• kostenlos mitmachen

Mittwoch, 26.02.2014 - seelisches Auf und Ab


In meinem Kopf "dreht" sich im Moment alles, die Gedanken ueberschlagen sich, deshalb schreibe ich schon jetzt etwas hier rein.

Die Kopfschmerzen, die gestern Mittag bei der Schulung (wahrscheinlich wegen Wassermangel) angefangen haben, die halten sich bis jetzt hartnaeckig. Heute morgen wurde ich schon mit "dickem Kopf" wach, habe schon zum Fruehstueck 2 Aspirin-Migraene getrunken. Die haben so gar nicht geholfen. Den ganzen Vormittag ueber hatte ich heftige Kopfschmerzen. In der Mittagszeit war ich schon drauf und dran das heutige Training abzusagen, was ich dann aber nicht gemacht habe. Das Training ist mir halt immer sehr wichtig, dort zumindest ein bisschen Bewegung zu haben und damit ich es wirklich mal absage, muss ich dann schon den "Kopf unter dem Arm" tragen..... Ausserdem kann man mit meinem Trainer halt sehr gut reden, er macht mir in vielen Dingen immer wieder neuen Mut.

Mittags nahm ich dann noch 2 Aspirin (die normalen), die dann etwas geholfen haben. Zumindest eine Linderung. Aber die Kopfschmerzen halten sich bis jetzt. Es ist ein Kommen und Gehen, ein staendiges Auf und Ab.

Als mein Trainer mich vorhin dann darauf angesprochen hat, wie die Sitzung am Montag bezueglich der Buchhaltung gelaufen ist, da kam bei mir die ganze Aufregung wieder so richtig durch. Mein Puls fing sofort wieder an zu rasen, ich bekam sofort wieder heftige Kopfschmerzen und war gleichzeitig mit den Traenen am kaempfen. Wir haben uns dann etwa eine halbe Stunde lang in Ruhe darueber (ueber die aktuelle Situation auf der Arbeit) unterhalten. Anschliessend noch etwa 30 Minuten ein paar Uebungen, wobei ich die ganze Zeit ueber leichte Kopfschmerzen hatte (auch jetzt noch). Das kriege ich heute irgendwie nicht in den Griff (seitdem ich zu Hause bin, habe ich mich nicht mehr so richtig im Griff, mir kommen immer mal wieder die Traenen).

Bezueglich der Arbeit, also der Buchhaltung: Ich sage es jetzt mal ganz klar. Auch wenn es zur Zeit super laeuft und ich alles bestens im Griff habe, ich habe Angst, dass ich Fehler mache und wieder total versage.

Z. B. der eine Bereich, den eine Kollegin in Kuerze uebernimmt. Darin habe ich den Ueberblick ja voellig verloren. Ich habe deswegen heute noch mit meinem Kollegen gesprochen. Da die Uebergabe ja offiziell zum 01.03. sein sollte, wollen wir es naechste Woche mal zusammen durcharbeiten, was ich in den einzelnen Faellen machen soll.

Ja, und dann hatte ich noch einen Bereich, in den ich mich reinarbeiten wollte, aber auf ganzer Linie versagt habe.

Vor rund einem Jahr hatte ich ja ein Gespraech mit der Personalabteilung. Es hiess darin woertlich, da ich meine Arbeit nicht schaffe sei ich fuer diese Abteilung nicht mehr tragbar. Ich solle mir bitte eine neue Arbeit suchen..... Ich kriege dieses Gespraech einfach nicht mehr aus meinem Kopf, habe Angst, dass ich Fehler mache, dass sich dieses Gespraech wiederholen koennte. Ich moechte mir keine andere Arbeit suchen, moechte gerne weiterhin dort arbeiten. Im Moment laeuft halt alles bestens, aber was ist, wenn es auf Dauer doch nicht klappt, wenn ich doch wieder versage (und Fehler mache), bin ich dann noch "tragbar" fuer diese Abteilung? Ja, ich weiss, im Moment ist mein Selbstbewusstsein total auf dem Tiefpunkt. Dieses Gespraech hat in meinem Kopf halt tiefe Spuren hinterlassen, die ich jetzt nicht mehr so richtig los werde.

Natuerlich freue ich mich total darueber, dass ich die Buchhaltung uebernommen habe, dass meine Kollegen und mein Chef es mir zutrauen, dass ich darin alles im Griff haben werde. Aber bis jetzt lief auch alles sehr "uebersichtlich" und mit ein paar Nachfragen und kleinen Hilfen habe ich alles gut in den Griff bekommen. Aber die Buchhaltung ist halt sehr umfangreich. Wie heisst es immer so schoen, "Ausnahmen bestaetigen die Regel". Ja, und davor habe ich halt totale Angst. Dass diese schoene "Seifenblase", dass ich dafuer zustaendig bin, dass ich alles im Griff habe, eines Tages "zerplatzt", dass ich einen Fehler mache und es wieder heisst, dass ich dort nicht tragbar sei und mir endlich etwas Neues suchen soll......

Ich bin meinem Chef total dankbar dafuer, dass er die Aufgaben so verteilt hat, dass ich dort jetzt wieder meinen festen "Platz" habe. Also im Rahmen des Empfangs, der Telefonzentrale, fuer Diktate (die in den verschiedenen Bereichen immer mal wieder anfallen) und fuer einen weiteren Bereich, fuer den ich seit Jahren zustaendig bin, in dem ich alles im Griff habe. Ja, aber die Buchhaltung sah ich bisher nur als kleinen Teilbereich an, zur Unterstuetzung fuer meine Kollegin (Sachbearbeiterin), die zusaetzlich noch einige andere Aufgaben hat. Ich war immer ihre Vertretung. Dann wurde sie mal krank (die Grippe), dann hatte sie Urlaub, dann ging sie auf Seminar. Jedes Mal kamen weitere Rechnungen, weitere Vorgaenge, die nicht liegen bleiben konnten, in die ich mich nach und nach reingearbeitet habe. Aber immer nur als Vertretung, als Unterstuetzung. Ja, und jetzt ist es ploetzlich offiziell, dass ich mich um alle Rechnungen kuemmern soll. Das Gespraech vom Montag habe ich immer noch nicht so richtig verarbeitet, es ist fuer mich wie eine dunkle Wolke in meinem Kopf, die ich noch nicht so richtig begreifen kann. Ja, in den letzten Wochen und Monaten lief alles super, ich hatte alles im Griff. Aber wie gesagt, Ausnahmen bestaetigen die Regel. Was ist, wenn ich doch nicht klar komme, wenn es Probleme gibt, wenn ich Fehler mache und versage.........??

Deswegen habe ich Angst davor, dass sich die Situation vom letzten Jahr (das Gespraech mit der Personalabteilung) wiederholen koennte. Die Entscheidung, mich finanziell runter stufen zu lassen, fiel mir alles andere als leicht, aber ich sah darin die einzigste Moeglichkeit, dort bleiben zu koennen, bevor ich Druck bzw. die Kuendigung bekommen wuerde. Ja, das sind so die Gedanken, die jetzt in mir rumschwirren, die mich nicht zur Ruhe kommen lassen (und meinen Kopf weiterhin kraeftig haemmern lassen).

Aber ich bin froh, dass ich dennoch beim Training war. Eine halbe Stunde lang ein paar Uebungen, die ich alle gut hinbekommen habe. Mal ein bisschen auf andere Gedanken kommen, das hat wirklich gut getan. Meine gestrigen Rueckenschmerzen habe ich zum Glueck wieder voellig im Griff, bin zumindest dort wieder schmerzfrei.

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben