Deadline

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Mein erster Versuch bei einer Geschichte.... Der Anfang


Es war eine dunkle, kühle Nacht. Der Winter zeigte all seine Seiten.
Am Tag war es wie ein Märchen. Der Wald, glitzerte in der Sonne. Das Licht tanzte über die hohe Schneedecke und niemand außerhalb des kleinen Dorfes "Deadline" hätte vermutet, dass sich in der Nacht das Blatt wendete. Es wurde kühl, sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwunden war. Die Nacht, kroch mit ihren Schatten über das Dorf hinweg und verschluckte es. Nebel stieg auf und umschlang das Dorf, in einer tödlichen Umarmung. Jede Nacht, suchten sich die Gestalten der Finsternis ein neues Opfer. Gerade heute Nacht, war es besonders kalt und ein Schneesturm kam auf. Ich zog meine Kapuze tiefer ins Gesicht und blickte vom Wald aus auf das verfallene Dorf, das vor mir lag und was mir für ein paar Tage Unterkunft bieten sollte. Euch ist sicherlich schon der reizende Name "Deadline" aufgefallen und ich denke in meiner Lage hätten die meisten es bevorzugt, sich woanders eine Bleibe zu suchen, aber mich zog schon von Kind her, das dunkle, unergründbare Böse an. Ich bin kein Kind, der Finsternis. Kein Vampir, Werwolf, Zombie oder der Gleichen, die einem Sterblichen das Fürchten lehren sollten. Nein, ich war nicht ihr Opfer. Ich war ihr Jäger! Ich hatte es mir zur Aufgabe gemacht, die Welt von solchem Scheusal zu säubern. Ich wollte Rache und bekam sie auch fast immer. Ja, natürlich musste ich schon häufig einstecken, aber das gehörte zu meinem Job. Ich war nunmal auch nur eine Sterbliche.
Aber nun erstmal zu meiner Person. Mein Name ist Sahra Huntley. Ich bin inzwischen 23 Jahre alt und nicht gerade unansehnlich, was mir nicht immer Vorteile verschafft hatte, in der Welt der Männer. Noch mehr "Kreaturen", die ich beherrschen muss. Nein, man muss stark, konsequent und ruhig bleiben, um sich in dieser Welt einen Namen zu machen und aktzeptiert zu werden. Ich habe außerdem schulterlange, dunkelbraune Haare und braune Augen. Mein Schicksal ist es, die Kreaturen auszulöschen, die meine Eltern in den Tod brachten. Und ich will alle. Sie sollten nicht nocheinmal solche Schrecklichen Taten vollziehen. Nur über meine Leiche! Und die war relativ schwer zu bekommen.
Nun war ich also auf dem Berg, der von einem dichten Wald umsäumt wurde und starrte immer noch auf dieses gottverlassene Dorf. "Deadline"- das Tor zur Hölle, wie man mir berichtete und genau das, was ich suchte!
Da mich die Kälte, die an meinem Körper haftete aus meinen Gedanken zurückriss und ich mich nach einem heißen Bad sehnte oder etwas ähnlichem, schnappte ich meine Tasche, hängte sie mir um und stapfte durch den hohen Schnee, in Richtung Hölle.
Dabei blieb mir aber das langsam anschwellene Wolfsgeheul nicht verborgen. Ich grinste in mich hinein. Die Jagd hatte bereits begonnen!
 
