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Freitag, 21.02.2014


So, der Tagebucheintrag fuer gestern kommt jetzt mit etwas "Verspaetung". Der gestrige Tag verlief sehr "durchwachsen". Im Grunde eigentlich positiv, aber mit wenigen "besonderen" Vorkommnissen.

Auf der Arbeit laeuft es im Moment im Grunde echt gut. Es belastet mich allerdings maechtig, dass ich mit diesem einen Bereich, den ich demnaechst los werde, absolut nicht weiter komme. Im Grunde freue ich mich im Moment auch immer darueber, wenn ich mich um Rechnungen, Briefe (also Diktate), um das Telefon sowie um weitere Aufgaben kuemmern darf bzw. muss, weil ich das halt alles sehr gut im Griff habe. Und waehrend ich mich um diese Aufgaben kuemmere, kann ich diese andere "ungeliebte" Aufgabe schoen in den Hinterkopf verdraengen.

Mein Kollege meinte letztens zwar schon zu mir, dass ich deswegen ganz bestimmt keine Angst haben muesse, er hilft mir dabei auf jeden Fall und es ist auch nicht schlimm, wenn die Uebergabe dieses Bereiches an meine Kollegin nicht zum 01.03, sondern erst etwas spaeter erfolgen wird. Aber er ist in letzter Zeit wieder sehr viel unterwegs, sehr haeufig auf Dienstreisen, so dass ich damit absolut gar nicht mehr voran komme. Ich weiß nicht, wo ich dabei anfangen soll, habe ja schon vor laengerer Zeit voellig den Ueberblick verloren.

Ja, im Grunde war der gestrige Tag (also der Freitag) auf der Arbeit sehr positiv. Ich habe mich neben dem Telefon um mehrere Sachen gekuemmert, die alle sehr gut geklappt haben. Einschliesslich der Buchhaltung, die ebenfalls immer besser laeuft. Auch mal schoen, wenn man sich in eine Sache so gut eingearbeitet hat (perfekt bin ich daran allerdings noch laengst nicht), darin mehr Kenntnisse hat als der Chef, so dass er einen hin und wieder fragen muss, wie manche Ablaeufe in diesem Bereich jetzt ueberhaupt laufen (Grins).

Allerdings koennte ich mal wieder eine "Pille" gegen das Rot werden gebrauchen!! Es passiert mir immer mal wieder. Wenn er mich was fragt und ich es ihm dann erklaere, wie diese Sache zur Zeit bei uns laeuft, dann merke ich regelrecht, wie mir die Waerme ins Gesicht steigt, also wie ich schon wieder mal rot werde. Dass ich das nicht in den Griff kriege, das nervt mich wirklich unwahrscheinlich. Ich weiss, dass ich im "Recht" bin, dass ich alles richtig mache und trotzdem werde ich so rot, als wenn ich bei einem großen Fehler erwischt worden waere. Das ist einfach nur total aetzend!!!! Aber dagegen komme ich absolut nicht an.

Nachmittags hatte ich dann noch einen Termin, der sehr schoen verlaufen ist. Dabei gab es mehrere gute Situationen und auch einiges zu lachen. Abends war ich dann kaputt, habe nur noch das Noetigste gemacht, es mir dann vor dem Fernseher bequem gemacht. Schliesslich bin ich dann auf der Couch eingeschlafen, habe darauf dann die Nacht verbracht. Eigentlich schreibe ich abends ja immer das Tagebuch, aber dazu war ich gestern Abend viel zu muede. Die Woche hat mich im ganzen sehr "geschlaucht".

