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Die Akte - Aida Lopez (Teil 2)


Pedro sass gekrümmt auf dem Boden und lehnte sich am Brückengeleder an. Rundherum waren die Polizisten, das FBI, die Spurensicherung und die Ärzte. Die Ärzte konnten nichts mehr für Aida tun. Sie war bereits tot als sie ankamen. Pedro schaute mit Tränen in den Augen zu, wie Aida in einen schwarzen Leichensack gepackt wurde und im Krankenwagen verschwand. Er schloss die Augen. Tränen kollerten über seine von der innerlichen Erregung leicht geröteten Wangen. ‚Wieso Aida? Jetzt wo ich mich endlich überwinden konnte, ihr meine Liebe zu gestehen. Wer waren diese Leute? Wieso haben sie Aida getötet? Einfach nur aus Spass? Oder wusste sie etwas was nicht an die Öffentlichkeit sollte? Immerhin war Aida Journalistin bei der New York Tims. Oder hatte sie etwas was die Mörder wollten?’ Es schwirren ihm so viele Fragen durch den Kopf auf die er keine Antworten hat. Pedro steht am Rade der Verzweiflung. Jetzt gab es endlich wieder eine Frau in seinem Leben – und so plötzlich wie Aida in seinem Leben auftauchte wurde sie ihm wieder weggenommen. ‚Wieso? Wieso Aida?’ Er würde alles tun, um die Zeit wieder zurückzudrehen, um Aida noch einmal in die Arme zu nehmen, um sie noch einmal auf ihre samtweichen Lippen zu küssen.


 


„Pedro Nunes? Hallo, sind sie Pedro Nunes?“ Abrupt wird Pedro aus seinen Gedanken gerissen. Er macht die Augen auf. Vor ihm steht ein grosser, kräftiger, in Polizeiuniform gekleideter Mann. „Ja, der bin ich,“ würgt Pedro mit schluchzender und zitternder Stimme hervor. Der Polizist wirkt unheimlich. Ein Mann, ungepflegt, mit finsterem Blick, verfilztem Haar und einem Schnurrbart. „Ich bin Kommissar Bernard Sanders und bin für diesen Fall verantwortlich,“ entgegnete der in Polizeiuniform gekleidete Mann mit rauer und forscher Stimme. „Es tut mir leid was mit ihrer Freundin passiert ist. Wir tun alles was in unser Möglichkeit steht, um diese brutalen und skrupellosen Täter ausfindig zu machen. Dazu brauchen wir ihre Hilfe Mr. Nunes. Sie sind der einzige Zeuge dieser schrecklichen Tat. Kann ich ihnen ein paar Fragen stellen?“ Pedro stand ganz langsam auf. Seine Beine zitterten noch vom Schock den er erlitt. Er muss sich am Brückengeleder festhalten sonst würde er umfallen. „Ja“ schluchzte Pedro.


 


„Haben sie irgendetwas erkannt oder jemand gesehen?“


 


„Das einzige was ich sah, war ein schwarzer, bulliger Mercedes. Es müssen mindestens zwei gewesen sein. Ein Fahrer und der Schütze. Ich konnte sie leider nicht erkennen, da sie verdeckt waren.“


 


„Haben sie eine Vorstellung wer diese Leute sein könnten? Hatte Mrs. Aida Lopez Feinde?“


 


„Aida und ich kannten uns erst seit drei Monaten. Sie hat mir gegenüber nie etwas erwähnt das sie Feinde hätte. Sie war Journalistin bei der New York Tims. Vielleicht wusste sie etwas was nicht an die Öffentlichkeit sollte. Aber ich habe keine Ahnung wer diese Leute sein könnten. Mehr kann ich ihnen leider nicht sagen. Ich hörte nur die drei Schüsse und dann sah ich wie der schwarze Mercedes davon fuhr. Ich wünsche mir, ich hätte die Gesichter dieser feigen und hinterhältigen Mörder erkannt. Dann währe alles viel leichter. Nicht einmal das Autokennzeichen konnte ich erkennen. Alles ging so schnell.“


 


„Allerdings Mr. Nunes. Hier haben sie meine Visitenkarte. Wenn ihnen noch etwas in den Sinn kommt rufen sie mich einfach an. Wir tun alles um diesen Fall zu lösen, das verspreche ich ihnen.“


 


Der Kommissar dreht sich um und läuft zu seinem Wagen. Pedro schaut in Gedanken versunken über den Highway Richtung Meer. Ein kühler Wind weht von der Küste her. Die Sonne ist schon hinter dem Horizont verschwunden. Die intensiv orange schimmernden Wolken sind dem aufkommenden Dunklen gewichen.


 


„Herr Kommissar, warten sie! Mir ist noch etwas in den Sinn gekommen was ihnen bei den Ermittlungen helfen könnte,“ ruft Pedro ganz aufgeregt.


 


„Was Mr. Nunes?“


 


„Ich habe die rechte Hand des Schützen erkennen können. Er trug am Ringfinger einen auffällig grossen, goldenen Siegelring.“


 


„Danke, das ist ein Detail das uns weiterbringen kann. Vielleicht ist es sogar DAS entscheidende Detail das den Täter und seine Komplizen überführt. Am besten ist es, wenn sie jetzt nach Hause gehen. Sie brauchen ihre Ruhe. Wenn sie mich suchen, wissen sie ja wo sie mich finden. Gute Nacht Mr. Nunes.“

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Kommentare

[Tb: ] - 25.11.2004 10:44
genial. bitte nächsten teil.

LaserLee - 25.11.2004 09:49
Hi! Wollte nur sagen, falls dir das noch nicht aufgefallen ist, du springst zwischen den Zeiten. Mal schreibst du in der Vergangenheit, wie am Anfgang dieses Teils ("sass") und dann wieder in der Gegenwart, zweiter Abschnitt ("wird, macht"). Das passiert ganz leicht beim Schreiben. Solltest dich aber vielleicht für eine Zeit entscheiden. *g* Nur so ein kleiner Tip, mein Süßer! Ähem, darf man auch Rechtschreibetips geben? Ganz ganz lieben Gruß, die Wann-Geht-Die-Geschichte-Weiter LaserLee

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