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Stürmischer Tag


Der heutige Tag war ein Tag des Unwetters. Nicht das Unwetter wie ein Meteorologe es als solches bezeichnen würde, eine wahrliche Eskalation der Dinge in der Schule.

Beginnen wir früh. Denn ich war bereits überreizt aufgrund von Schlafmangel. Ich beschloss, eine Arbeit zu finden, die mehr abwirft als meine beinahe gar kein Geld abwerfende Zwischenlösung. Ich brauche einen Wohnsitz, in dem ich atmen kann. Auch nachts.

Mein Frühstück war ein Schluck Wasser. Später ein Kaffee, viel Aufruhr, zwei Zigaretten mit viel Selbstzweifel, enormer Stress, Kaffee, eine Tablette und eine Semmel, dann Sport, und viel Aufruhr, anschließend ein Test, noch ein Kaffee und Nähen und Bügeln.

Beginnen wir nun von vorne.

Ich "schlief" auf der Couch unter dem Fenster. Eher rastete ich weniger als 3 Stunden und war sehr übermüdet. Ich erwischte knapp den Zug nach Wien und wäre beinahe eingenickt.
Endlich in der Schule kam mir zu Ohren, dass die... ... ... Ich brauche einen Spitznamen... (der nicht allzu abwertend klingt...) ... Miss T.
Miss T. und eine Klassenkameradin sollten heute ein-

 

...und jetzt wird mir gerade klar, wie unbedeutend das eigentlich ist...
Ich wollte mich beschweren, dass ich im Recht sei und mit einem Schlag dämmert mir etwas.
Ein Fehler den ich niemals hätte machen dürfen.

Während mein Vormittag davon eingenommen war, mich zu ruinieren könnte ich mich jetzt schon wieder ohrfeigen. Ich würde wieder ausrasten. Ich würde dieselben Dinge wieder sagen. ... Aber wie irrelevant all das plötzlich scheint, wenn ...

Verfluchte Angelegenheit...
Komische Vormittagsgeschichte. Bis vor 20 Minuten hätte ich noch über Leichen verteidigt, dass ich im Recht bin. ... Im Angesicht der neuen Situation unwichtig und komplett egal.
Ein Mädchen hat sich geschnitten. 
...Ich habe jemanden zutiefst verletzt. Bloßgestellt. ... Vor Kurzem hätte ich noch darauf beharrt, im Recht gewesen zu sein. Jetzt bin ich stark für jemand anderen. Und ich denke zurück an das, was ich war und was ich für eine Last war, was ich alles getan habe.
Es ist recht eigenartig, stark für jemanden sein zu müssen. ... Vielleicht liegt es daran, dass ich es heute das erste Mal wirklich bin. Trotz des Tages. ... Ich habe ein schlechtes Gewissen. Und ich fürchte, ich werde mich morgen vor der gesamten Klasse hinstellen und mich laut und deutlich entschuldigen, Miss T. bloßgestellt zu haben. ... Das wird hart.
Aber wenn ich mich genau entsinne, dann hatte dieses ... diese junge Frau recht. Nicht nur bzw auch, was das Lernen betrifft. Ich sage, ich lerne. Fein, vielleicht saß ich da und habe es angestarrt, aber Mühe gegeben habe ich mir nicht. ... Das war kompletter Blödsinn.
Ich habe ein verflucht schlechtes Gewissen.

Tausend "Erleuchtungen" habe ich schon gehabt. ... Jedes Mal hilft ein bisschen, aber jedes Mal ist genauso wie niemals gewesen.
... Aber immer blieb was hängen. Finden wir raus was kommen wird.

Daaaamn... Ich hoffe, ich kann die Dinge wieder gut machen. ... Prinzipiell ist es schei*egal, was gewesen ist, das gibt mir nicht das Recht, jemanden bloßzustellen. Viel eher sollte ich einfühlsamer sein als das weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie sich das anfühlt.

Morgen wird jeder Ärger mit einem offenen Fenster, frischer Luft und Tee hinuntergespült. Und mit dem Rauchen wird genauso spontan aufgehört wie ich angefangen habe.

Damn crap. ... daaaaaaaamn crap.
DAAAAAAAAMN CRAP!

Und wenn ich jetzt so darauf zurückblicke, muss ich irgendwie grinsen. ... Was für ein Blödsinn!

 

...Ja. Heute war es sehr stürmisch.

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