Meine Gedanken tragen mich in eine wüste Gegend. Erbaut von den Hinterlassenschaften meiner Welt. Es ist zu Ende gegangen ohne mich zu fragen. Die Spiegel sind zuersprungen. Die Leinen zerrissen. Ich finde hier keinen Halt mehr. Nicht mal ein Band zum balancieren bleibt mir. Alles, alles klebt auf der anderen Seite der Schlucht. Und die Brücke dazwischen, die Brücke zu mir ist nicht mehr.
Manchmal spielt die Hoffnung grausam mit mir. Manchmal denke ich wieder etwas zu sehen, wieder eine Verbindung zu haben. Aber was mache ich mir vor.....
Ich kann nicht sagen wie diese Umwälzung passiert ist oder wann. Ich weiß es einfach nicht. Eines Morgens war sie da, wie eine Wand, eine Glaswand, ein Ein-Weg-Spiegel. Ich kann noch alles sehen, aber mehr bleibt nicht. Und genau das ist auch zu viel. Wenn doch wenigstens alles, wirklich alles abgebrochen wäre, wenn ich auch nicht mehr zusehen könnte, dann wäre es besser als diese eklig trübe Mischung.
Die Zeiten bauen so wieder zu klar meine Distanz auf, türmen zu klar Verlassenheit auf. Und die einzige Frage, die absolut verneint bleibt ist meine sehnsüchtigste.
katra - am 15.01.2010 09:12