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Sonntag, 23.02.2014 (Training)


Heute war ich gluecklich bzw. habe ich mich darueber gefreut:

- als ich beim Training war, das wieder total gut war. Es waren zwar mal wieder ein paar zum Teil sehr schwere Uebungen dabei, aber ich habe alles geschafft, habe bei keiner Uebung aufgegeben. Aber wie er immer schon sagt, es muss schwer sein, es muessen immer wieder Herausforderungen dabei sein, da es ansonsten auch nichts bringen wuerde. Ja, so gesehen, war es dann wirklich wieder total gut. Am schlimmsten war mal wieder die Sache mit der Atmung, da ich die Luft schon wieder mal viel zu lange und zu intensiv angehalten habe. Mit den Hanteluebungen bin ich heute im ganzen sehr gut klargekommen. Schwer wurde es fuer mich an der Seilwinde, damit hatte ich heute die groessten Probleme. Am schwersten fand ich daran die "einfachste" Uebung. Eigentlich nur ruhig stehen bleiben und den Griff der Seilwinde etwa auf Brusthoehe eine bestimmte Zeit ruhig zu halten. Er wird dabei vom Gewicht nach oben gezogen. Das ging unwahrscheinlich in die Arme. Ich war mehrmals drauf und dran, es einfach loszulassen. Dabei wurde eine Sekunde dann zur "Unendlichkeit". Um genug Spannung zu halten, hielt ich dabei die meiste Zeit ueber die Luft an. Danach habe ich dann maechtig nach Luft "geschnappt", mein Puls ging dabei ordentlich in die Hoehe. Aber ansonsten ging die Zeit dabei so wie immer viel zu schnell um.

- dass wir dabei interessante Gespraeche gefuehrt haben und er mir auch wieder Mut gemacht hat. Zum einen fuer morgen, fuer die Besprechung bezueglich der Aenderungen im Ablauf bei der Buchhaltung. Auch wenn er sich als Lehrer nicht wirklich in mich reindenken kann, da das Reden vor einer Klasse ja schliesslich zu seinen taeglichen Aufgaben gehoert, dennoch hat er versucht, mir dafuer so viel Mut wie moeglich zu machen. Das mag ich halt auch an ihm, neben dem Training, die Art, wie er mit einem redet. Dass man mit ihm ueber alles moegliche (auch ueber solche Probleme) reden kann und dass er einem diesbezueglich dann auch Mut macht.

- auch, dass er mir bezueglich des Abnehmens weiterhin Mut gemacht hat. Als ich heute morgen auf der Waage war, da hatte ich totalen "Stillstand", weiterhin 78,7 kg. Darueber habe ich mich geaergert, haette die Waage am liebsten aus dem Fenster geschmissen. Ich habe jeden Tag Sport gemacht und Essens-maessig total aufgepasst und trotzdem habe ich noch nichtmals ein paar Gramm abgenommen. Aber diesbezueglich hat er mir auch wieder Mut gemacht (naechste Woche ist die naechste "Kontrolle"), jetzt bloss durchzuhalten, da ich dennoch auf dem richtigen Weg bin.

- als wir nach dem Training bei schoenstem Sonnenschein und blauem Himmel noch etwa eine halbe Stunde durch einen Park gelaufen sind. Das war einfach herrlich. Dort haben wir mehrere Hunde gesehen, die voller Lebensfreude ueber die Wiese gelaufen sind, dort "herumgetollt" sind. Das fand ich total schoen.

- als wir heute Abend den Film "Nachts im Museum II" gesehen haben, da ich den Schauspieler Ben Stiller toll finde. Ich habe diesen Film zwar schon mehrmals gesehen, gucke ihn mir aber gerne immer wieder aufs Neue an.

- als der Schmerz wieder nachliess....... (wobei ich jetzt immer noch etwas Schmerzen habe).

