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Sonntag, 02.02.2014 (Training)


Der heutige Tag war im ganzen einfach nur super schön. Heute Mittag erst eine Stunde Training, was wieder super gut gewesen ist. Bis auf eine Sache (einer Übung, mit der ich Probleme hatte) ist es total gut gelaufen. 

Während ich beim Training war, hat sich mein Freund mit dem neuen Navi beschäftigt. Hat sich darin die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung anzeigen lassen. Vor ein paar Wochen haben wir im WDR (das gucken wir meistens) einen Bericht über die Villa Hügel in Essen gesehen. Das war total interessant. Dort hat früher die Krupp-Familie gewohnt. Drum herum ist ein sehr großer Park mit vielen Wegen. Die Villa Hügel wurde im Navi dann auch angezeigt. Direkt nach dem Training, als mein Freund mich dort dann abgeholt hat, sind wir dann direkt nach Essen gefahren. Das war eine super gute Idee. Die Ausstellung (über die Familie und alles, was mit der Firma Krupp zu tun hat) war total super interessant. Anschließend noch eine gute Stunde ein Spaziergang durch den Park und das herrliche Wetter, den blauen Himmel genießen.

Ja, das Training war wieder super gut. Wie heißt es doch so schön, über Geschmack lässt sich nicht streiten.... Musikmäßig haben wir halt anscheinend einen anderen Geschmack. In den letzten beiden Jahren lief im Hintergrund immer 1Live. Ich meine, grundsätzlich finde ich es ja gut, wenn im Hintergrund überhaupt etwas Musik läuft, aber bei 1Live gibt es auch immer viele Berichte und Reportagen. Hier zu Hause hören wir meistens WDR 4 oder aber WDR 2. Heute hat er (letztens auch schon mal) WDR 2 angemacht. Das fand ich schon mal echt gut. 1Live ist halt nicht "mein" Sender, aber besser als gar keine Musik im Hintergrund zu haben.

Mit 99 Prozent der Übungen bin ich heute sehr gut klargekommen. Zwischendurch hatte ich nur eine kleine "Flaute". Erst wieder eine Übung fürs Gleichgewicht, das Balancieren mit den Füßen ganz nah voreinander. Damit "ärgert" er mich im Moment bei jedem Training, aber ich kann es trotzdem nicht so richtig. Ich kann so nicht gerade und ruhig stehen bleiben. Danach war ich dann schon etwas "genervt". 

Dann kam eine Übung, die eigentlich ganz einfach ist, bei mir aber absolut nicht geklappt hat. Krummer bzw. gerader Rücken. Beim Katzenbuckel, also auf allen Vieren kann ich diesen "Wechsel". Auch wenn ich so runter gehen soll, mal mit geradem Rücken bücken, mal mit krummen Rücken runter gehen. Heute sollte ich jedoch im Stehen mit dem Oberkörper nach vorne gehen, in die Waagerechte. Dort dann diesen Wechsel, mal krumm, also LWS hoch drücken, dann wieder gerade, also einschließlich der BWS, Schultern nach hinten. Daran bin ich bald "verzweifelt", das ging ja gar nicht. Erst gerader Rücken. Dann habe ich versucht, die LWS nach hinten, also nach oben zu drücken. Das klappte aus dieser Position heraus gar nicht. Die Schultern gingen allerdings nach vorne. Dann wieder gerade, aber ich war völlig in der "Mitte", versuchte zwar, die LWS wieder gerade zu halten, aber die Schultern, der BWS-Bereich war völlig krumm, nach vorne. Es folgten Korrekturen ohne Ende, ich habe alles versucht, kam aus dieser "Mitte" zwischen gerade und Krumm aber nicht mehr raus. Ich wurde dabei immer genervter, weil so eine einfache Übung einfach nicht klappen wollte.

Danach war ich kurze Zeit dann etwas "durch den Wind", nicht mehr so ganz bei der Sache. Als nächstes wieder diese Grundhaltung (stehen, mit dem Oberkörper runter zur Waagerechten, gerader Rücken). Dann mit den Hanteln verschiedene Bewegungen. Im Grunde ganz einfach, zuerst klappte es auch echt gut. Aber dann sprach er mich auf den Rücken an (gerader halten) und schon war ich raus aus dem Rhythmus (der Bewegungen). Das hat mich total geärgert. Ich war dann aber schnell wieder drin. Ein paar weitere Durchgänge, dann sprach er mich nochmals auf den Rücken an (ich war dabei total auf die Arme konzentriert) und schon habe ich mich wieder "verheddert", machte wieder falsche Bewegungen. Das war mir in diesem Moment dann schon peinlich, zweimal den gleichen blöden Fehler bei einer Übung. 

