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Montag, 03.02.2014 (KG)


Der heutige Eintrag im Kurzformat (nächste Tage wieder ausführlicher):

Auf der Arbeit hat sich für mich eine sehr aufwühlende Situation ergeben, die mich heute Abend noch sehr beschäftigt hat. Vor Freude und Erleichterung sind bei mir deswegen einige Tränen gelaufen, dagegen kam ich nicht an. Meine "Gebete" wurden sozusagen erhört.....

Ich bin seit Jahren für einen Bereich zuständig, den ich aber absolut nicht unter Kontrolle hatte. Ich kam damit nicht klar, hatte dabei ständig ein "Brett vor dem Kopf". Deswegen war ich dabei ständig mit dem Rückstand am kämpfen.

Ich hätte alles dafür gegeben, um diesen Bereich loszuwerden. Mein Kollege, der für die Post zuständig ist, wird demnächst von zu Hause aus arbeiten. Ich habe letzte Tage noch aus Scherz gedacht, dass ich demnächst freiwillig jeden Tag die Post mache, wenn ich dafür diesen einen Bereich loswerden würde. Alle anderen Bereiche habe ich im Griff, egal ob die Telefonzentrale, die Briefe (also Diktate), mit der Buchhaltung komme ich immer besser klar und ebenso einen weiteren Bereich (für den ich seit Jahren zuständig bin). Aber mit diesem einen Bereich hatte ich ständig Probleme.....

Heute Mittag kam zufällig eine Kollegin zu mir, eine Sachbearbeiterin, die echt gut ist, immer alles gut im Griff hat. Sie dachte, ich wüsste "es" schon und meinte dann völlig nebenbei zu mir, dass sie diesen einen Bereich in Kürze dann ja von mir übernehmen würde.

Ich habe dann nur gedacht, Was, Waaaas, WAAAAAS, das gibt es doch gar nicht, das kann doch jetzt nicht sein, stimmt das wirklich, hat sie das wirklich gesagt, wurden meine "Gebete" erhört, werde ich diesen Bereich jetzt wirklich los?????? In dem Moment fiel mir ein "zentnerschwerer Stein" vom Herzen. Ich habe dann zwar noch versucht dagegen anzukämpfen, aber im nächsten Moment liefen mir dann schon vor Freude und Erleichterung die Tränen. Sie liefen und liefen und ich konnte sie erst nicht mehr unterdrücken...... Das war mir vor meinen Kollegen zwar total peinlich, aber ich kam nicht dagegen an. 

Sie meinte dann noch zu mir, dass sie diesen Bereich dann aber "tagesglatt" übernehmen möchte. Ich bin Monate im Rückstand, habe längst völlig den Überblick verloren, weiß überhaupt nicht mehr, wo ich beginnen soll. Davor habe ich jetzt etwas Angst, wie ich das alles, neben meinen täglichen Aufgaben (Telefonzentrale, Buchhaltung usw.) aufarbeiten soll. Aber ich hoffe, dass mir mein Kollege dabei helfen wird. Alleine werde ich das nicht in den Griff bekommen. 

Ja, die Sache mit den richtigen Prioritäten, die werde ich wohl niemals in den Griff bekommen. Manchen Menschen liegt halt eine selbständige Sachbearbeitung und andere Menschen bekommen es nie in den Griff. Alle Aufgaben, die ich bekomme, also z. B. die Rechnungen oder die Diktate, die gebe ich schnellstmöglich, meistens (im Normalfall) innerhalb von 2 Tagen wieder fertig zurück, aber mit dieser einen Aufgabe stand ich halt immer auf dem "Kriegsfuß", hatte darin nie so wirklich einen Überblick. 

Ja, dieser heutige Tag hat mich seelisch mächtig aufgewühlt. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ich diesen Bereich loswerden würde. Im Laufe des Abends, als ich darüber erzählt habe (auch meinem Freund), liefen mir deswegen vor Erleichterung immer mal wieder die Tränen. 

Nach der Arbeit war ich bei der KG. Heute waren die Arme dran. Ich lag auf der Liege und sie bewegte meinen Arm (jeden Arm etwa 10 Minuten lang) in verschiedene Richtungen. Ich sollte den Arm dabei dann immer in die andere Richtung bewegen, wobei sie mit ihrer Hand dabei dann einen Gegendruck erzeugte. Mal einen leichten, mal einen intensiven, so dass ich den Arm kaum noch bewegen konnte, dass es richtig schwer wurde.

