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Mittwoch, 05.02.2014 (Training)


Gut, dass ich gestern so viel im Haushalt geschafft habe. Heute Abend wäre ich dafür viel zu müde gewesen. Der heutige Tag verlief wieder viel anstrengender als der gestrige Tag, sowohl seelisch als auch körperlich.

Heute morgen habe ich zunächst mit meinem Kollegen gesprochen. Er hat mich bezüglich des einen Arbeitsbereiches angesprochen, hat es mir jetzt "offiziell" gesagt, dass meine Kollegin diesen Bereich übernehmen wird. Gut, dass ich es theoretisch schon wusste, denn ansonsten wäre es mir heute ganz bestimmt genauso ergangen wie am Montag, also dass mir vor Erleichterung die Tränen gekommen wären. Aber heute war ich darauf ja zum Glück schon "vorbereitet". 

Er machte mir zwar auch direkt "Mut", dass ich bezüglich des Rückstandes keine Angst haben müsse, dass er mir dabei hilft (alleine würde ich es eh nie aufgearbeitet bekommen), aber so richtig beruhigen konnte er mich dennoch nicht. Mit diesem Bereich habe ich halt immer schon Probleme und sehe deswegen im Moment auch noch kein "Licht am Ende des Tunnels". Ich glaube, wenn "Tag X" gekommen ist und ich diesen Bereich dann endgültig abgeben werde, dann werde ich "drei dicke Kreutze" in meinen Kalender machen....!!!

Meine Kollegin war heute sehr "schwierig". Sie hat ja heute ihren Einstand gegeben, also die Übernahme in den festen Vertrag und hat dafür einiges vorbereitet. Wenn ich unter "Strom" stehe und nervös bin, dann werde ich zwar auch schnell zu einem "Nervenbündel", aber man kann mich dann dennoch wieder "runter holen" und etwas beruhigen (das haben bei mir schon viele Menschen in den verschiedensten Situationen geschafft). Aber meine Kollegin war heute vor Aufregung (auch mit den ganzen Vorbereitungen) die absolute "Krönung". Es gibt von allem immer wieder eine "Steigerung". Sie ist zwar immer sehr "lebhaft" (ich bin dagegen immer viel stiller), aber so aufgedreht wie heute habe ich sie bisher noch nicht gesehen. 

Ich hatte ihr ja versprochen, zumindest am Anfang beim Anstoßen dabei zu sein. Das hatte ich für heute auch fest eingeplant. Ich habe es auch durchgezogen und habe ein Glas O-Saft getrunken. Aber auch, wenn ich mich mit allen Kollegen im einzelnen gut verstehe (zum Teil auch sehr gut verstehe), sobald alle zusammen sind, dann werde ich das bedrückende Gefühl einfach nicht los. Ich blieb direkt am Rand stehen. Ein paar Minuten lang ging alles gut und ich habe mir die Gespräche der Kollegen angehört. 

Dann hat sie das "Buffett" eröffnet. Sie hat mehrere Sachen mitgebracht, aber ich hatte ja eh nicht eingeplant, dort etwas zu essen. Entweder ich mochte die Sachen nicht (mehrere Sachen mit Käse) oder aber ich hatte Angst wegen meiner Allergien (z. B. wegen Nüssen in Schoko-Muffins). Ich stand zufällig direkt neben einem Tisch, auf dem die Sachen standen. Dann kam ein Kollege nach dem anderen und wollte sich daran natürlich bedienen. Allzu groß ist unsere Küche, wo wir uns getroffen haben, allerdings nicht und so stand ich dann ständig im "Weg". Ich ging dann, um Platz zu machen, Schritt für Schritt zur Seite und kam dabei immer näher zur Türe. 

Mit jedem Schritt wurde das bedrückende Gefühl bei mir dann immer intensiver. Es war, als wenn man immer schlechter atmen kann. So als wenn man in einem Zoo in eine "Tropenhalle" mit "90 Prozent" Luftfeuchtigkeit geht. Man hat plötzlich das Gefühl, dass man nicht mehr richtig atmen kann.

Letztendlich, als ich gerade im Bereich der Türe stand, hörte ich das Zentraltelefon (das durfte ich heute während dieses Treffens ruhig mal klingeln lassen, hätte auch länger daran teilnehmen dürfen). Für mich war dieses Telefon in diesem Moment aber eine "Erlösung", ich ging direkt wieder in mein Büro. Als ich dort dann ruhig und alleine saß, da ging es mir wieder gut und ich konnte wieder ganz normal durchatmen. 

Dieses Schreiben mache ich ja eh gerne, es ist ein Hobby von mir und tut mir auch immer wieder gut (deswegen schreibe ich hier abends ja auch immer). Ich hatte eine Kassette, ein längeres Diktat, das habe ich mir dann geschnappt und habe es in Ruhe geschrieben. Dabei wurde ich seelisch dann auch wieder völlig ruhig. 

Nach der Arbeit war ich dann beim Training. Meinem "zweiten Hobby" nach dem Schreiben sozusagen. Das war wieder total gut, wobei es zum Teil auch sehr schwer war. Etwa die Hälfte war im "normalen" Bereich, was ich alles sehr gut im Griff hatte. Einschließlich ein paar Übungen mit Hanteln, Kniebeugen, Liegestütze usw. Die andere Hälfte war dafür umso schwerer. Er hat ja von Anfang an gesagt, dass er immer wieder die Übungen "rauspicken" wird, mit denen ich Probleme habe. Daran wird dann nach und nach intensiv gearbeitet. Theoretisch natürlich richtig, ich möchte im Laufe der Zeit ja auch Erfolge haben. Aber wenn er solche Übungen dann ansagt, dann denkt man trotzdem "Och ne, das muss doch jetzt nicht wirklich sein......". Heute waren dann mehrere Übungen dabei, die mir alles andere als leicht gefallen sind. 

