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Ein Wälzer und ein Tagebuch


 

Am Abend fragte Wesley beim Essen ganz beiläufig, ob es irgendwelche alten Familien-Utensilien gibt. "Nein, ich hab nur das alte Tagebuch von Maggys Mutter.", antwortete ihr Onkel. "Und bei uns, Naya?", fragte Vanessa auf ein mal, wie durch ein Wunder. Wesley hätte sie küssen können. Nun konnten sie auch etwas über Justus herausfinden. "Ein Familienbuch, von meiner Großmutter. Sie hat es mir vererbt, warum?", fragte Naya. "Weil wir auch so eins machen wollen, von beiden Seiten!" Die Antwort fiel Wesley spontan ein, denn sie hätte ja schlecht sagen können, warum sie das in Wirklichkeit wollte. Nach dem Essen holten Naya und Maggys Vater die Bücher, er hatte nur ein kleines Heftchen, während sie einen dicken Wälzer hatte. "Geht zurück bis zu meinen Urururgroßeltern und endet erst bei Justus!", sagte Naya noch, bevor sie wieder ins Wohnzimmer ging. Auch Maggy und Justus waren dort, also weihte Wesley Vanny mit in den Plan ein. "Ich hatte die selbe Vermutung...", sagte sie stirnrunzelnt.
 
Später, am Abend, zog Wesley zwei magische Taschenlampen aus ihrer Tasche. Sie leuchteten zwar sehr hell, aber nur für den der sie hielt, und das war sehr praktisch, wenn sie forschen wollten. Vanessa suchte im dicken Wälzer, der war allerdings nicht in einer krakeligen Handschrift geschrieben, wie das Heft, welches Wesley durchblätterte. So musste sie jedes Wort einzeln errätzeln. Allerdings fiel ihr eine Seite ganz besonders auf:
 
Ich bin so eifersüchtig auf Markus! Er hat so ein Glück! Er wird von Papa unterrichtet, während ich auf die Realschule gehen darf! Nur weil er zaubern kann! Ich hasse es wie die Pest, der einzige Squib in einer Familie von Zauberern zu sein! Urgs...  
 
Sie tat Wesley Leid. Zu sehen wie jeder um sie herum zauberte, während man selbst nichts machen kann, ist bestimmt sehr schlimm. Wesley wollte Vanessa die Seite zeigen, doch die schnarchte schon, den Wälzer auf der Brust liegend. Wesleys Blick fiel auf ihre Leucht-Armbanduhr. Es war schon um zwei. "Zum Glück kann ich morgen ausschlafen!", dachte sich Wesley und schlief ein. 
 
Am morgen waren alle schon weg, als Wesley aufwachte roch es im ganzen Haus nach Rührei. Als Wesley in die Küche kam, stand Vanessa barfuß in der Küche und briet Rührei mit Schinken, während 6 Brötchen im Ofen backten. "Dein Onkel hat die beiden heut zur Schule gebracht, Naya schläft noch!", flüsterte sie Wesley zu. Dann drückte sie ihr Teller in die Hände und ließ sie den Tisch decken. Als alles fertig war, kam Naya ins Esszimmer. "Morgen!", gähte sie zuerst verschlafen "Wow! Danke!"
 
"Und, habt ihr schon angefangen?", fragte Naya als sie aßen. "Jaa, wir haben gestern Abend angefangen mit lesen!", sagte Vanessa. "Ihr müsst das nicht, das ist euch klar oder?" "Natürlich, es war ja auch nur eine Idee, aber wir wissen dann wenigstens mehr, über die jeweils andere Familie.", meinte Wesley, fast schon Abwesend. Sich das Rührei in den Rachen schiebend, dachte sie darüber nach, wo sie mehr Infos finden könnte. Da machte es Klick: Das Internet!
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