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what the fuck is heaven?


Die Wahrheit ist: kommende Dinge werfen ihre Schatten voraus. Heiligendamm. Das ist in die Ferne geflüstert und in der Nähe geschrieen. Daher rasiere man sich die Köpfe, heißt es. Damit die Polizei nicht an Haaren ziehen könne.
Wen kümmert also noch der Sommer? Das ist nicht mehr als der Klima-Holocaust, - legt euch in die Sonne und werdet braun. Das ist egal. Revolutionäre sind blass, - sie scheuen die Sonne, weil sie Glückshormone ausschüttet. Glück betäubt. Das ist wie Kiffen. Das untergräbt den Verstand. Kein Gedanke an Gott. An sich selbst. Auflösung des Ichs. [Dazu den alten schwarzen Hoodie aus dem Schrank geholt, und den roten Aratfatschal]. Das sind ein paar Statements auf der Schlosstreppe, dann bei der Kreissparkasse, im Fahrstuhl. Restsubstanz: Verlangen nach mehr.

Vermummt soll man sein, heißt es. Auf die Straßen gehen soll man. Radikal sein, heute! muss man radikal sein [radikal: an der Wurzel nehmend], - das fliegt mir im Zug entgegen. Also höre ich auf. Höre auf, nachzudenken. Höre auf, an Worten zu feilen.

hiermit: ende der rechtschreibung. ende der ansprüche. ende der aufforderungen. das ist teil der gegengewalt. brandsatz. und kaboom.

keine lauter leere worte mehr. nur schmierereien, die jemand im vorübergehen an häuserwänden hinterlässt. und jung wie wir sind, - blutjung, um genau zu sein, - hinterlassen wir überall unsere nachrichten. unsere bunten handy-nebensätze, relativiertes blablabla. ihr hört es nicht, - die stimmen im wind. sie wispern dunkle verse, wispern tod, wispern verderben. ihr hört sie nicht. die geister, die wir riefen. sie eilen und fliehen bei tag, aber in der nacht. wenn die sorgen lasten, dann legen sie sich wie leichentücher über den verstand der eingelullten. aufhören, aufhören. wiederholung. keine lust mehr am predigen. widerstand ist zwecklos.
also macht eure zäune höher. eure leben reicher. wirbelt und tanzt, und kauft brot und spiele, weiter, seht es im fernsehen. radiowellen-resonanz. das kann man nicht essen. das macht euch nicht zu besseren menschen. die banner, die freiheit fordern, sind vergilbt, die parolen verebben mit weile. langeweile. das kann man kaputtschlagen. das kann man vergessen. das ist nur der luxus der entarteten. wir, - jaja, das sind wir.

vergeblich ringt man nach luft. man atmet nur die heiße glut.
[god licks your face].

ich will nicht mehr. will das alles nicht mehr ertragen. alles darbt, in mir, wenn ich daran denke. an die menschen, die ungehört bleiben, und die trotzdem nach lebensmitteln schreien. scheiße, scheiße, ist doch egal. du bist nicht deutschland, du bist niemalsland, und das ist deine zukunft, baby.


wir leben in endlosen zeiten.
in grausamen zeiten.


wir? das ist das mittelalter. hochtechnologisiert, aber genauso unwissend. versunken in gottheiten, die wir aus stahl und eisen schmieden, die wir in gold und silber gießen. wir? das bist du und das bin ich, - und da findet nicht mal mehr ein haar platz, zwischen uns. kaboom. reihenhaus, und autobahn. dein auto brennt genauso aus. dein herz verdirbt. alles. keim. metastase. endprodukt: genozid. seiner, deiner, meiner. unser aller. amen.

a-m-e-n.

flüsternd: schlimmer, größer, brutaler.
und keine worte mehr, die es beschreiben.

es folgen die taten.







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