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Der grummelige Grumsch


Der grummelige Grumsch

 

Die Anna die war noch recht klein

und sah auch niedlich aus.

Sie wohnte mit den Eltern

in einem großen Haus.

 

Das Haus das stand an einem See

mit sehr viel Wald darum.

Wenn Anna nicht zur Schule ging

lief sie dort gern herum.

 

Doch viele Leute aus dem Dorf

die mieden diesen Ort.

Sie blieben nachts in ihrem Haus

und gingen nicht mehr fort.

 

Denn wenn es draußen dunkel ward

etwas die Ruhe stört.

Das unheimlichste Heulen,

das ja man hat gehört.

 

Es lebte etwas Fremdes dort

und rief nachts durch den Wald.

Und jedem, der es hörte,

dem wurde gleich eiskalt.

 

Der grummelige Grumsch

so hieß es dann im Ort.

Wer jemals ihn gesehen hat,

der blieb für immer fort.

 

Ein Ungeheuer war der Grumsch.

Mit Klauen riesengroß!

Wenn jemand sein Revier betrat

ging der gleich auf ihn los.

 

Er hatte Zähne messerscharf

und Augen rot wie Blut.

Der Mensch, der ihm zu nahe kam

verspürte seine Wut.

 

Verschlang ihn dann mit einem Haps

ganz schnell mit Haut und Haar,

so dass dann von dem Menschen

gar nichts mehr übrig war.

 

So wurd´es von den Leuten

in Anna´s Dorf erzählt.

Auch war der Grumsch gekommen,

wenn mal ein Haustier fehlt.

 

Auch Anna träumte manchmal schlecht,

ist weinend aufgewacht.

Dann lag noch lange sie im Bett

und lauschte in die Nacht.

 

Doch zog es sie dann wieder

vor Neugier in den Wald.

Am Tag, da war sie sicher

...die Angst vergessen bald.

 

Am Tag, das wusste jedes Kind

das Ungeheuer schlief.

Zusammengerollt und unentdeckt

in einer Höhle tief.

 

Als Anna etwas älter war,

ging weit sie in den Wald.

Es kam so, wie es musste,

denn sie verlief sich bald.

 

Zuerst hatte sie nicht gemerkt,

dass sie schon war so weit.

Mit Schrecken stellte sie dann fest,

wie schnell vergeht die Zeit.

 

Zurück, das schaff ich nimmer mehr,

dacht´Anna mit ´nem Schreck.

Am Besten wird es sein,

ich such mir ein Versteck.

 

Doch so sehr sie auch suchte,

es wollt´ ihr nicht gelingen

zu finden ein Versteck,

um sich in Sicherheit zu bringen.

 

So stieg sie schließlich auf den Baum,

setzt sich auf einen Ast.

Und konnte nur noch hoffen,

dass der Grumsch sie dort verpasst.

 

Als sich die Nacht hernieder senkt,

die Anna sitzt ganz still,

hört sie den Grumsch sich nähern,

auch wenn sie es nicht will.

 

Sie malt sich aus, was wird gescheh´n

wenn sie entdeckt das Tier.

Wird es den Baum erklimmen

in seiner großen Gier?

 

Dunkel ist´s! Sie kann nichts seh´n!

Doch weiß sie ganz genau, dass

das Ungeheuer nahe ist.

Im Magen ist ihr flau.

 

Und unten an dem Baume

die Bestie bleibt steh´n.

Und Anna kann sie fühlen,

kann sie sie auch nicht seh´n.

 

Einen Moment lang ist es still

und Anna atmet auf.

Doch dann stockt ihr der Atem, denn

das Untier kommt herauf.

 

Sie schließt ganz schnell die Augen

und wünscht sich ganz weit fort.

Doch kann sie nicht entrinnen

dem gruseligen Ort.

 

Schon ist das Untier oben!

Schleicht auf dem Ast heran!

Am Arm spürt sie den Atem,

so dicht ist es schon dran!

 

Jetzt spürt sie das Tier schnuppern

an ihrer kleinen Hand!

Und säße sie nicht auf dem Baum,

dann wär´sie weggerannt!

 

Gleich wird das Tier sie packen!

Gleich wird es soweit sein!

Da ist sich Anna sicher... und

am Liebsten würd´ sie schrei´n!

 

Obwohl sie´s hat erwartet,

die Anna sich erschreckt,

als eine rauhe Zunge

ihr über´n Arm jetzt schleckt.

 

Ein leises tiefes Grollen

jetzt neben ihr erklingt.

Und Anna ist erleichtert,

weil es ihr Freude bringt.

 

Denn dieses leise Knurren

hat Anna gleich erkannt.

Stammt von des Nachbarn Kater,

der einst ist weggerannt.

 

Er fand nicht mehr nach Hause.

Lief immer weiter fort.

Erschreckte nachts mit seinem Heulen

die Einwohner im Ort.

 

Ja, die Geschichte wirklich stimmt

tatsächlich Reim für Reim.

Und wenn ihr mir nicht glauben wollt,

dann lasst ihr´s eben sein.

 

 

i-s

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