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Wie die Zeit vergeht ...


Was ? Schon wieder zwei Wochen vorbei? Das Leben ist größtenteils in den ganzen normalen Alltag zurückgekehrt, wenn auch Vorbereitungswoche und "Kennlernwoche" der neuen Klasse nicht so ganz "normal" waren und wir zur Abwechslung hier, mitten in der völlig sicher geglaubten Heimat, letztes Wochenende sturzflutartigen Dauerregen und auch Hochwasser hatten. Wie gut, dass mein Haus leicht bergan steht - der Fluss ist nur ca. 200m Luftlinie "weit" weg und innerhalb von Minuten wurde aus einem eher unscheinbaren Flüsschen ein reißender Strom, der schlagartig Erinnerungen an August 2002 weckte. In den weiter südlich gelegenen Stadtgebieten gab es drei Tote und der Wasserstand war teilweise sogar höher als 2002. Möchte gar nicht so genau wissen, wie es den Leuten, die schon damals alles verloren haben, jetzt nach dem zweiten Mal geht. Und seltsam war auch, dass unsere Schule, die eigentlich direkt neben dem Bachufer der Zwönitz liegt, gar nichts abbekommen hat. Einige der neuen Schüler kamen aus einer Grundschule, in der die Schuleinführungsfeier komplett abgesagt und verlegt werden musste und eine Kollegin hat seit letztem Wochenende kein Auto mehr...
- Und ich? Hatte zeitweise ein schlechtes Gewissen, weil ich so viel von Regen und Flüssen und Unwettern geschrieben habe.
Donnerstag im Res noch hatten wir eineTornadowarnung - aber es war dann doch nur ein heftiges Gewitter und auch auf der Fahrt nach Cheyenne und Denver blieben es nur Warnungen, aber ich frage mich inzwischen öfter, was der Klimawandel wohl noch so bringen mag und vor allem wie man sich sinnvoll verhalten kann. Ändern können wir ihn ja doch nicht.
Das Klima unter uns selbst aber schon. Gleich nachdem ich hier war, habe ich nach einem chicken Ranzen für Alyssa (5), Clarences Schwester,  gesucht und auch einen gefunden, der hoffentlich rechtzeitig zum Schulanfang in Wounded Knee ankommt. Judy hatte letzte Woche Geburtstag und auch ihre Enkeltochter Licia kommt in die Schule . Auch wenn's unverschämt ist, wieviel Porto das verschluckt hat, mir hat's Spaß gemacht, so "kleine " Wünsche zu erfüllen.
Außerdem hat mein Pflege-Teddybär, der die ganzen vier Wochen mit mir unterwegs war und sein großes, weites Land kennen gelernt hat, ein schönes neues Zuhause bei Licia gefunden und ich hab jetzt schon Sehnsucht, alle möglichst bald wiederzusehen.
Nachdem die ca.1300 Fotos zumindest alle im Speicher sind und ich immer noch nicht weiß, wie ich sie in dieses Tagebuch hochladen kann (vielleicht ist auch einfach nur die Speicherkapazität meines uralten Computers an der Grenze), endet "Mtakuye oyasin" hier auch...
Vielleicht gibt es nächsten Sommer ja einen neuen Blog 


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