In dem Moment habe ich dann gedacht, "Na super, das war es jetzt", jetzt kommen von ihm Kommentare und "Vorwürfe", dass ich mich dabei mehr konzentrieren soll. Aber nichts dergleichen. Er blieb völlig ruhig und gelassen (das fand ich echt gut) und meinte, dass es kein Problem ist, wenn ich die Bewegungen in einer anderen Reihenfolge durchführen würde. Nach dieser Übung wurde ich dann zum Glück auch wieder ruhiger. Bei den nächsten Übungen war ich dann wieder viel konzentrierter, der Rest hat dann wieder sehr gut geklappt.

Bei einer Übung musste ich noch mächtig kämpfen. Auf dem Rücken liegend, hoch zur Brücke und auf der Stelle laufen. Bei ihm ist das noch schwerer als bei der KG. Die Füße aufstellen, also auf die Fersen, dadurch hat man im Schienbein noch viel mehr Spannung als normal. Bei einem weiteren Durchgang die Beine ein Stück weiter nach unten, Richtung Fußende. Dabei kann ich die Füße dann kaum noch vom Boden anheben. Die ganze Zeit mit dem Rücken oben bleiben. Umso länger ich das machen soll, umso mehr verspanne ich mich innerlich im ganzen. Wenn die Spannung im Oberschenkel dann zu groß wird, dass ich kurz vor einem Krampf stehe, breche ich diese Übung dann lieber immer ab. Aber trotzdem, so oft und intensiv, wie ich diese Übung seit 2009 im Rahmen der KG und auch beim Training schon geübt habe, ist es halt ein kleiner Traum von mir, das irgendwann mal richtig zu können. Aber bis dahin wird es sicherlich noch etwas dauern.

Bezüglich Dienstags habe ich ihm Bescheid gesagt, dass ich dann zukünftig lieber Fahrradfahren werde. Ich sage mal so, das ist auch eine "Einstellungssache". Natürlich ist es schön und ich freue mich auch darüber, wenn die Anderen aus der Gruppe (Wassergymnastik) mich ansprechen, was los ist, weshalb ich Dienstags nicht mehr kommen würde, dass sie sich freuen würden, wenn ich weiterhin daran teilnehmen würde. Selbstverständlich freue ich mich darüber, wenn andere mir sagen, dass sie gerne was mit mir zusammen machen würden. Aber ich habe bereits mit mehreren Personen über meine Gründe gesprochen. Und wenn man dann immer wieder darauf angesprochen wird, dann nervt es halt irgendwann. Dass die Anderen einen nicht für "voll" nehmen, meine Entscheidung einfach nicht akzeptieren wollen. Ich bleibe aber weiterhin bei dieser Entscheidung, da ich auch Angst davor habe, dass es mir seelisch sonst irgendwann zu viel werden könnte, wenn ich weiterhin jeden Tag einen Termin nach der Arbeit habe. 

Das Training werde ich so ganz bestimmt beibehalten (das ist mir "therapiemäßig" am wichtigsten), zumal der zweite Termin ja auch Sonntags Mittags ist, was ich inzwischen total gut finde (mein Freund ebenfalls), da wir anschließend, so wie heute, noch schöne Ausflüge machen können. Die KG am Montag werde ich ebenfalls beibehalten. Die Wassergymnastik ist mein reines "Hobby", das Spaß macht, auch mal raus unter Leute kommen, mit anderen Reden und Spaß haben. Aber einmal die Woche reicht dabei dann auch eigentlich. Wenn Dienstags die zweite Gruppe Wassergymnastik geblieben wäre, dann wäre ich dabei geblieben, aber wegen dieser Änderung mit dem Aqua-Jogging habe ich mir halt so meine Gedanken gemacht, was mir wirklich wichtig ist, was ich lieber machen möchte. Und da das Fahrradfahren in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist, habe ich mich halt dafür entschieden. Wenn ich eine "Leistungsschwimmerin" wäre, dann müsste ich natürlich mehr im Wasser trainieren, aber davon bin ich halt "Lichtjahre" entfernt. Auch wenn ich Schwimmen immer schon toll finde und es auch gut finde, wenn andere es gut können und damit Erfolge haben, es liegt mir halt nicht, Wasser ist halt nicht mein "Element" (ich meine, darin zu schwimmen mit dem Kopf unter Wasser), dann bleibe ich lieber bei der Wassergymnastik, das macht mir auf jeden Fall echt Spaß. Aber einmal in der Woche reicht dann auch.

