• kostenlos mitmachen


 

Wie schändlich fühlte sie sich. Wie dreckig und abgelegt. Sie, die einstige, strahlende Königin. Eine mächtigere Königin hatte das Vorland nie gesehen.

Und jetzt, jetzt lag sie hier, zwischen Dreck und Unrat und gebar ihr wohl letztes Kind auf kaltem Kerkerboden.

Wie hatte sich die Welt doch verändert, die Menschen hungerten nach Macht und Gier, sie stillten ihren Durst mit der Sucht nach Reichtum.

Sie quälten die Armen mit Tritten und Schlägen und tranken das Blut ihrer Opfer.

So sehr sehnte sich die gefallene Königin nach den schönen Tagen, nach den unbeschwerten Friedenszeiten in ihrer Burg.

Sie erinnerte sich noch genau, genau an dem Tag, an dem sie ihn kennenlernte. Ihn den Mann ihrer Träume, der sie ins Verderben stürzen sollte, den wohl schönsten Mann ihres Augenlichtes.

Conan, einer der größten Kämpfer von Dieswelt. Größer als der Vater selbst, mächtiger als der Schöpfer. Sein schwarzes wallendes Haar flackerte im Wind und glänzte die Strahlen der Sonne zurück. Die Königin war von seinem Anblick geblendet an dem Tag. An jenem Tag. Am Tag des Schicksals. Am Schicksalstag.

<< vorheriger Eintrag

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben