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außerhalb der Zeit


Privatnotiz.
Also neigt sich jetzt alles dem Ende zu? Aller Wahrscheinlichkeit nach: nein, nicht alles, nur das Jahr. Nur, weil auch der Wechsel einer Zahl am anderen Ende einer Zahlenkette nicht wirklich bedeutungsvoll ist. Das kleine Bisschen Funkenschlag am Himmel und das Getöse, und drängende Menschen, und Menschen, die sich in die Arme fallen, und Champagner-Korken, die in die Höhe schießen, und was? Katerfrühstück, und weiße Westen? Nach der Party kommen die Vorsätze, nach den Vorsätzen die Nachsätze, und irgendwann steht man auch wieder mitten im Jahr. [Ich möchte mich wirklich an das Besondere klammern, aber ich zerdrücke es in meinen Händen].

Ich verstehe nicht, warum nicht ein jedes Ende eines Tages zelebriert wird, oder eines Monats, und immer nur das Ende eines Jahres. [Und wie willkürlich ist dieses Ende eigentlich? .] Es ist ein Buttler und eine alte Frau, und ein bisschen Musik, und Trinken und Feiern, und ich mag es wirklich, wenn Menschen auf der Tanzfläche stehen, wenn sie die Straßen zu Tanzflächen machen, aber das Besondere, das Wirkliche, - es geschieht doch heimlich, es geschieht im Kleinen. Zumindest manchmal. Manchmal geschieht auch gar nichts, und die Fehler wiederholen sich. [Wie gerne würden wir ein Mal davon lernen? .]
Auch ich rutsche heute, rutsche mehr oder weniger ins neue Jahr, obwohl ich genauso gut stehen bleiben könnte. Eigentlich stößt man mich in dieses 2007; das Chaosmädchen steht um vier Uhr vor meiner Tür und dann fahren wir nach Mannheim. [In die Mansarde]. Wie ich gehört habe, sei schon alles geplant; die Fernsehmomente, die S-Bahn, dann ein paar Clubs [oder was auch immer], und dann Taumel, und dann Sich-Gehen-Lassen, aber, - aber, aber, aber, - es ist wie ein Strich auf einer Liste. Ich wäre lieber woanders, im Norden. [Es ist die Unzufriedenheit eines Unentschlossenen, - es gibt nichts ätzenderes]. Ich würde lieber mit dem Herzen sehen, anstatt mit meinen Augen, oder einfach nur in einem, einem Pub sitzen und draußen das Treiben der Menschen verfolgen; ich wäre gerne spontan, und nicht an irgendwelche Pläne gebunden. [Was ist es also, was mich hält? Die Versprechen, das Gefühl von Loyalität? Wie fern ist die Freiheit, wenn man sie nicht sehen will? .] Aber gut, aber schön; vielleicht ist es das letzte Mal, dass ich diese Menschen sehe, und vielleicht endet das Jahr auch mit einem großen Knall, - größer als ich es mir selbst eingestehen will. Vielleicht wird das nächste Jahr noch mehr verlangen, mehr verändern, und doch ändert sich nichts [weiter] als eine Zahl. Eine Ziffer; ein Datum auf einem Blatt Papier, und die Monate zählen sich von Neuem bis zum Ende, - ist das jetzt so viel?

Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.
[Die Musik treibt mich vor].

Ich fühle mich, als stehe ich außerhalb der Zeit.

*

[Schlittern und rutschen;
wo ist der feste Tritt wenn man ihn mal braucht? .]

*

Es sind immer nur wir, die den Dingen eine Bedeutung geben.

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Kommentare

Prospero - 01.01.2007 14:22
Das Wir ist immer das Sammelsurium von lauter Ichs, manchmal blökende Kälber, auch resignierte schwankende Schweiger oder Denker mit all ihrer Lust und dem damit verbundenem Leid an Extrovertiertheit, ach, das Denken kreiselt Ich und da, wo die verwundeten Seelen sich finden und dem Zauber und der Magie ihrer Ich unterliegend sich gestaltend gegenseitig erobern, wird es ein Wir. WIR sind nicht von der Art, die Masse zu erobern, aber WIR haben das seltene Talent durch die Vielzahl unserer spürbar eigensten Ichs, so wenig wir auch sein mögen, zu verzaubern, sie zu ... verführen.

Es wird ... Sprache.


hunter [Tb: le braconnage] - 01.01.2007 13:31
ich wurde besiegt... kann den film nicht schicken, nicht einmal auf youtube laden. man möge mich teeren und federn, denn WINrar hat mich überfordert (versinke in scham und selbstmitleid).

lethe - 01.01.2007 13:03
Ja, es sind immer nur wir, die den Dingen eine Bedeutung geben. Wie merkwürdig, genau dasselbe habe ich gestern auch gedacht. Außerdem: Wie rührend wir Menschen doch sind mit unserer ganzen Hilflosigkeit, die sich in einem bunten Meer am Himmel entlädt. Klein und betrunken stehen wir irgendwo herum und vertreiben die Angst vor der Zukunft mit einem Haufen faulem Zauber. lg

hunter [Tb: le braconnage] - 31.12.2006 17:08
dein letzter eintrag hat mich auf die idee gebracht, dir ein kleines filmchen zu mailen. nur zur unterhaltung...

MaryFine [Tb: Wohin?] - 31.12.2006 13:55
Mit dem Herzen ... und auch wenn es hier nicht reinpasst, ich hoffe, die Plakate zeigen ihre Wirkung.

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