Ich hatte heute Nachmittag einen kleinen Unfall. Wir haben zusammen etwas "Hausputz" gemacht. Dabei haben wir die "Rollen" immer aufgeteilt. Ich raeume alles zusammen, bringe alles in andere Raeume (und spaeter wieder zurueck) und mein Freund uebernimmt das Putzen (erst Fegen, dann nass wischen), damit ich mich mit meinem Ruecken nicht so oft spontan buecken muss, weil ich dabei schon des Oefteren heftige Rueckenschmerzen bekommen habe. Dabei denke ich nicht ueber die richtigen Bewegungen nach, bin dabei viel zu spontan und mache dann falsche Bewegungen.

Wir haben in der Kueche hinter der Tuere einen Klapptisch, der dort, wenn wir ihn nicht brauchen, zusammengeklappt an der Wand lehnt. Da er so gross und unhandlich ist, hat mein Freund ihn ins Wohnzimmer getragen, dort an den Schrank angelehnt.

Etwas spaeter, als er die Kueche putzen wollte, bin ich Richtung Wohnzimmer gegangen, wollte bei ihm nicht im Wege stehen. Auf dem Weg Richtung Wohnzimmer sah ich bereits, dass der Tisch ins Rutschen kam, bereits fast in der Diagonalen war. Ich sprang direkt los, in zwei grossen Schritten war ich dort, packte ihn oberhalb an den Beinen und hielt ihn fest.

Ja, und dann ist es passiert. Der Tisch klappte wieder zusammen und meine Hand war zwischen Bein und Tischplatte eingeklemmt. Das tat maechtig weh, ich bekam sie erst nicht raus, sie hing richtig dazwischen. Mein Freund bekam das erst gar nicht mit, nahm das nicht ernst und rief mir nur zu, als ich dabei aufschrie, dass ich mal wieder ein "Schussel" waere......

Ich habe es dann geschafft, die Beine wieder auseinander zu ziehen und die Hand dort rauszuziehen. Durch den Druck auf die Hand ist auf einem Finger (Mittelfinger linke Hand) eine kleine Platzwunde entstanden. Es war wohl ein "Volltreffer", das Blut kam sofort geschossen. Es tat so weh und ich kann auch kein Blut sehen, mir wurde es sofort schlecht und schwindelig. Auch vor Aufregung (ich konnte noch nicht abschaetzen, wie gross es war, ob das womoeglich genaeht werden musste, meine Angst war sofort riesen gross) fing ich sofort an zu weinen. Mein Freund rief mir aus der Kueche zu, dass ich mich hinsetzen soll, er wuerde sofort kommen, sobald die Kueche fertig ist. Ich setzte mich dann auf einen Stuhl.

Als er dann ins Wohnzimmer kam und das ganze Blut sah, da bekam er erstmal einen Schock. Damit hatte er nicht gerechnet, eher mit einem kleinen blauen Fleck..... Ja, es war halt ein "Volltreffer". Er holte direkt ein paar Tempos und drueckte sie auf die Hand. Solange draufhalten und druecken, bis es aufhoert zu bluten. Dann holte er ein feuchtes Tuch und hat das ganze Blut vorsichtig abgewischt, damit man die Wunde erstmal erkennen kann. Im Grunde nicht viel, etwa ein Zentimeter, der aufgeplatzt ist, direkt ueber bzw. am Gelenk. Er machte mir dann Wund- und Heilsalbe drauf und Pflaster drueber, das wir im Laufe des Nachmittages mehrmals gewechselt haben, weil es noch mehrmals durchgekommen ist.

Ich muss wohl sehr blass geworden sein, auf jeden Fall meinte er dann zu mir, dass ich mich besser was hinlegen soll, bevor der Kreislauf voellig zusammen klappt. Im Liegen bin ich dann eingeschlafen (schliesslich war ich vom Sport ja auch etwas kaputt). Heute Nachmittag wollte ich dann eigentlich noch etwas im Haushalt machen, war dadurch aber sehr eingeschraenkt. Wenn ich den Finger ganz still halte, dann ist alles in Ordnung, aber sobald ich ihn bewege, dann "klopft und haemmert" es heftig im Gelenk. Und egal was man macht, sobald man einen Gegenstand greift, z. B. beim Waesche sortieren, man bewegt automatisch alle Finger. Sofort tat es wieder heftig weh. Dadurch habe ich heute dann sehr viele Pausen eingelegt, kam mit dem Haushalt gar nicht voran, sass die meiste Zeit vor dem Computer oder vor dem Fernseher (habe z. B. auch um 17 Uhr auf WDR das "Grossstadtrevier" geguckt). Um das Spuelen und die uebrige Waesche werde ich mich Anfang der Woche dann kuemmern muessen.

