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2009


Das Jahr neigt sich dem Ende zu und irgendwie habe ich das Bedürfnis mich noch einmal damit auseinander zu setzen. Mit all dem was gewesen ist, was gut gelaufen ist und auch mit den Dingen die mir nachhängen, die mich niedergeschmettert haben und von denen ich mich nur langsam erholt habe. Es war ein verdammt langes Jahr, so kommt es mir jetzt gerade zumindest vor und es sind so viele Dinge geschehen an die ich mich erst wieder erinnere wo ich jetzt genauer darüber nachdenke und wenn ich darüber nachdenke, dann fallen mir viele wunderbare Momente ein. Ein schöner Sommer, mit einem großartigen Urlaub mit meinen besten Freunden, mein 18ter Geburtstag, der Eintritt in die Kollegstufe und wenn ich noch länger darüber nachdenken würde, dann würden mir bestimmt auch noch wesentlich mehr wunderbare Sachen einfallen. Doch all diese Lichtblicke können im Moment nicht das bestimmte Gefühl in meiner Magengrube überdecken, dass mir deutlich macht, dass ich in diesem Moment nicht glücklich bin. Es gab nicht nur die schönen Momente in diesem Jahr, nein absolut nicht, es gab sehr viele Momente in denen ich mir gewünsch hätte ich könnte im Erdboden versinken oder Momente in denen ich am liebsten einfach nur eingeschlafen wäre und nie wieder aufgewacht. Natürlich ist nichts davon passiert, aber auch wenn ich in letzter Zeit enorm gut auf alles zu sprechen bin was vor sich geht. Am Ende dieses Jahres holen mich doch so manche Dinge ein. Manches verstehe ich bis heute nicht und ich werde es nie verstehen. Ich habe mich von Menschen getrennt und ich weiß, dass es richtig war und trotzdem, in diesem Moment holen mich diese Menschen, welche mich eigentlich nicht mehr belasten sollten wieder ein. In den letzten Tagen fühle ich mich so zurückversetzt. Zurückversetzt in die Zeit in der drei Tage mein gesamtes Weltbild zum Wackeln gebracht haben. In die Zeit in der aus Verliebheit immer mehr Angewidertheit geworden ist und die kleine Liebelei trotzdem nicht ganz besiegt wurde. An ein Weihnachtsfest mit zwei Familien, die einmal eine waren und auch wenn sich alle unendlich viel Mühe geben und ich ihnen dankbar dafür bin, es macht mir jedes Mal aufs neue zu schaffen, dass meine Familie vor nun fast drei Jahren zerbrochen ist. Ich erinnere mich an den vielen Stress, den mir mein Leben beschert und ich geniese die paar Tage, die ich mir von allem frei genommen habe, bevor ich direkt im neuen Jahr wieder in den riesigen Lernstress und das strapazierende Alltagsleben eintauche. Ich bin mir irgendwie im Klaren darüber, dass diese Zeit und der Stress nichts sind im Vergleich zu dem was mir noch bevor steht und genau das macht mir zu schaffen. Ich weiß nicht wie ich die Beanspruchung in meinen späteren Leben bewältigen soll, wenn ich es nicht einmal schaffe mit der zurecht zu kommen, die ich im Moment habe. Allerdings sind das wohl Dinge die noch weit genug in der Zukunft liegen um im Moment nicht mein Hauptaugenmerk darauf zu lenken. Aber irgendwann wird mir auch das wieder vor die Nase gesetzt werden. Wenn ich einmal ehrlich bin, dann hat dieses Jahr doch recht schlecht angefangen und es ging auch eine ganze Weile lang schlecht weiter. Erst in den letzten zwei oder drei Monaten kann man wohl von einem Lichtblick sprechen, einer Zeit in der eigentlich alles sehr pasabel war. Das ist gewiss kein Vorwurf an irgendwelche Leute, die mir immer noch beistehen, nein daran, dass das Jahr schlecht angefangen hat bin wohl zum einen Teil ich selbst schuld und zum anderen Teil liegt es daran, dass manch einer wohl nicht das erfüllen konnte was ich von ihm erwartet habe. Irgendwo wohl auch daran, dass ich scheinbar nicht zu mehr tauge als zu einem guten Freund. Aber es ist ja nun nicht gerade so, dass ich dieses Problem zum ersten Mal hätte. Nein es gab zwar eine etwas längere Zeit in der ich mich darum nicht scheren musste aber im Großen und Ganzen hat mir die Frauenwelt wohl oft genug gezeigt wo der Hammer hängt. Wohl ein Grund warum ich im Moment keinerlei Ambitionen