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Rund um Fasching


Man sagt, es gibt fünf Jahreszeiten: Frühling, Sommer, Herbst und Winter und? Logo, die fünfte Jahreszeit heißt Fasching, Karneval oder Fastnacht. Sie beginnt bei uns in jedem Jahr am 11.11. um 11 Uhr und 11 Minuten. Bei Fasching denkst Du wahrscheinlich sofort an bunte Masken, sich als Indianer, Ritter oder Clown verkleiden oder an die faszinierenden Masken beim Karneval in Venedig. Vielleicht denkst Du auch an die tollen Rhythmen der knallbunten Sambagruppen beim Karneval in Rio de Janeiro.


Damals feierte man in Rom das so genannte Saturnalienfest. Während des Fests gab es keine Standesunterschiede mehr, und der Spieß wurde herumgedreht. Herren bedienten ihre Sklaven, man beschenkte sich gegenseitig, und Sklaven konnten auch mal Bemerkungen machen, für die sie sonst recht heftig bestraft worden wären. Das war also fast so ähnlich wie bei den heutigen Büttenreden bei Fastnachtssitzungen. Auch hier können die Redner sich zum Beispiel über Politiker lustig machen, ohne dass es Ärger gibt.


So richtig Fasching oder Karneval feiert man seit dem Mittelalter. Karneval kommt wahrscheinlich von den lateinischen Wörtern "carne" und "vale", was soviel wie "sich vom Fleisch verabschieden" bedeutet. Damit sind die Wochen zwischen dem Dreikönigstag am 6. Januar und Ostern gemeint. Nach dem Karneval beginnt bei den Katholiken die 40-tägige Fastenzeit. Katholische Christen dürfen in dieser Zeit kein Fleisch essen. Da wollten die Menschen vorher noch einmal richtig essen und trinken.


Es gibt aber noch eine andere Erklärungsmöglichkeit des Wortes Karneval. Es könnte nämlich auf den lateinischen Begriff "carrus navalis", der "Schiffwagen", zurückgehen. In der römischen Zeit wurde im Frühjahr die Wiedereröffnung der Flussschifffahrt mit Umzügen gefeiert, bei denen auch Schiffe auf Rädern mitgeführt wurden. Narrenschiffe nehmen auch heute noch traditionsgemäß am Aachener Karnevalszug teil. Ob Karneval wirklich auf "carrus navalis" zurückzuführen ist, darüber streiten jedoch die Experten.


Die "Fastnacht" ist die lange "Nacht" vor dem Fasten. Sie dauert sechs Tage lang an. Vom Donnerstag bis zum Faschingsdienstag. In dieser Zeit des Karnevals gab es viel gutes Essen und alkoholische Getränke. So kommt auch das vor allem in Bayern gebrauchte Wort "Fasching" vom mittelhochdeutschen "vaschanc", welches das Ausschenken des "Fastentrunkes" bezeichnete. Die Musikanten spielten auf, es wurde getanzt. Die Leute verkleideten sich mit fantasievollen Masken und Kostümen. So konnten sie während der "närrischen Tage" allen Leuten die Meinung sagen, ohne erkannt zu werden.


In jeder Region haben sich im Lauf der Jahrhunderte eigene Masken und Fastnachtsbräuche entwickelt. In vielen Orten gibt es "Narren", die aus ihren Reihen einen Faschingsprinzen und eine Prinzessin wählen. Dieses Prinzenpaar regiert sozusagen während des Karnevals über das "Narrenvolk".

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