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09.07. Mombasa - Die Bar-Safari


09.07 - Mombasa - Die Bar-Safari


Morgens schielte ich aus dem Bullauge und sah die Kaimauer. Es dauerte aber noch Stunden, bis wir im Bus saßen. Dort entdeckte ich zu meinem Entsetzen, daß ich illegal eingereist war. Ich hatte nämlich vergessen, mir einen Stempel vom Zollbeamten geben zu lassen. Nicht weiter tragisch, beruhigte mich die Reiseleiterin, und nur einmal während einer Verkehrs- kontrolle wurde mir mulmig. Diese Verkehrskontrollen sind sehr bedrohlich, zumindest für die Autoreifen. Seitlich versetzt werden Bretter mit 12 cm langen Nägeln auf die Fahrbahn gelegt und wenn ein Auto nicht vorsichtig um diese Fakirbretter herumrangiert, sind vier neue Reifen fällig.


Die unvermeidlichen Hammerhaie und Herr F trafen sich nach der Siesta an der Bar, um zu einer ausgiebigen Erkundungstour durch die Bars der Gegend aufzubrechen. Sr. Moreno hatte einen Laden empfohlen, der bei ihm wie "celos" klang. Hatte mit "Eifersucht" nichts zu tun, hieß tatsächlich auch "Sailor"s". Dieses Etablissement tauchte auch auf in der Liste besuchswür- diger Einrichtungen, die der Große Hammerhai schon zu Hause anhand eines Reiseführers erstellt hatte. Im "Sailor"s" trafen wir Sr. Moreno und den Schiffsarzt "Doc Holliday", mit ca. 2,5 Promille stehend k.o. - Sr. Moreno erzählte mir laufend Geschichen, die ich des Lärms wegen nicht verstand, traf dann Kumpel von den Seychellen und verschwand mit ihnen. Ich bestaunte noch das tropische Ambiente, da hatte sich bereits eine betörend gutaussehende Elfe im Sari, mit Kleopatra-Augen im zimtbraunen Mondgesicht, den Herrn F gegriffen, der sogleich deutliches Interesse signalisierte. Es war eine traumhafte Bar, mit Reggae-Musik, Korbstühlen und einer sandigen Terrasse hinunter zum Strand. Eine buntgemischte Truppe bevölkerte den gastlichen Ort: Touristenpaare, Singles, einheimische Familien auf ihrem Wochendendausflug und sexy Mädchen auf Beutejagd. Ich hatte kaum Gelegenheit, das Fräulein nach seinem Namen zu fragen, das sich unauffällig zaghaft an meine Seite bugsiert hatte, da bliesen die Hammerhaie zum Auf- bruch, sie wollten mit Doc Holliday und Sr. Moreno auf eine Fiesta, die einige Seeleute vom Schiff ausrichteten. Wir glaubten bald, dort fehl am Platze zu sein, verließen das "Sailor"s" aber dennoch. Das Fräulein hätte er ohne längeres Feilschen für eine Woche gemietet, schwärmte Herr F und sehnte sich die gesamte kommende Woche nach einem Wiedersehen mit diesem göttlichen Geschöpf. Susan hieß sie. Zum Glück vergeblich, denn ich hätte ihn beneidet.


Gemeinsam kamen wir überein, uns heute nur die Kneipen anzusehen. Morgen wollten wir uns eine aussuchen und dort bleiben. So gelangten wir in die "Bush-Bar".         


 

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