Ach ja, und worueber ich mich auch noch gefreut habe,

- dass ich gestern von meinem Schwimmverein per Post die Einladung zur Jahreshauptversammlung bekommen habe. Auch wenn ich daran ganz bestimmt nicht teilnehmen werde, gefreut habe ich mich darueber trotzdem, denn das bedeutet fuer mich, dass ich, auch wenn ich im Schwimmen eine "Niete" bin, trotzdem zum Verein, also zu meiner Gruppe Wassergymnastik dazu gehoere. Da ich mich in meinem Leben (in vielen Situationen) schon oft genug als "Aussenseiter" gefuehlt habe, bedeutet es mir halt viel, dass ich weiterhin dazu gehoere und auch wenn die Gruppe hin und wieder sehr voll ist, "trotzdem" dann daran teilnehmen kann (mich dann nicht als "stoerenfried" fuehlen muss, dass ausgerechnet "ich" an diesem Tag dann zu viel im Becken bin).

Bei "Stoerenfried" muss ich gerade an die Schulzeit denken. Dort ist es mir einmal passiert, dass ich aufgefallen bin. Ich weiss nicht mehr, in welchem Fach oder bei welchem Thema es war. Ich hatte mit ein paar Mitschuelern Probleme, die in meiner direkten Naehe sassen. Eine Zeitlang haben sie mich bei jeder Gelegenheit geaergert, mit den verschiedensten Sachen, sie wussten ja eh, dass ich mich nicht wehre, dass man mit mir alles machen kann. Bis zu einem Tag, als es mir zuviel wurde. Es war mitten im Unterricht und sie waren mich staendig am aergern, nahmen meine Sachen weg, zogen an meinem Stuhl usw. Irgendwann war ich dann so genervt, dass ich laut gesagt habe, dass sie mich endlich in Ruhe lassen sollen.

Und was macht meine Lehrerin? Da ich damit den Unterricht gestoert habe, hat sie mich vor die Tuere geschickt, 5 Minuten draussen stehen bleiben. O man, das vergesse ich nie. Das erste und einzigste Mal in meinem Leben, dass ich als "Stoerenfried" vor die Tuere geschickt worden bin, nur weil ich mal den Mund aufgemacht habe. Ich war damals stinksauer auf die anderen.

Danach ging es weiter, die Anderen liessen mich gar nicht mehr in Ruhe. Fanden es noch gut, dass sie einen "Suendenbock" gefunden haben, selber keinen Aerger bekommen haben. Etwa 2 Wochen spaeter nahm ich dann meinen Mut zusammen und sprach meine Lehrerin an, dass sie mich bitte innerhalb der Klasse umsetzen soll, was wir sonst nie waehrend eines Schuljahres gemacht haben. Sie wollte dann wissen, was los waere und hatte dann vollstes Verstaendnis dafuer. Sie sprach dann mit ein paar Schuelern darueber und kurze Zeit spaeter wurden wir (mehrere Personen) dann umgesetzt. Ich sass dann in einer anderen Ecke des Raumes, kam mit den Anderen dort viel besser klar und es kehrte (auch in den Pausen) wieder Ruhe ein. Die Anderen liessen mich dann auch wieder in Ruhe (nachdem sie mitbekommen haben, dass ich mich ueber sie "beschwert" habe).

Ja, manchmal lohnt es sich, wenn man den Mund aufmacht. Zuerst war ich darueber stolz, aber als ich deswegen dann vor die Tuere musste, da habe ich es total bereut. Haette ich mal nichts gesagt..... Aber als ich dann mit meiner Lehrerin darueber gesprochen habe und letztendlich umgesetzt worden bin, da war ich dann doch froh darueber, dass ich was gesagt habe, mir von den Anderen nicht alles habe gefallen lassen. Hin und wieder muss bzw. sollte man halt mal den Mund aufmachen!!

 

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