bin jung, war schön.
Nun bin ich zerfallen und hässlich.

Wie eine Seuche!
So werde ich angesehen.
Ich muss es ertragen
und die Krankheit wird niemals mehr gehen.

Ich weiß genau,
- sie wird mich hinraffen.
Sie wird mich nicht sanft,
sondern in Qualen sterben lassen.

Ich will nicht sein vergessen,
Noch fühle ich! Trotz verfall!
In meinem kurzen Leben,
wurd ich sonst mit Bewunderung bemessen!

Wo seid ihr?
Meine Freunde aus guter Zeit?
Warum ist von euch,
denn niemand hier?

Krankheit hat meinen Kopf eingenommen,
alle Gedanken auf sich gezogen.
Alle Aufmerksamkeit gewonnen.
Sich in den Mittelpunkt gezwängt,
meine schönen Gefühle geraubt,
an denen ich sehr gehängt!

Wie kann es einen doch ändern,
es kommt so schnell und leise geschlichen.
Die Krankheit hat mein Inneres,
mit Schmerzen ausgeglichen.

Es ward nicht lange her,
da feierte ich bis in die Nacht!
Da hatte ich nur Spaß im Sinn!
Doch habe an Gefahren nicht gedacht.

Ich war so ein glücklicher Mensch,
jung, frei und begehrt!
Doch dieses eine Mal,
hat mich der Spaß belehrt.

-Doch zu spät.
Es wird leicht vergessen,
weil es sich nicht verrät.

Begierig nach Lust,
begierig nach Liebe,
begierig zu Küssen,
Befriedigung der Triebe.

Nur einmal, ein einziges mal,
und schon war es passiert.
Es ist fatal.
In einer einzigen Liebesnacht
- habe ich mein Leben
sinnlos gemacht.

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