Augenblicke

  • kostenlos mitmachen

Meine Nickpage



Gedankenrauschen


Ich war lange im Wald und mit dem Rauschen der Blätter wurden auch meine Gedanken immer lauter.
Ich habe so viel Scheiße erlebt, dass es für ein Leben reicht.
Ich war verloren. In mir selbst. In meiner Welt. Eine Träumerin. Eine Idiotin. Ein depressiver Angsthase. Ich habe mir meine Hölle selbst geschaffen.
Ich strauchelte durch die vergangenen 10 Jahre wie ein Blatt im Wind. Ich wusste nicht, wohin ich ging und wer ich war.
Ich verlor meine Unbeschwertheit und mich selbst.
Einiges konnte ich mir zurückerobern. Aber meine Unbeschwertheit blieb verschwunden.
Ich kann das Leben heute längst nicht mehr so voller Naivität betrachten, wie ich es gerne möchte.
Ich kann nicht zurückkehren und die Scheiße, die ich baute rückgängig machen.
Vielleicht ist das auch gut so.
Und was ich lernte, ist, konsequent zu sein. In allem was ich tue.
Weitergehen und nicht umdrehen. Das Bedauern über mein Tun blockiert mir die Gegenwart und die Zukunft. Also kein Bedauern. Niemals.

Ich habe neulich lange mit T. geredet. Über Beziehungen und wann wir zu solchen Panikern wurden.
Die Wahrheit ist, dass wir gerade beide sehr hoch fliegen. Und wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.
Wir haben Angst davor, in der Liebe zu scheitern. Natürlich wissen wir, dass wir darüber hinwegkommen würden. Daran zweifeln wir nicht. Aber was ist mit der Zeit, die das Hinwegkommen dauert? Was für Narben würden bleiben und welche Konsequenzen hätte das für unsere Zukunft?
Würden wir nur noch mehr zu Panikern? Unsere vergangenen Beziehungen haben bereits tiefe Spuren hinterlassen.
Was ist, wenn F.s Leben in H. mich ausschließt? Wenn ich irgendwann einfach kein Teil mehr davon bin? Wenn sich irgendwann eine Distanz zwischen uns aufbaut?
Ich kann nicht sagen, wie sehr es mich belastet, ihn gehen lassen zu müssen. In eine andere Stadt. In ein anderes Leben. In dem ich irgendwann vielleicht keinen Platz mehr haben werde.

Ich bin fast 28 und fühle mich oft genug klein und unwichtig.
Ich bin doch irgendwie immer noch eine Idiotin, eine Träumerin und ein Angsthase.
<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentare

xrhiannonx - 27.07.2007 17:58
ich verstehe sehr gut, was du meinst. aber du bist nicht klein und unwichtig. gerade dann, auch wenn du es nicht merkst, bist du in solchen momenten nicht alleine, du bist stärker als du denkst. diese scheiße müssen wir alle durchmachen. der eine mehr. der andere weniger. und trotzdem bist du was du bist und das ist gut so!

wolkenlos [Tb: Augenblicke] - 27.07.2007 10:07
Danke.

- 26.07.2007 23:20
manchmal scheint es, als sei die dünne leine gerissen und der kleine drachen fliegt ziellos umher auf der suche nach einem landeplatz. und das suchen macht das fliegen schwer, verhindert den genuß am fliegen. dann scheint es, als seiein schöner platz gefunden. aber wieder kommt ein neuer windstoß, und die großen augen halten fest an diesen platz und sehnen sich genau dort zu landen. aber landen ist kein ortloses aufschlagen. landen ist ein tun. und der kleine drache landet und findet sich in einer fremden gegend, und er sieht und geht und im gehen begreift er, fühlt und weiß, daß die leine nie gerissen ist. es geht sich an ihr so dahin, nur das es jetzt kein fliegen ist. die erdanziehungskraft ist ein geschenk. den weg müssen wir also zu fuß gehen und vielleicht läßt sich ja auch ein spaziergang daraus machen. schauen.
auf dass wir weiter mit den füßen gehen und mit den herzen fliegen. es bewegt sich soch.
dein g


Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben

Sedo - Buy and Sell Domain Names and Websites project info: tagebuchland.de Statistics for project tagebuchland.de etracker® web controlling instead of log file analysis