zeige etwas zu unternehmen um das bedrückende Gefühl in mir loszuwerden. Ich fühle mich im Moment einfach nur verdammt allein und daran kann wohl niemand so schnell etwas ändern und ich weiß auch gar nicht ob ich jemand will, der etwas daran ändert, denn wer sollte schon kommen? Die letzten von denen ich dachte sie könnten es sein haben mich alle mehr oder weniger freundlich in den Arsch getreten und mich somit wohl auf eine gewisse Art und Weise fürs Erste desillisioniert. Aber es nützt mir eigentlich auch nichts mich darüber zu beschweren, denn das ändert absolut nichts an den Tatsachen. Ich glaube nicht mehr an den Engel, der mir auf einmal über den Weg läuft an alles ändert, der einfach in einem Licht erscheint und dafür sorgt, dass alles gut wird! Nein ich habe es zwar wohl niemals wirklich zugegeben aber ich habe lange an diese Vollkommenheit geglaubt, an dieses Schicksal. Aber in der Zwischenzeit ist mir aufgefallen, dass diese Welt einfach nur kalt, grau und ungerecht ist und dass man sich sein Licht selbst in diese Welt bringen muss, mit der Hilfe von Freunden, zumindest in meinem Fall. Ich werde mich allerdings einmal zusammenreißen und das vergangene Jahr objektiv bewerten. Es war ein erfolgreiches Jahr für mich, das würde ich zumindest meinen und ein Jahr in dem ich viele wunderbare Dinge getan habe und trotzdem kenne ich mich gut genug um sagen zu können, dass ich das Jahr nicht besonders berauschend fand. Sicherlich es gab schon schlechtere Jahre doch was mich in Endeffekt zu diesem Resume bringt sind vollkommen schwachsinnige Kleinigkeiten! Kleinigkeiten die nicht einmal 1,70 groß waren und dennoch, sie schaffen es doch dieses Jahr irgendwie zu verderben. Das macht es natürlich nicht besser und zeigt nur ein weiteres Mal was für mich dummerweise viel zu esentiell ist aber ich kann nichts daran ändern, zumindest kann ich nicht alles auf einmal ändern. Ich möchte an dieser Stelle gerne noch einige angedachte Flüche an ein oder zwei Personen loswerden, allerdings würde das auch nicht weiterhelfen, denn so wie ich sie einschätze wäre es ihnen auch vollkommen egal, wenn sie ads hier lesen würden. Was ich dieses Jahr jedoch nicht bereut habe ist meine Brandmarkung, mein kleiner Traum, meine Schneeflocke, nein ihr bin ich auch nicht böse auch wenn der Traum ausgeträumt ist, es war zumindest ein schöner Traum. Einer anderen Person kann ich einfach nicht richtig böse sein, auch wenn es ab und zu in mir brodelt. Vielleicht hätte ich bei ihr ein wenig länger sauer sein sollen, hätte ich mich nicht beherrschen sollen und mich in eine Rolle hineinzwängen sollen, die ich zu Anfang eigentlich ganz und gar nicht inne haben wollte. Doch was ich auf jeden Fall noch sagen kann ist danke: Danke an die Menschen, die mich dieses Jahr über begleitet haben und mir in den guten und in den schlechten Zeiten zur Seite gestanden sind, auch wenn sie es vielleicht ab und zu gar nicht gewusst haben, weil ich es zu gut versteckt habe. Ein danke an meine Besten und ich bin mir sicher, sie wissen wer gemeint ist. Um nun ein Fazit zu ziehen: Es war ein gutes Jahr, dass mich viel Kraft gekostet hat und mich nun gegen Ende leider nur in den negativen Aspekten, die reichlich vertreten waren wieder einholt. Ich verfluche dieses Jahr und bin dennoch froh, dass ich es durchlebt habe. Was ich mir also für das nächste Jahr erhoffe? Ich erhoffe mir ein wenig Klarheit, einen Menschen der die Leere in mir füllen kann, die schon das ganze Jahr dort herrscht, ich wünsche mir, dass der Abschied, der bevor steht nicht zu hart wird, dass das ich das nächste Jahr überstehe auch wenn ich wohl so manchen Menschen verlieren werde, ich hoffe einfach nur, dass ich einmal das Glück habe, dass mir so oft ausgeschlagen wurde. Dass ich mich am Ende des nächsten Jahres vielleicht auf noch etwas außer auf meine Freunde berufen kann und dass ich es schaffe, dass ich die gesponnen Bande halten kann und das einfach alles fair für mich ausgeht in jeder Hinsicht, fairer als dieses Jahr...
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