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Nummer sechs


Natürlich regnete es als ich mich auf den Weg zu Tyler machte. Da ich noch kein Auto hatte musste ich laufen. In meinem ganzen Leben hatte ich noch nicht so viel grün gesehen wie hier in Forks, doch ich begann mich daran zu gewöhnen. Da positive an einer Kleinstadt war, dass ich schon nach kurzer Zeit vor Tylers Haustür war.  Doch aus irgendeinem Grund hatte ich das Gefühl verfolgt zu werden. Dieses Gefühl hielt an bis ich vor Tyler Haus war und klingelte. Doch plötzlich nahm ich aus dem Augenwinkel am Waldrand etwas wahr.

,,Ach hallo, du musst Lexi sein!"

Errschrocken dreht ich mich um. Im Türrahmen stand eine gutaussehnde Frau mit dem gleichen neckischen Lädcheln das ich auch schon von Tyler kannte.

,,Ja genau, die bin ich.", lächelnd versuchte ich meine Angst zu unterdrücken und trat in das Haus ein.

Sofort kam Tyler die Treppe heruntergerannt und zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht.

,,Da bist du ja. Ich dachte schon du willst dich vorm Lernen drücken!"

,,Ach niemals!", lachte ich, ,,ohne lernen geh ich morgen in der Klausur noch unter."

Zusammen gingen wir hoch in sein Zimmer, das genau so aussah wie ich es mir bei ihm vorgestellt hab. Ich hatte noch nie in meinem Leben ein so unordentliches Zimmer gesehen, doch trotz allem sah es noch gemütlich aus. Und mitten auf seinem Schreibtisch lag es schon, das Mathebuch.

Voller Vorfreude setzten wir uns zusammen an den Tisch und fingen an. Die Zeit mit Tyler verging unglaublich schnell und nach kurzer Zeit war Mathe schon vergessen. Als es draussen anfing zu dämmern, machte ich mich auf den Weg nach Hause.

,,Musst du wirklich schon gehen?", Tyler schaute mich schief grinsend an.

,,Ohne mich bekommt Charlie kein Abendessen, also ja ich muss gehen. Außerdem muss ich noch laufen.", ein Blick nach draussen zeigte mir das Regen immer noch nicht aufgehört hatte, sondern noch viel schlimmer geworden war.

Auch Tyler bemerkte den Regen draussen und nahm seine Autoschlüssel, ,,Ein Mädchen sollte man niemals im Dunkeln und Regen draussene alleine herumlaufen lassen. Komm ich fahre dich.'

,,Solange du keinen Unfall baust!", lachend nahm ich die Einladung an.

Charlies Polizeiwagen stand schon in der Auffahrt und das Licht in der Küche war, was mir sofort ein schlechtes Gewissen machte.

,,Danke das du mich nach Hause gebracht hast und mir versucht hast Mathe beizubringen.", sagte ich.

Tyler schaute mich grinsend an.,,Ich hoffe das Lernen war nicht ganz umsonst."

Ich verabschiedete mich von Tyler und ging ins Haus.

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