Zum einen finde ich die Sache mit der "Hebelwirkung" immer sehr interessant. Manche Bewegungen fallen einem in den verschiedensten Situationen unterschiedlich schwer. Z. B. die Liegestütze, ob man sie an der Sprossenwand durchführt (diagonal davor stehen), sich dabei auf dem Kasten abstützt, auf dem Boden (auf den Knien) oder "richtige" halt. Bei anderen Bewegungsabläufen sieht es in den unterschiedlichen Positionen ganz genauso aus. 

Heute haben wir viel mit dem "Gummiband" gearbeitet. Nicht mit dem offenen Theraband, sondern dem geschlossenen Gummiring (er lässt sich immer mal wieder was Neues einfallen). Das fiel mir zum Teil mächtig schwer. Das Gummi um die Fußgelenke, gerade stehen bleiben (womit ich schon ganz große Probleme hatte), mal ein Bein gestreckt zur Seite (aus der Hüfte raus), mal etwas nach hinten. Dabei stand ich vor der Sprossenwand, konnte mich daran etwas festhalten. Mein Oberkörper geht dabei immer mit, ich kann dabei nicht ruhig stehenbleiben. Es folgten deswegen Korrekturen ohne Ende. 

Dann gerade Stehen, die Arme gestreckt nach vorne und das Gummi in die Hände, etwas auseinanderziehen. Das kann ich so gut wie gar nicht. Ich kann inzwischen zwar viele Übungen mit den 5 Kilo Hanteln, aber sobald ich die Arme gestreckt halten soll verlässt mich die Kraft völlig. Ich bekam das Gummi nur wenige Zentimeter gedehnt (wenn überhaupt). Das war letztens ja auch so schlimm, als ich dabei die beiden Gewichtsscheiben fest zwischen den Händen halten sollte. Ich habe sie immer wieder mit den Fingern am Rand festgehalten. Sobald ich mich auf die Kraft meiner Arme verlassen habe, sind sie wieder etwas verrutscht. Diese Übungen (mit dem Gummiring um die Beine) fand ich zwar schon relativ schwer und anstrengend (inbesondere bezüglich der geraden Körperhaltung), aber die Übung mit den gestreckten Armen nach vorne fand ich dann doppelt und dreifach so schwer. 

Zum Schluss hin wieder auf dem Rücken liegend verschiedene Varianten der Crunches. Das fiel mir heute sehr schwer, dabei musste ich sehr mit den Bauchmuskeln kämpfen. Ich stand dabei mehrmals kurz vor der Aufgabe, in einer Gruppe hätte ich längst aufgegeben, aber er kann einen halt immer wieder gut motivieren, so dass ich es dann doch "bis zum bitteren Ende" durchgehalten habe. Letztendlich war ich dann natürlich stolz, dass ich es wieder komplett geschafft habe (ohne völlig aufzugeben). 

Bei den Crunches war ich anscheinend aber innerlich so angespannt, dass ich nach dem Training zeitweise etwas "Rückenschmerzen" im BWS-Bereich hatte. Aber das war wohl mehr "Muskelkater" von den vielen Crunches. Zuerst merkte ich dann auch die Knie sehr heftig, aber das kam wohl von den vielen Kniebeugen (dort merke ich jetzt nichts mehr). Nur die Schultern sind etwas intensiver. Wir haben auch einige Übungen mit den Hanteln und der großen Hantelstange gemacht. In den Schultern habe ich im Moment einen kleinen Muskelkater. 

Aber dabei habe ich wieder gemerkt, wie unterschiedlich sich Gewichte anfühlen können. Erst mit der Hantelstange gerade bücken (bis zu den Knien) und wieder hoch. Danach bekam ich Hanteln für verschiedene Bewegungen. Die kamen mir dann im ersten Moment super leicht vor, ich dachte schon, er hätte mir die 1 Kilo Hanteln gegeben, es waren aber die 2,5 Kilo Hanteln. So schwer kamen sie mir in diesem Moment wirklich nicht vor. Die Übungen mit diesen Hanteln gingen dann auch alle sehr in die Schultern. 

Als ich nach Hause kam, war ich völlig kaputt. Nach dem Essen erst mal "ein paar Minuten" hinlegen und rund eine Stunde schlafen (Grins). An Haushalt war heute nicht zu denken, dafür war ich viel zu kaputt. Ich habe mir dann die Zeitung geschnappt, habe mir die Wohnungsanzeigen angeguckt. Eine Anzeige war sehr interessant. Das einzige Negative daran war, dass es dort keine Garage gibt, das zumindest nicht in der Anzeige steht (für unser Cabrio ist eine Garage ein absolutes Muss). Es läuft über eine Wohnungsgesellschaft, von denen in jeder Woche mehrere Anzeigen in der Zeitung stehen. 

Wie heißt es immer so schön, Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich habe mich heute Abend dann per Mail mit denen in Verbindung gesetzt. Dass eine ihrer Anzeigen im ganzen sehr ansprechend ist, aber leider die Garage fehlt. Ich habe ihnen dann unsere "Situation" geschildert, was wir genau suchen. Wer weiß, vielleicht haben sie ja eine Wohnung, die für uns in Frage kommen könnte. Vielleicht wird in ein paar Monaten ja auch eine Wohnung frei, dass sie dann auf uns zurückkommen können. 

Ich bin wirklich schon gespannt und neugierig, ob bzw. was sie auf meine Anfrage antworten werden.

So, morgen Abend bin ich dann wieder bei der Wassergymnastik, die Schwimmtasche habe ich natürlich schon gepackt. 

 

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