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Trip I.


Schwer brannte sich die Morgensonne durch die großen Sprossenfenster und die dichten, weißen Gardienen die bis auf den Boden hingen bis duch meine geschlossenen Lider. Das war einer jener Sommermorgene die einen eigentlich aufspringen lassen sollten, einen richtig gut in den Tag starten lassen. Doch meine Glieder fühlten sich unendlich schwer an, unbeweglich und verrostet. 

Milly mauzte und streckte sich auf meinem Rücken, lies den Kopf auf meine Schulter fallen und schnurrte mir durch mein verstrubbelte Haar ins Ohr. Wie jeden Morgen lies ich meine Hand über ihren Rücken fahren und streichelte ihre Öhrchen. "Gut, ich bin ja wach!". Doch ich blieb noch einige Minuten auf dem Bauch liegen, rührte mich nicht, lies meinen Blick durch das Zimmer gleiten. Sah die kleinen winzigen Staubpartikel im Sonnenlicht.

Von draußen war noch nicht viel zu hören. Nur die Kühe die auf der Wiese blökten und die Schubkarren die sich über die Pflastersteine zogen. Und ein Motor, aus weiter Ferne. Laut, knatternd und kommt näher. Der alte, blauweiße VW-Bus von Kat. Keine Frage. Ein lautes, schrilles Hupen und Stimmen die aus den heruntergekurbelten Fenstern mein Namen schrien "Vio!".

Stöhnend rollte ich mich auf den Rücken und schlug die Bettdecke zus seite. Ein kleiner Schauer durchzog mich als meine Füße auf die kalten Bodendielen trafen. Ich reckte mich und stand auf, lief zum kleinen Bad das an mein Zimmer grenzte. Lohnen sich fertig zu machen tut es nicht. Würde sowieso nur Stunden im Auto sitzen mit den anderen. Also putze ich mir nur die Zähne, lang und ausgiebig, kämmte mir die verfilzten Haare und band sie zu einem schweren, unordentlichem Dutt mitten auf den Kopf. Zügig zog ich mir eine alte ausgewaschene, löchrige Jeansshort über und ein Top welches ich unordentlich in den Hosenbund schob.

"Viola! Kat steht vor der Tür. Was machst du denn da oben?" die Stimme meiner Mutter dröhnte durch den Flur zu mir hoch. Schnell packte ich mir meine Tracking Tasche und schwung sie mir über die Schulter. "So, Kumpel. Bis in zwei Wochen!" ich beugte mich zu Milly die mich vom Bett aus beobachtete und drückte ihr einen Kuss zwischen die Ohren. Eilig ging ich die Treppen runter. Mom stand im Durchgang zum Wohnzimmer und breitete die Arme aus. Ein lächeln lag auf ihren Lippen. Ich verdrehte die Augen und trat ihr in die Arme. Seuftzend drückte sie mich an sich  "Mom, das sind nur zwei Wochen, keine zwei Jahre!". Doch sie ignorierte mich und drückte mir einen Kuss auf die Stirn "Hab spaß Spätzchen". Ich grummelte zustimmend und ging den langen Flur zur Haustür. Schnell schlüpfte ich in meine Ausgelatschten Moccasins und verlies das Haus.

Kat lehnte lässig an der Tür des alten VW's und lächelte mich unter seiner schwarzen Sonnenbrille an. Er ging auf mich zu, nahm mir die Tasche ab und legte den anderen Arm um meine Schulter "Dachte schon du hättest es dir anders überlegt". Ich schüttelte den Kopf "Ne ne". "MAN VIO! Wo bleibstn du?" Alex schob den Kopf aus dem Fenster und winkte mich zu sich. Ich löste mich von Kats Arm. Er ging ums Auto und verstaute mein Gepäck. Mit einem knartschen Zog ich die blau-weiße Autotür auf und stieg auf den Beifahrersitz. Lächelnd hob ich den Arm und drehte mich nach hinten zu den Anderen. Jo grinste mich breit an und hatte die Beine auf Alexs Schoß gelegt, der jedoch blätterte nur mitteilslos in seinem Buch und hob grüßend die Hand "Hey!". Sehr aufmerksam.

 

Ich hatte heute nicht so große Lust und Zeit zum schreiben, desshalb ist der Versuch auch nur etwas kläglich kurz ausgefallen. Weitere Einträge folgen.

ebba.

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Kommentare

Belli~ - 15.10.2012 23:32
Das hört sich nach einem Abenteuer an. Solche Sonnenscheintage sind immer der Anfang von etwas Großem.
Ich freue mich auf den nächsten Eintrag :)

Liebste Grüße


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