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whatever gets you through today


Privatnotiz.
Etwas machen, - etwas aus sich machen, und dem Leben, - das ist alles, was mir durch den Kopf geht. Morgens. Mittags. Nachts. Das ist alles, - mein ganzes Bedürfnis. So stehe ich im Supermarkt in der falschen Schlange, und zähle die Menschen, die in der richtigen stehen. Ich bemerke kaum die paar Cents, oder das Piepen vom Scanner, oder das Zahnspangenlächeln der Kassiererin, die mein Gesicht in dem Moment vergisst, als ich den Kassenbon dankend ablehne. Das ist zu schön. Egal. Aber zu schön.

Auf der Treppe, bei der Sparkasse, trinke ich meine Landliebemilch, und beobachte die Passanten, die Autos, die Regentropfen. Meine Knie wippen zum Takt in meinen Ohren. [Ich schaue zwei jungen Frauen hinter her, - sie lächeln und trinken Milchshakes vom McDonald"s]. Alles Gefühlsduselei. Vergebliche Liebesmüh, - kostbare Glückseligkeit. Ich sehe, wie eine kleine Plastikflasche über den Gehweg rollt; sie eckt überall an, am Bordstein, an der Laterne, an den Fahrradständern, und trotzdem rollt sie trotzig weiter. Als wäre nichts gewesen.

Etwas aus sich machen!

So stehe ich unter dem Regenschirm und spüre, wie die Nässe langsam durch die Schuhe dringt. Das Wasser spritzt mir auf die Nasenspitze, der linke Ärmel meiner schwarzen Jacke glitzert feucht, das Papier in meinem Rucksack ist allmählich durchweicht. Ich sehe, wie Menschen durch den Regenschleier eilen.

[Mich juckt die Kopfhaut. Und ich komme nicht zum Kratzen].

Also steige ich in den Bus.

Also überquere ich die nächste Straße.

Der Schlüssel, die Tür, das Treppenhaus.

Vielleicht komme ich ja tatsächlich irgendwann an.

Und falls nicht, ... nun, dann sieht man mich weiter in irgendeinem Supermarkt, in der längsten Schlange, natürlich Mitte, hinten. Oder auf den Treppenstufen, mit schlürfenden Blicken, ... Oder an einer Bushaltestelle, im Platzregen, - irgendwo. Das ist auch ganz egal. Jetzt gehe ich mit einem Lächeln. Weiter.

Gerade aus.


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