Gegen morgen hatte ich dann einen ganz heftigen Alptraum von der Arbeit. Es ging darin wieder um diesen einen Bereich. Der verfolgt mich jetzt schon in meine Traeume. Darin kamen so ziemlich alle meine Kollegen bzw. Kolleginnen (bis auf wenige Ausnahmen) und alle meine Vorgesetzten drin vor. Es war ein sehr langgezogener Traum. Darin haben mich alle total unter Druck gesetzt. Entweder ich wuerde mich endlich um diesen Bereich kuemmern, oder aber sie wuerden mir alle anderen Aufgaben weg nehmen, unter sich aufteilen, dann haette ich dort gar keine Aufgaben mehr. Sie standen in einem Kreis um mich herum, kamen immer und immer naeher, ich fuehlte mich total in die Ecke gedraengt. Schliesslich konnte ich nicht mehr, mein Kreislauf machte schlapp, ich setzte mich einfach hin (auf den Boden) und fing total an zu weinen.

In dem Moment wurde ich wach, lag ja weiterhin auf der Couch und war dort ebenfalls total am weinen. Ich brauchte eine Weile, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Dann setzte ich mich erstmal an den Computer. Ich wollte dann das Tagebuch schreiben, meine Gedanken von diesem Alptraum weg bekommen und fing dann mit dem Glueckstagebuch an. Zuerst fiel mir gar nichts ein, aber dann liess ich den Tag in meinem Kopf nochmals "Revue" passieren und dabei fielen mir dann die Punkte ein, die ich schoen fand, die ich darin dann auch erwaehnt habe. Ja, so ein Glueckstagebuch, sich mal zu "zwingen", an die schoenen Sachen zu denken, das ist gar nicht mal schlecht. Ich kenne mehrere Personen, die immer sehr negativ eingestellt sind, sich schnell ueber Kleinigkeiten total aufregen, die sollten meiner Meinung nach auch mal so ein Glueckstagebuch fuehren!!

Nach dem Schreiben des Glueckstagebuches war ich dann wieder gut drauf. Ich wurde dann wieder etwas muede und habe mich nochmals hingelegt. Dann kam der naechste Alptraum von der Arbeit, dieses Mal allerdings nur ein kleiner Traum. Er handelte von Montag, wenn wir die Besprechung wegen der Buchhaltung haben. Ich wurde dabei natuerlich mal wieder rot, was mir am Montag mit ziemlicher Sicherheit auch wieder passieren wird (darauf stelle ich mich jetzt schon ein, dass ich dagegen mal wieder nicht ankommen werde). Im Traum war es mir allerdings so peinlich, dass ich aus dem Raum gerannt bin, mich irgendwo "versteckt" habe (wo mich bloss keiner sieht). Aber so werde ich am Montag ganz bestimmt nicht reagieren. Auch wenn ich dann mal wieder rot werde, da muss ich dann halt durch...!! Ich meine, dass mir solche Situationen unangenehm sind, noch dazu in Gruppen, das weiss auf der Arbeit ja eh jeder.

Ja, ich bewundere wirklich alle Menschen, die sicher vor Gruppen reden koennen, ich beneide sie total darum. Rot werde ich dabei dann ja eh immer. Ich suche mir dann meistens (so aehnlich wie bei Uebungen fuers Gleichgewicht) einen festen Punkt oder auch eine Person in der Gruppe, die ich dann nur angucke (die Anderen dann bewusst ignoriere) und versuche dann beim Reden meine Stimme zu halten (weil meine Stimme dann auch schnell ins "flattern" geraet). Notfalls, fuer die richtige Konzentration, mache ich beim Reden dann auch die Augen kurz zu, alles um mich herum zu ignorieren. Anders geht es in solchen Situationen manchmal halt nicht. Aber man kann vor solchen Besprechungen den Kopf halt nicht immer in den Sand stecken bzw. sich vor allen Situationen "verstecken", hin und wieder muss man da halt durch.

So, mein Freund kommt jetzt gleich von der Arbeit, dann fahren wir zusammen Einkaufen. Danach will ich Fahrrad fahren und den Haushalt machen. Mal sehen, was der heutige Tag dann noch so bringt. Im Moment geht es mir seelisch auf jeden Fall wieder so richtig gut (ich habe die Alptraeume wieder "ueberwunden"), habe mir vorhin mehrere schoene Musikvideos im Internet angeguckt, damit komme ich immer so schoen auf andere und schoene Gedanken.

 

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