 
Ich erreichte das Dorf erst sehr spät. Ich hatte mich bei der Länge des Weges verschätzt. Nun, als ich kurz vor Mitternacht vor den Toren des Dorfes stand, überkam eine Gänsehaut meinen Körper. Ich zitterte. Mir war später nicht mehr klar warum. Ob nun von der Kälte oder von dem, was sich vor mir auftuen würd.Das flackernde Licht der Laternen, spendete mir etwas Licht. Durch die Gitter konnte ich allerdings nicht viel erkennen. Ich rief laut nach jemanden, der mir das Tor öffnen sollte. Sie sollten mich doch erwarten und ich hatte nicht vor die ganze Nacht in dieser eises Kälte zu verbringen.
Nach dem ich etwa 6 Mal gerufen hatte und ich bereits einige Extremitäten an meinem Körper nicht mehr spüren konnte, kam eine dunkle Gestalt langsam auf das Tor zu. Ich atmete erleichtert auf. Endlich!
" Wer ist da?", rief die Gestalt mir zu.
"Mein Name ist Sarah Huntley und ich komme im Auftrag der Regierung um für einige Tage, die paranormalen Aktivitäten in ihrem Dorf zu untersuchen. Ich bin da, weil ich ihnen helfen will!" fügte ich hinzu. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass wenn ich diese Standartscheiße runterleiere, die Chancen auf einen warmen Empfang schnell schwinden.
" Ach Sie, ja ich komme und lasse sie herein. Mein Name ist Reverend Brook."
Nun konnte ich schon mehr von dem Mann erkennen, der vor mir stand. Das hätte ich nicht erwartet. Ein junger Mann, um die 30 Jahre stand vor mir. Er hatte kurze braune Haare, blau- graue Augen und war etwa 1.90m groß. Ich, mit meinen 1,75m musste da schon meinen Kopf in den Nacken legen.
Er schaute mich skeptisch an, bevor er aufschloss. Also entweder hatte er meine verdutzte Miene vernommen oder meine Erscheinung skeptisch betrachtet. Mir war bewusst, dass er keine Frau erwartet hatte.
Als er das Tor aufgeschlossen hatte, war mir das aber relativ egal, denn alles was ich wollte, war eine warme Stube und ein heißes Bad.
Ich reichte ihm freundlich die Hand.
Er nickte nur kurz, zog mich unsanft hinter das Tor und schloss es eilig wieder ab.
"Sie können froh sein, dass ihn überhaupt noch jemand die Tore geöffnet hat, denn um diese Zeit läuft hier keiner mehr herum. Wir hatten sie bereits gestern erwartet und vermuteten schon das Schlimmste" sagte er mir und schaute mich teils besorgt, teils verärgert an.
" Es gab gewisse Komplikationen, die es mir nicht möglich machten eher hier zu erscheinen.
Ich will nicht unhöflich sein Reverend, aber ich bin erschöpft, müde und hungrig von meiner langen Reise und würde sie bitten, mir meine Unterkunft zu zeigen" sagte ich, in der Hoffnung er würde es mir nicht verübeln.
"Es tut mir Leid, es gibt hier keine Unterkunft für sie, die Sie beziehen könnten. Da wir sie bereits gestern erwarteten und wir uns schon damit abgefunden hatten, sie seien von diesen....Kreaturen vernichtet wurden, gaben wir ihr Zimmer einem Ehepaar, was auf der Durchreise war, und hier Schutz suchte"
Ich schaute ihn verärgert an. Das war ja ganz toll, zu sehen wie sie auf meine Hilfe bauten. "Von den Kreaturen vernichtet wurden?!?" Er kennt mich anscheind wirklich allzu schlecht. Nichts destotrotz benötigte ich dringend eine Unterkunft und etwas zu Essen. Mein Magen rebellierte bereits. Und anscheind war ich nicht die Einzige, die diesen kleinen Aufstand vernommen hatte, denn der Reverend seuftzte schwer und sah mich lange an, als kämpfe er mit einem Entschluss.
" Sie können bei mir ein Zimmer beziehen, wenn sie mögen. Ich lebe alleine und habe von daher Platz. Allerdings erwarte ich von ihnen als Gegenleistung sehr gute Arbeit, und hoffe auf große Unterstützung Ihrerseits!"
Ich lächelte "Das wäre mir eine Freude und ich danke ihnen schon im Vorraus". Ich freute mich bereits auf ein Bett, warmes Essen und so schwer es mir auch fiel es zuzugeben, ich freute mich auf Gesellschaft. Bisher habe ich immer nur als Einzelgänger gearbeitet und manchmal monatelang keinen Menschen... sagen wir keinen besessenen Menschen in meiner Nähe gehabt. Das war Balsam für meine Seele. Und so machte ich mich, mit dem gut aussehenden Reverend, auf den Weg in das kleine Dorf und in eine unruhige Nacht.
 

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