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black coffee


Lachend kam er in das Schloss hinein gestürmt der Maestro und sein Gefolge folgten ihm schockiert und miesmutig drein schauend. Die Gehilfen des Maestros eilten sogleich in die Bibliothek und der König und der Maestro schlenderten in den Opulent gehaltenen Wintergarten um ihren Mittagskaffee einzunehmen. Überall rangten Blumen, Sträucher und anderes Gewächs. Alles aus Eis. Auch einige Eisskulpturen zierten diese riesige mit blitzendem Glas verkleidete Halle. In Mitten dieser Halle stand ein weißer Tisch mit zwei Stühlen. Alles sah durch die kühlen Farbtöne minimalistisch und auf irgendeine bizarre Weise sehr rein aus.

Ich beobachtete die beiden aus sicherer Entfernung und lauschte.

S: Hach wie schön weiß die Landschaft nun langsam wird. Da bekommt man richtig Lust einen schönen Winterspaziergang zu machen findest du nicht ?

M: Lenk nicht ab ich will immer noch wissen was du mit Hyde gemacht hast, er ist in letzter Zeit etwas... wie sagt man ? Angespannt... ja angespannt ist das richtige Wort. Auch seine Launen sind äußerst fragwürdig. Und das alles seit er dir in der Bibliothek geholfen hat.

Der König schaute sich nach den Bediensteten um und ignorierte die kleine Rede des Maestros gänzlich. Sogleich traten die Bediensteten hinein und servierten stumm den Kaffee. Sakuya nippte an seiner vor Hitze dampfenden Tasse und schaute hinaus in seinen Garten. Der Maestro schien ein wenig ungehalten, versuchte dies aber zu vertuschen indem er seine Tasse unentwegt anstarrte und den Haufen an Zucke darin nahezu in Höchstgeschwindigkeit verrührte.

Plötzlich verdunkelte sich die Miene des Königs als er den Maestro anschaute und erkannte dass er ihn angespannt anstarrte.

S: Was starrst du mich so an ? Ich hab doch gesagt dass ich das nicht mag.

M: Na und ? Ich mach das gerne außerdem merkst du es meistens sowieso nie wenn ich dich anstarre, also lass mir doch den Spass. Wie wäre es eigentlich mit ein Paar Skulpturen hier drin die Aussehen wie Tentakel? Das wäre doch äußerst dekorativ oder ?
S: Jetzt lenkst du aber ab mein lieber Maestro... wie auch immer ich tausche seit neuestem mit einem gewissen Genjuro einige sehr vielversprechende Nachrichten aus. Ich mag ihn zwar nicht doch er scheint mich sehr zu begehren... und ich sage dir wenn es soweit kommen sollte wie wir uns immer in unseren Nachrichten schreiben, dann wäre ich nicht abgeneigt.

M: Aber du magst ihn doch gar nicht.

S: Das stimmt und meinem Geschmack entspricht er auch nicht.

M: Was ? Ich kann dir nicht folgen. Wieso willst du dann mit diesem Jüngling deine perversen Spielchen treiben?

S: Weils so ein cooles Geheimnis wäre. Und ich denke dabei wird niemand zu Schaden kommen. Im Gegenteil für ihn ist es wahrscheinlich auch noch die Erfüllung seiner Träume.

M: Du bist so ein Sadist ... und du findest das auch noch lustig.. ein "cooles Geheimnis" ? Was ? Ich kann nicht nachvollziehen was das sein soll.

S: Naja sagen wir es mal so ich weiß das Lord Wicked dem besagt Genjuro schon eine Weile hinterher ist, und in Betracht drauf wäre es einfach so zu beschreiben ich bin also wie ein Kind das einem anderen Kind seinen Spielzeug Traktor klaut obwohl ich lieber mit Puppen spiele. Also nehme ich es mir nur weil es jemand anderes will. Das klingt doch nach ner Menge Spass und das wäre dann auch in Bezug auf Lord Wicked das coole Geheimnis. Verstehst du ?

M: Aha... ja ...nun... ich kann es nachvollziehen ... du mit deinen Spielchen immer... das selbe hast du bestimmt auch mit dem armen Hyde gemacht! Gib es zu ! Du hast ihn bestimmt belästig so wie du es mit dem Narrator immer tust.

Sakuya lachte leise in sich hinein und visierte den Maestro an. Ich schlich mich näher an die Beiden heran um diese prekäre Situation besser beobachten zu können, da flüsterte auf einmal jemand hinter mir. Und ehe ich mich versah entdeckte ich Jakyll wie er nur in geringem Abstand hinter mir sich versteckte und womöglich mit sich selbst redete denn ich konnte sonst niemanden in seiner Nähe entdecken. Der König lehnte sich entspannt zurück immer noch mit diesem ach so bekannten höhnischen Grinsen auf den Lippen.

S: Nun ja... er soll sich nicht so anstellen ich bat ihn nur mir ein wenig "zur Hand" zu gehen wenn du verstehst was ich meine. Ich konnte ja nicht ahnen dass du deine Gehilfen von allem was in dieser welt geschieht so sehr fern hältst dass sie nicht einmal die grundlegensten Befehle beherrschen.

Noch ehe Sakuya diese Worte zu ende gesprochen hatte kippte der Maestro voller Wut seinen heißen Kaffee in das Gesicht des Königs. Ich konnte nicht hinsehen und versteckte mein Gesicht unter meinem Arm. Diese Hitze würde ihn verletzen ! Doch dann hörte ich denk König aus lautem Halse lachen. Langsam blickte ich wieder auf und hinüber zu ihnen und sah wie der Maestro entgleist drein schauen und heftig atmend dem König gegenüber stand. Zwischen den Beiden Herren war eine Art Miniatur einer kleinen hellbraunen Rutsche aus Eis. Und der König lachte und warf sich in seinen Stuhl. Mit dieser Bewegung fiel die Rutsche, welche zuvor in der Luft schwebte auf den Boden und zerberstete mit einem lauten Knall.

S: Hahahaha... du glaubst doch nicht ernsthaft dass du mich in meinem eigenen Schloss derart angreifen kannst.... Sei vorsichtig sonst wirst du noch öffentlich exekutiert hahahaha...

Der König verfiel seinem Gelächter und der Maestro nahm schnaubend wieder Platz.

M: Ich gerne noch einen Kaffee, wenn es geht.

Asta 
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