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Unendlich traurig


Ich komme grade aus der Kälte, von einem kleinen Spaziergang wieder. War beim Pennymarkt.

Habe auf dem Weg (hin und zurück insgesamt immerhin 40mins) wieder Musik gehört - meine Lieblingssongs von R.E.M. Habe die ganze Zeit nachgedacht. Über M. Über das was Rabe geschrieben hat, das was A, mir gestern noch per sms geschrieben hat... und ich habe eingesehen bzw bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich Geduld haben muss. Dass ich für M. da sein werde, aber ihn nicht drängen will und kann.

Dann schaltete ich den PC an, rief meine Mails ab und fand eine von ihm.

Was soll ich sagen? Ich kann nur noch heulen. Wahrscheinlich werde ich eine Ewigkeit für diesen Eintrag brauchen weil ich gerade in Zeitlupe tippe. Aber es tut gut alles loszuwerden denke ich. Noch schöner wäre es jetzt wenn mich jemand in den Arm nähme. Ich fühle mich so kaputt. So leer.

M. schrieb, dass der Sonntag im nachhinein schlecht für ihn war. Ok, der Spaziergang tat ihm gut, die Natur. Es war schön für ihn mal was anderes zu sehen, mich zu sehen, Lucky zu sehen.

Allerdings hat er sich die ganze Zeit unwohl gefühlt. Er hängt noch sehr an mir und vermisst auch Lucky. In unserer Wohnung wimmelt es nur so von Dingen die Christoph und mir gehören/uns verbinden. Er musste wohl immer mal wieder weinen. Und ich dumme Kuh hab das nicht gemerkt!! Das war wohl immer dann, wenn ich mal nicht im Wohnzimmer war. Auf Toilette, Tee kochen.. oder so.... Dann hatten wir noch einen Mini "Streit" der ihm SEHR nahe ging.

Da im Haus gegenüber eine Wohnung frei ist, witzelten wir rum, dass er da ja einziehen könnte. Er meinte dann, dass Christoph wohl was dagegen hätte, weil er ja eh meint, dass M. für mich ein schlechter Einfluss/Umgang sei, weil ich auch dazu neige, mich hängen zu lassen und es da nicht förderlich ist mit wem Zeit zu verbringen der depressiv ist. Ich war so geschockt von dieser Aussage, kann mich nicht daran erinnern dass Christoph sowas gesagt haben soll. Wirklich nicht. Ich habe dann um ihn in Schutz zu nehmen gesagt, dass ich das vielleicht mal irgendwann gesagt habe... aber ich weiss es nicht....

MANN! HALLO???? Warum sag ich denn sowas????

Dann belastet es ihn wohl sehr, dass ich angesprochen habe, als ich bei ihm war, dass es bei ihm dreckig ist. Mensch, ich habe das nicht böse gemeint! Ich war nur so geschockt als ich seine Wohnung sah. Wußte gar nicht wie ich mich verhalten soll, weil es wirklich extrem schlimm aussah... so, dass ich mir große Sorgen machte! Ich wollte es irgendwie ansprechen, tat es wirklich auf eine nette Art und Weise. Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass er den Dreck gar nciht mehr wahrnahm.... Naja und dazu kam dann ja auch noch, dass ich in letzter Zeit halt ein anderes Hygienebewusstsein entwickelt habe, wegen Christophs Allergie. Ich weiss doch dass es M. schlecht geht und dass er keinen Antrieb hat. Ich habe das nicht böse gemeint. Und ich hab ihm das auch schon gesagt....

Er schrieb in der Mail, dass er die ganze nach Hause fahrt im Zug geweint hat und sich geschämt hat, wegen den Leuten, die das sahen... Mein Gott! Das wollte ich nicht. Mir tut das so leid.

Aber das Schlimmste kommt erst noch. Ich habe es befürchtet. Aber verdrängt. Dieser Gedanke schmerzt zu sehr. Er will Abstand. Will mich erstmal nicht sehen. Nicht telefonieren. Nicht vor dem Adam Green Konzert. Das ist Ende März!!! Er will auch nicht, dass ich ihm Fotos von lucky schicke. Es tut ihm zu sehr weh.... er vermisst sie so.
Ich weiss das... aber ich wollte ihn auf dem Laufenden halten, ihn an Luckys Leben teilhaben lassen. Christoph wird Marc in der Hinsicht NIE !! ersetzen. Selbst wenn er die Allergie nicht mehr haben sollte eines Tages. Marc liebt Katzen, so wie er mit Lucky umgegangen ist wird Christoph nie im Leben mit ihr umgehen. M. ist mit Katzen aufgewachsen, er hat da ein ganz anderes Verhältnis zu als Christoph, der Haustiere meistens gemieden hat, wegen seiner Allergie....

Scheisse! Das war wieder so typisch. Gerade ging es mir wieder blendend. Es ging mir wirklich gut. Diese mail hat mir absolut den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich kann M. ja verstehen. Aber er wird mir so fehlen. Und ich werde mir so große Sorgen um ihn machen. Aber statt ihm zu helfen mache ich nur alles schlimmer. OHne dass ich es will.

Jetzt habe ich wirklich niemanden mehr außer Christoph. Wer weiß, vielleicht lässt Marc den Kontakt dann langsam einschlafen. Allein wegen der Entfernung geht das recht "leicht". Man ist immer über 2 Stunden mit dem Zug unterwegs.... schon nervig. Aber mir ist das so egal, echt. Mir bedeutet M. soviel! Ich habe mir das alles zu einfach vorgestellt. Ich dachte, wir wären das perfekte Beispiel dafür, dass man auch nach einer Trennung beste Freunde bleiben kann. Haha. Ich hab leicht reden. Ich habe ihn wegen einem anderen verlassen sozusagen. Und er ist einsam, hängt noch an mir. Dann nehme ich ihm noch Lucky "weg". (sie ist meine Katze, hat aber solange ich in Essen gewohnt habe halt auch mit bei ihm gewohnt...) Gott, wie naiv war ich eigentlich, zu glauben, dass ich es mir so leicht machen kann und das auch für M. kein Problem ist? Jetzt geht es ihm noch schlechter wegen mir..... und ich bemängel noch seine Unordnung. Wie feinfühlig.

Was soll ich jetzt nur machen? Wie soll ich den Februar und den März überstehen? Was wird aus M.? Wer kümmert sich um ihn? Wer ist für ihn da? Wer hört ihm zu? Wer hilft ihm, wieder ein Leben zu führen? Wie mache ich das alles je wieder gut?

Ich weiss keine Antworten auf all die Fragen..... Ich fühl mich gerade restlos überfordert. Fühl mich so allein. Kraftlos.

Wie erbärmlich.

Werde M. jetzt eine Mail schreiben und die Worte gut wählen. Ich will Verständnis zeigen und ihm nicht noch mehr weh tun. Missverständnisse aus dem Weg räumen und ihm sagen, dass er mir sehr wichtig ist. Ich lasse einfach mein Herz sprechen. Das ist alles was ich habe, was ich geben kann.
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Kommentare

pianoman - 31.01.2006 13:13
Leider ist es so ... ja, fast immer. Es bleibt immer jemand auf der Strecke. Das einzige, was ihm wohl helfen wird, ist die Zeit. Zeit für sich allein. So wirst du ihm sicher helfen ... anstatt immer wieder alte Wunden aufzureißen. Ich war noch nie in so einer Lage, immer nur in der, in der auch er ist ... aber meistens hilft die Zeit, auch wenn es eine schwere und traurige wird...

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