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Kapitel 4,1


Das war ja wieder mal typisch. Wütend kickte er einen Stein zur Seite. Wieso konnte ihm nicht einmal etwas gelingen? Der Einbruch hatte prima geklappt. Niemand hatte ihn gesehen. Aber er war mit leeren Händen gegangen. "Wo versteckt sie ihn?", murmelte er vor sich hin. Eine Frau mit Kinderwagen, die gerade an ihm vorbeilief, runzelte die Stirn, ging dann jedoch weiter. Er schlug sich die Hand gegen die Stirn. Warum führte er ausgerechnet auf einer belebten Straße Selbstgespräche? Schon durch sein Aussehen war er wohl auffällig genug. Andauernd drehten sich Leute nach ihm um und kicherten hinter vorgehaltener Hand. Er ballte die Hände zu Fäusten. Wenn ihr wüsstet, dachte er. Wenn ihr wüsstet, was unter diesem Buckel steckt, würde euch das Lachen vergehen! Offenbar waren Buckel in diesem Land nicht sehr wünschenswert. Das konnte er überhaupt nicht verstehen. Sah doch gut aus! Schließlich beschloss er, sich lieber wieder im Wald zu verkriechen. Da starrte ihn wenigstens keiner an. Die einzigen, die er in diesem Land leiden konnte, waren die Tiere. Die starrten ihn wenigstens nicht die ganze Zeit an.

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