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yesh tikvâ


Privatnotiz.
Ich kann nicht klar denken. Nicht klar. Nichts ist klar. Schon gar nicht die Worte, die sich in meinem Kopf sammeln, Tag für Tag dieselben Worte. Das zwickt in den Fingerspitzen, das brennt auf den Lippen, das juckt unter der Kopfhaut, - aber es will nicht, will, will einfach nicht, - nichts davon ist so handlich, dass es sich benutzen lässt, sagen, anfassen, auf den Kopf stellen, rund herum gereicht wie eine Flasche Bier. Egal wie sehr ich mich anstrenge, es gleitet, und weshalb?
Ich verliere den Inhalt, oder das Konzept für das hier, für das alles, - deshalb überall das Papier, und die CD-Hüllen, und die Bücher, und die Ausschnitte und Aufschriebe, und all das ist bunt und in Fetzen. So fühle ich mich. Genau so. Was da hilft ist Air, All I need beispielsweise, oder Talisman. Das lenkt ab. Das macht mich lächeln. Und hey, auch das gehört dazu: Wohlbefinden. Eine Form von Frieden. Vielleicht. Oder Glück. Oder eher nicht, ... Ist im Grunde auch ganz egal.

Ich arrangiere mich. Ich arrangiere mich mit dem Aufstehen, - schwerelos, gedankenlos, orientierungslos, - und dem Gesicht im Spiegel: zerknautscht, wirr, manchmal ganz okay. Ich arrangiere mich mit dem Lernstoff, der sortiert werden will, Test hier, Test da, und dazwischen eine Hausarbeit; ich arrangiere mich mit dem Chaos, das die Wohnung inflitriert, arrangiere mich mit meinen Trinkgewohnheiten, mit meinen zweistündigen Telephonaten, mit der Inspiration mitten in der Nacht. Ich arrangiere mich mit der Vorstellung, ewig zu leben und morgen zu sterben, und ich, -- VOLTA, in einem lichten Moment glühe ich, denke ich, fasse mir selbst an den Kopf, oder reibe mir die Augen, und kann nicht glauben, dass es schon wieder dunkel wird. [Ein Tag allein reicht nicht aus, - ich brauche mehr Stunden! .]

In Etappen: Luca und Cupido wollen wollen wollen, ich weiß nicht, was sie wollen, aber sie wollen es mit Bestimmtheit. Ich sitze stattdessen mit Gloria auf der Couch und sehe dabei zu, wie sie sich umspielen. Jeder jeden. Im Hintergrund der Schallplattenspieler. Ich kann das nicht kontrollieren, - was da geschieht, also nehme ich es hin. Irgendwie, ja, irgendwie liegt sogar etwas Schönes darin.

Dann: neue Tattoo-Ideen. Bessere. Einfallsreichere. Muss ich mal mit der Stepford abklären, - so finanziell und moralisch. [Auf jeden Fall finden Worte darin eine Bedeutung].

Weiter:
Jo. Film schauen.
Carrie. Kaffee trinken.
Nathan und Tom. Logik lernen.
Nitroheldin. Kreativsein.
Isabell. Rock am Ring.
Kevin und Armelle. Brief schreiben.
Linna. CDs vervielfältigen.
Graham. Nachhilfe geben.

Mehr sehen, mehr hören, mehr schmecken.

Fühlen. Ja, das Fühlbare ist das, was mich berührt. Ich, das ist der Sensor, das ist das Messgerät. Ich. Hand und Hände. Mund und Lippen. Ich? Essend. Ich! Trinkend. Ich bin ein Lapsus im Skript, aber ich bin es mit Genugtuung.

Darüber muss ich erst noch nachdenken.






ma kara? lo ba li. mi yode"â et hat"shuvâ?



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