Ja, und heute Nachmittag waren wir dann in Essen in der Villa Hügel (der Eintritt für das Gelände einschließlich Parken, Besichtigung der Ausstellung und dem Park rund um die Villa für jeden Erwachsenen 5 Euro). Erst etwa 1,5 Stunden in der Ausstellung (im Gebäude) und anschließend noch rund eine Stunde im Park. Schöner hätte dieser Tag gar nicht werden können. Die Ausstellung war super interessant. Zuerst im Hauptgebäude, wo früher die Familie gewohnt hat. Alles ist total groß (hohe Decken usw.). An den Wänden hängen sehr große Gemälde, zum Teil mehrere Meter hoch und breit, sehr imposant. Total realistisch, man hat das Gefühl, dass die Menschen "leben", sich jeden Moment zu einem umdrehen würden. Ich habe mir jedes Bild in Ruhe angeguckt. Auch die Bibliothek war sehr interessant, mit vielen Büchern aus der Jahrhundertwende. 

Im Nebengebäude dann eine Ausstellung über die Krupp-Familie mit vielen Fotos. Zum einen unterstützt die Stiftung Krupp auch viele Sachen. Zum Beispiel das SAR-Schiff, das Rettungsboot, das wir im Emdener Hafen besichtigt haben. Dort war ein Modell von diesem Boot. Total gut gemacht, mit vielen Details, die mich sofort an unsere Besichtigung erinnert haben. Auch vielen Sachen aus dem damaligen Leben. Der Schultasche, dem Matheheft, einem Notizblock, Manschettenknöpfe, der Speisekarte von der Hochzeit und vieles mehr. Sehr interessant waren Zeitungsausschnitte, die dort ausgestellt waren. Auch aus den 90er Jahren bis Anfang 2000. Alles rund um Familie Krupp. Aber es hing dort immer die ganze Seite von der jeweiligen Zeitung. Ich las mir dann auch die anderen Berichte durch, was hier damals so losgewesen ist. Schneechaos, dass die "Quengelware" aus dem Kassenbereich verschwinden soll usw. Es waren mehrere sehr interessante Artikel dabei. 

Danach wollten wir noch "eine Runde" durch den Park laufen. Letztendlich waren wir dann noch rund eine Stunde unterwegs, bis wir dann schließlich wieder am Auto waren. Wir waren beide mächtig kaputt. Ich hatte außerdem mächtig Hunger. Weil mein Freund auch so kaputt war und keine Lust zum Kochen hatte, fuhren wir dann noch bei einer "Pommesbude", beim "Griechen" vorbei. Dort bekam ich dann spontan Lust auf eine Cola, das habe ich schon seit Ewigkeiten, bestimmt seit Monaten nicht mehr getrunken. Eine 0,5 Liter Flasche, die ich dann fast auf "Ex" getrunken habe. So einen Durst hatte ich schon lange nicht mehr, das war aber auch mal wieder super lecker (mal wieder ein anderer Geschmack neben Tee, purem Wasser und Kaffee). 

Zu Hause haben wir uns nach dem Essen dann erst etwas hingelegt, ein Stündchen geschlafen. Wir konnten beide nicht mehr. Anschließend habe ich mich dann noch etwas um den Haushalt gekümmert, aber nur noch das Nötigste. 

Zum Glückstagebuch: Heute war alles schön. Das Training war schön, hat Spaß gemacht. Die Musik im Hintergrund war schön. Mein Gewicht war heute morgen bei 79,6 Kilo, also unterhalb von 80, auch darüber habe ich mich gefreut. Die Ausstellung in der Villa Hügel war sehr interessant. Der Park war sehr schön, da möchten wir im Frühling bzw. Sommer nochmals in Ruhe hin fahren. Das Wetter war sehr schön, strahlend blauer Himmel, zwar kühl, aber immerhin windstill. Die Cola war lecker, endlich mal wieder ein anderer Geschmack. Cola light übrigens, also nicht zu viele Kalorien. 

 

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