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Die Kiste vom Dachboden


 

Welchen Namen gibt man seinem Tagebuch? Bekommen Bücher vor der Fertigstellung schon einen Titel? Manche vielleicht. Aber dieses nicht. Solange ich das Ende, ich hoffe das Happy-End noch nicht kenne, vergebe ich hier auch keine Namen. Erst einmal schauen, was dabei rauskommt. 

Ich habe gestern noch lange überlegt, warum ich hier schreibe und es an die Öffentlichkeit lasse. Die Öffentlichkeit, die ich hiermit erreiche ist eine anonyme Öffentlichkeit und ich hoffe auch eine respektvolle, die mit ihr anvertrauten Gedanken und Geheimnissen anständig umgeht. Es ist meiner Meinung nach ein Geschenk, in die Leben, in die Köpfen und die Herzen andere Menschen schauen zu dürfen. Daher fände ich unangemessene und abwertende Kommentare über Entscheidungen und Standpunkte hier fehl ab Platze. Ich wähle diese Plattform, da ich mit einigen Dingen, die in der Vergangenheit passiert sind, abschließen will. Ich möchte sie los werden, ich möchte sie mir von der Seele reden und das tue ich hier. Wer lesen will, was ich los werden will, wer wissen will, wie es mir geht und wie es weitergeht, kann hier gerne mitlesen und mir auch gerne Kommentare schicken, aber bitte nur von der netten Art.

Ich bin schon den ganzen Tag in einer seltsamen Stimmung. Seltsamer Samstag, wir waren im Plantetarium in Bochum, ist echt interessant und weiterzuempfehlen. 

Ich habe eine Kiste, besser gesagt einen bunten Karton mit bunten Heftchen rund um die Schwangerschaft, Nahrungsergänzungsmitteln und einem dicken Schwangerschaftsbuch. Bis letzte Woche hatte ich den Inhalt in einer Tasche auf dem Dachboden versteckt. Letzte Woche habe ich sie runter geholt und mir die Sachen angeschaut. Ich hatte ein wenig Angst dafür die Sachen zu sehen, die ich im letzten März von meiner Frauenärztin mitbekommen hatte. aber es ging. Es tat nicht mehr weh. Und jetzt habe ich den Inhalt umgepackt und schaue gerne in die Kiste. Ich habe auch schon ein wenig gelesen. Zum Beispiel weiß ich jetzt, wie wichtig Magnesium ist. Oh ja. In der darauffolgenden Nacht hatte ich auch erstmal Wadenkrämpfe. Aber zum Glück habe ich ja Magnesium in Hülle und fülle. Kann man den Sarkasmus eigentlich erlesen oder spüre nur ich den? 

Ich habe auch Babyschuhe in der Kiste, Schuhe, die ich mir von ihm habe schenken lassen. Besser gesagt, ich habe darauf bestanden, als kleines Versprechen, dass er sie mit einem Kind füllt. Diese Schuhe in rosa aus Leder und mit einer Katze habe ich seit ca. 3 Jahren und verstecke sie immer wieder, zwischendurch wollte ich sie sogar wegwerfen. Jetzt habe ich sie zu den anderen Sachen gepackt. Mit einem schwarzen Piercingring aus der Zeit des Abbruchs. Aber diesen Ring kennt keiner und bis jetzt hat ihn auch noch keiner gesehen. Aber steckt in einem der kleinen Schühchen und erinnert mich an den März.

Hat jemand von euch eine Idee, wie ich die Kiste nennen kann? Da ich ja gerne und immer wieder drum herum rede, fällt mir gerade nichts Aussagekräftiges ein. 

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