Nach der Arbeit waren wir Einkaufen. Als wir zu Hause waren, da ging im Wohnzimmer plötzlich komplett das Licht aus, also auch Fernseher usw. Ebenso im Schlafzimmer (ich wollte eigentlich noch Fahrradfahren). Ich dachte erst an einen "Kurzen", aber alle Sicherungen waren drin. Dann liefen sämtliche Nachbarn im Treppenhaus zusammen, in allen Wohnungen war zur Hälfte (in mehreren Räumen) der Strom weg. Das war gegen 19 Uhr. Der Nachbar über uns, der Lehrer, rief dann unseren Verwalter an. Der meinte nur, dass er da nichts machen könne, wir sollten uns selber darum kümmern. Dann rief er beim RWE an, aber auch dort hieß es, für solche Probleme seien sie nicht zuständig. Er bekam von dort aber die Nummer einer "Tochterfirma". Ein Nachbar war zwischenzeitlich auf der Straße. Alle Laternen waren aus und auch in den anderen Häusern war überall das Licht aus. 

Bis gegen 21 Uhr hatten wir immerhin in der Küche, im Bad und auch hier in der "Essecke", wo der Computer steht, noch Strom. Wir haben hier dann zusammen gesessen und haben uns Radio angemacht, gingen immer mal wieder im Wechsel an den Computer, eine Runde surfen. Wir hatten Hoffnung, dass es jeden Moment wieder richtig klappt (mit dem Strom). Dann kamen zwei Facharbeiter in unser Haus, gingen kurz in den Keller. Im Treppenhaus war so ein "Tumult", dass auch ich raus ging, gucken wollte, was jetzt los wäre. Die Hauptstromleitung im Keller wurde abgestellt. Ein Hauptkabel in dieser Straße war defekt, die Reparatur würde etwa 2 bis 3 Stunden dauern. Dann war hier kompletter Stromausfall (ab etwa 21 Uhr).

Ich habe zum Glück einen kleinen "Tick". Ich sammel Taschenlampen. In allen Schubladen sind welche, ebenso an allen Schlüsseln (als Anhänger). Wir holten sofort einige davon raus, machten sie an und legten sie auf Schränke und Regale, so dass wir noch ein bisschen Licht hatten. Ich fing dann an die Tasche für morgen zu packen. Auf Tee muss ich morgen dann ja leider verzichten, da ich den Wasserkocher ja nicht benutzen konnte. Mit den Taschenlampen war es ziemlich umständlich und es dauerte etwas, bis ich die Tasche endlich fertig hatte. Mein Freund hat noch etwas gelesen. Wie schön, wie zu früheren Zeiten, als wir noch Kinder waren, da haben wir beide auch immer mit Taschenlampen gelesen, wenn wir nachts nicht schlafen wollten (Grins).

Gegen 22 Uhr ging mein Freund ins Bett, ihm wurde das Lesen mit Taschenlampe dann doch etwas zu anstrengend. Ich habe noch bis etwa 23 Uhr gelesen. Ich wollte es mir dann ein paar Minütchen auf dem Sessel bequem machen und bin natürlich eingeschlafen. Gegen 1 Uhr ging hier dann wieder alles an. Plötzlich eine "Festtagsbeleuchtung" in der Küche, dem Wohnzimmer, in der Diele. Der Fernseher sprang an, ebenso der Kühlschrank (und der Tiefkühler) und auch der Anrufbeantworter. Alles in allem so viele Geräusche, dass ich wach geworden bin.

So, und jetzt gehe ich ins Bett. Für diesen Tag hat es mir wirklich gereicht. 

Schön war heute, dass ich diesen einen Bereich losgeworden bin (eine schönere Neuigkeit hätte mir heute nicht passieren können). Dass wir aus dem Stromausfall das beste gemacht haben (wir haben hier unsere Witze darüber gemacht, Schattenspiele usw., die Stimmung war echt gut). Dass ich dadurch im Treppenhaus mit den Nachbarn mal wieder ins Gespräch gekommen bin. 

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