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II 9.


Die nächsten Tage wurden von Sirius Blacks Einbruch in Hogwarts überschattet. Erst drei Wochen später durften die Quidditchteams wieder aufs Feld und trainieren was Wood veranlagte so hart wie es nur geht zu trainieren.

,,Irgendwann bekommt Wood ganz ausversehen mal einen Klatscher beim Training ab!", nach einem besonders anstrengendem training kamen Fred und George klätschnass in den Gemeindschaftsraum und setzten sich zu Ginny und mir an den Kamin. Die meisten anderen Gryffindors waren schon in den Gemeindschaftsräumen, doch auch wie Harry, Ron und Hermine blieben wir oft länger wach.

,,Ach George kopf hoch, Wood will doch einfach nur gewinnen!!", versuchte ich ihn aufzumuntern.

,,Ich will doch auch gewinnen aber mit seinen super motivierten Aufmunterungssprüchen vergeht mir glatt der Spaß an Quidditch. Er ist fast in Tränen ausgebrochen als Harry den Schnatz nicht schnell genug gefangen hat!"

Das konnte ich mir so gut vorstellen! Wood nahm sein Quidditch wirkich sehr ernst und irgendwann würde er sicher noch bei einer berühmten Mannschaft mitspielen.

Fred und George maulten noch weiter über das Training und mein Blick wanderte nach draussen. Die Nacht war schon angebrochen doch ich war kein Stück müde. Es war so schön aber doch auch unglaublich hier zu sitzen. Wie so oft wunderte es mich wie normal das Leben in Hogwarts für mich geworden war. Der Kamin hinter uns prasselte und die meisten Gemälde waren schon am schlafen. Hermines Kater Krummbein lag auf einem Sessel und meine Hausaufgaben für Verwandlung lagen vor mir. Ginny verstand es nicht warum ich meine Hausaufgaben gerne machte. Doch es war für mich etwas ganz anderes. Mir machten die Zauberhausaufgaben wirklich Spaß. Es war ja nicht wie Mathe oder Deutsch in meinen Muggelschulen, wo man nach kurzer Zeit schon keine Motivation zum lernen mehr hat. Doch hier war es etwas ganz anderes. Jede Schulstunde war etwas aufregendes und ich ging wirklich gerne in die Schule. Ich war wirklich so etwas wie eine zweite hermine Granger, nur das ich nicht so gut in der Schule war wie sie. Das ich gerne lernte heißt nicht das ich dies nur tat. Wie gerne spielte ich mit Fred und George Streiche oder quatschte im Unterrricht mir Ginny über Gott und die Welt. Obwohl sich in letzter Zeit viel zu viele Junge in unsere Gespräche einmischten.

,,Mila?", ich zuckte zusammen und schaute zu George der mich fragend anschaute.

,,Hast du was gesagt?",fragte ich ihn und die drei lachten.

,,Manchmal bist du so in Gedanken das du wirklich gar nichts mehr mitbekommst.", lachte Ginny und ich musste mitlachen.

In Momenten wie dieses war es ganz egal das irgendwo da draussen ein Mörder herum lief.

 

,,Bleibst du dieses Mal über Weihnachten hier?", Ginny schaute mich fragend an.

,,Eigentlich wollen meine Eltern das ich nach Hause komme.."

Das fand ich allerdings selber auch sehr schade, da die Weasleys, Ron und Hermine hier blieben und Weihnachten zusammen feiern würden und ich als einzige nicht dabei sein könnte.

,,Meine Eltern sind auch Muggel aber sie finden es okey wenn ich über Weihnachten hier im Schloss bliebe. Schreibe deinen Eltern das einfach vielleicht kannst du dann doch bleiben.", meinte Hermine lächelnd und glücklich über diesen Vorschlag schrieb ich das meinen Eltern.

Leider kam keine Antwort, da ein Schneesturm draussen tobte und die Eule sicher noch unterwegs war und so machte ich mich am ersten Fereintag daran meinen Koffer zu packen. Bis ich meinen Namen hörte.

,,MILA!"

Ginny rannte mich fast um als sie in den Schlafsaal gestümrt kam. ,,Wir feiern Weihnachten zusammen!"

In der Hand hielt sie einen Brief und ich ließ ihn mir durch. Meine Eltern wünschten mir ein schönes Weihnachten und verständen mich, wenn ich bei meiner zweiten Familie bleiben wollte.

Glücklich umarmte ich Ginny und fing sofort an meinen Koffer wieder auszuräumen.

 

Zum allerersten Mal war ich beim Weihnachtsessen in der Großen Halle da. Fast alle Lehrer und auch viele Schüler blieben über Weihnachten in Hogwarts.

Das Essen wurde eine reine Komedyshow. Fred und George wetteiferten um die besten Witze und vor Lachen konnten wir alle nicht wirklich essen, was uns böse Blicke von den zurückgebliebenen Slytherins brachte. Dies interessierten uns allerdings nicht wirklich.

Vollgefressen saßen wir noch bis nach Mitternacht am Kamin und konnten endlich einmal alle guten Sessel beschlagnahmen. Hermine saß mit Krummbein auf dem Schoß auf dem Teppich vorm Kamin und beobachte Ron und Harry die auf dem Boden liegend zauberschach spielten. Fred und George lieferten sich eine Partie Snape explodiert und wurden eifrig von Ginny und mir angefeuert.

 

,,Jetzt wach schon auf!", unsanft rollte Ginny mich mitsamt Decke aus meinem Bett und mit einem knallen landete ich auf dem Boden. ,,Es gibt Geschenke!"

Lächelnd schaute ich zu Ginny, die gerade dabei war die geschenke zu öffnen, die auf ihrem bettende lagen.

Aufgregt setzte ich mich wieder auf mein Bett und nahm das erste Geschenk vom haufen.

,,Wow, danke Ginny!", es war ein Roman. Ich liebte romantische kitsch geschichten!

Das zweite packet in braunem Papier eingepackt und ziemlich groß. Dadrin waren die leckersten Torten und pasteten von Mrs. Weasley und außerdem noch selbstgebackene Plätzchen.

Das letzte Packet war von meinen Eltern und enthielt ebenfalls ein Buch. Aber eins aus der Muggelwelt.

,,Ginny! Mila! Kommt schon!", hörten wir Freds Stimme von unten und wir rannten in den Gemeindschaftsraum.

Dort ging das Geschenkeaustauschen weiter und wie bei uns üblich wurde dabei fast nur gelacht und die verschenkten Süßigkeiten wurden sofort von allen gegessen.

,,Hei Mila..", George stand auf einmal hinter mir. ,,Das Paket von Zonkos war echt cool! Fred und ich wollen nächste Woche wenn alle wieder da sind sofort etwas daraus ausprobieren."

,,Freut mich das es euch gefallen hat! Ich liebe eure Streiche die muss doch einer fördern.", grinste ich.

,,Ich hab auch noch was für dich..", er hielt mir ein schludrig verpacktes kleines Packet hin und ich öffnete es langsam.

,,Oh George.. Das ist.. wunderschön..", mir fehlten die Worte. in dem packet war eine in schwarzen samt eingepackte silberne Kette mit einem glitzerndem Anhänger. Der Anhänger zeigte ein ,,M" .. Der Anfangsbuchstabe von meinem Namen.

,,Soll ich sie dir umlegen?", ich nickte und gab ihm die Kette. Langsam legte George die Haare über meine Schulter damit mein Nacken frei lag und legte ganz behutsam die Kette um meinen Hals.

Ich drehte mich um und George lächelte mich an. ,,Sieht wunderschön aus."

Überglücklich umarmte ich George.

 

 

 

 

 

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