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Kapitel 3


"Hey Bursche, wenn du mit den Ställen fertig bist mach die Grotte von meinem Wasserdrachen sauber!". "Wie ihr wünscht My Lord". So das der Herr es nicht hören kann sagt der Bursche zu sich: "Hoffentlich fällst du von deinem Drachen runter! Und ich heiße nicht "Bursche" sondern "Fidei" merk dir das mal!" Während er die Ställe der Kampfdrachen reinigt, fragt sich Fidei wie er überhaupt in diese Lage kommen konnte. Er hasst die Raubritter über alle Maßen, aber trotzdem war er bei ihnen. Es ist einfach nicht zu erklären. Außer! Er ist gar nicht das Waisenkind das sie großzügig aufgenommen hatten, sondern auch er das Opfer eines Überfalls. Aber warum lebt er dann noch? Ist es einfach nur eine sadistische Neigung der Gilde, oder ist mehr dahinter? Dieser Gedanke kam ihm immer wieder, seid er ein Gespräch von seinem Lord aufgeschnappt hatte. „Pass auf den Jungen auf, er darf nicht entwischen! Ich habe das Gefühl, als wollte er abhauen. Das wäre ein Problem. Er hört nur auf uns, weil der Junge hier ist. Und Tenerbis verzeiht keine Fehler.“ Ob es in dem Gespräch um ihn ging konnte er nicht sagen, aber es wäre eine Erklärung für ihn, warum er nie die Möglichkeit bekommen würde Mitglied der Raubritter zu werden. Früher hätte er so eine Möglichkeit mit Freuden ergriffen und alles dafür getan. Heute aber ist ihm klar, dass er immer nur der Stalljunge sein wird und keine Chance auf eine Verbesserung seines Lebens hat. Einmal hatte ein Junge versucht ihnen zu entkommen. Sie haben ihn laufen lassen, haben ihm die Hoffnung gegeben, dass er entkommen könnte, aber nach dem 3ten Tag seiner Flucht, haben sie ihn wieder geschnappt und eingesperrt. Als er wieder draußen war, hatte er das Licht der Hoffnung das immer in seinen Augen war verloren. Er hatte aufgegeben und sich mit seinem Schicksal abgefunden.

Nach dem die Ställe fertig waren ging Fidei zu der Grotte des Wasserdrachen. Als er sah das der Wasserdrache vor der Grotte lag und sich sonnet zögerte er Der Lord wird gleich mit dem Drachen ausfliegen, warum also mich mit dem herumschlagen und von ihm nass machen lassen, wenn ich auch einfach eine Verlängerung zur Grotte nehmen kann! Der Wasserdrache konnte Fidei nicht leiden, so wie es auch umgekehrt war. Immer wenn er in seiner Nähe war, hatte er das Gefühl am völlig falschen Ende zu sein. Wieso konnte er sich auch noch nie erklären. Somit mache Fidei einen Umweg. Einen langen Umweg. Er ging zum Berg. Unter dem Berg floss ein Strom aus Lava. In einer dieser Höhlen, wo die Lava durchging, lebte der Feuerdrache der Gilde. Beim Feuer hat Fidei immer Glück gehabt. Nie verbrannte er sich. Er sah eine Höhle am Fuße des Berges und ging hinein. Noch nie hatte er den Feuerdrachen gesehen. Aber, fasziniert hatte ihn das Feuer schon immer. Nur einen kleinen Blick! Auf einmal sah er sich einem riesigen, in Feuer gehüllten, Körper gegenüber stehen. Der Drache hatte ihn gehört. Fidei wollte schnell zurück laufen, aber er konnte sich nicht mehr bewegen. "FIDEI! Du hier? Sie wollten dich doch mit allen Mitteln von mir fernhalten. Wie kann das sein?" "Seit wann sprechen Drachen, freundlich zu einem Stalljungen? Vor allem Drachen wie ihr?" "Wenn du so fragst, merke ich, dass der Wasserdrache dir wohl einige Schwierigkeiten gemacht hat, oder? Mein Freund, du bist alles andere als ein Stalljunge, DU bist ein Drachenlord nicht ein Möchtegern wie Frodine der mich reitet. Du bist derjenige mit dem ich mich anfreunden wollte. Und nur wegen mir, bist du hier. Ich spüre dein Bedürfnis nach Antworten. Aber wir haben keine Zeit. Wir müssen hier weg, ich glaube nicht das sie noch einmal einen solchen Fehler machen wie heute und dich in meine Nähe lassen. Also steig auf, wir müssen weg hier!" Fidei ist verwirrt. Ist das was der Drache sagte war, oder will er ihn nur der Gilde ausliefern? Aber was hat er schon zu verlieren? Und fliegen wollte er schon immer einmal. Die Strafe könnte er also auch ertragen. So wie alle anderen gerechtfertigt oder nicht. Er fasst einen Entschluss und steigt bei dem Drachen auf den Rücken, in der Hoffnung das er nicht das Feuer in seine Richtung lenkt. Der Feuerdrache fliegt los, er wird beim Flug zu einem regelrechten Feuerball der auch Fidei verschlingt. Aber das Feuer tat ihm nichts. "Siehst du? Du bist ein Drachenlord, sonst würdest du verbrennen. Frodine ist zwar auch ein Lord aber er ist nicht mein Freund. Ich bin nur bei ihnen geblieben, weil sie dich in ihrer Gewalt hatten! Sonst wäre ich nie hier geblieben!" "Das ist wunderbar. Fliegen, Feuer als würde ich ein Teil von all dem sein!" Fidei war glücklich wie noch nie in seinem verkorksten Leben. Endlich lief einmal etwas zu seinen Gunsten. "Arokh" "Was hast du gesagt mein Freund?" "Ich weiß nicht, der Name kam mir einfach in den Sinn!" "Arokh, ist mein Name, dass du ihn weißt ohne mich zu fragen zeigt das wir zusammen gehören." Fidei freut sich darüber. Endlich einen Freund, jemand der ihn nicht herum schubst. Aber!? "Arokh, der Wasserdrache kommt von Links mit seinem Lord! Wir müssen hier weg!" "Halt dich fest, noch einmal lasse ich nicht zu das sie uns trennen!" Nach diesen Worten wurde Arokh immer schneller. Aber der Wasserdrache der Raubritter blieb ihnen auf den Fersen. Sie flogen und flogen, aber sie konnten ihn nicht abhängen. Die Berge kamen immer Näher. Arokh hielt genau auf eine Felsspalte zu. "Fidei, du musst mir jetzt vertrauen. Du darfst mich nicht loslassen. Hinter dieser Felsspalte ist ein Fluss aus Lava, ich werde dort hinein fliegen, dann können sie uns nicht mehr verfolgen." Genau das tat er auch. Er schwamm durch den Fluss und nach 2 Stunden kam er aus einem Vulkan heraus, der Nahe einer verschlossenen Burg stand. Dort suchten sie sich eine Höhle um sich auszuruhen. Fidei machten die Strapazen nichts aus, er war endlich frei.

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Kommentare

carcho - 14.05.2013 19:01
Echt coole Geschichte! Genau mein Ding!

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