• kostenlos mitmachen

Mittwoch, 29.01.2014 (Training)


Heute war seelisch ein mächtiges "Auf und Ab". Aber auch am heutigen Tag gab es mehrere schöne, sehr positive Situationen.

Zum einen war das Training wieder super gut. Es war zwar zum Teil für die Arme sehr intensiv, bei den Liegestützen (nach intensivem Hanteltraining) hätte ich beinahe schlapp gemacht, kam dann kaum noch hoch, aber ich bin trotzdem happy, wie gut ich es im ganzen geschafft habe. Dabei haben wir wieder mehrere gute Gespräche geführt. Mit ihm kann man halt einfach gut reden und zum Teil kommen von ihm dann Reaktionen bzw. Antworten, über die ich dann einfach nur Grinsen muss..... 

Dann habe ich mich so richtig für meine Kollegin gefreut (mit der ich in einem Büro zusammen sitze). Sie hatte bisher nur einen Zeitvertrag und hat heute nun endlich ihren festen Vertrag bekommen. Ich habe zwar die ganze Zeit damit gerechnet, dass sie einen festen Vertrag bekommen wird, aber es ist natürlich immer besser, wenn man es endlich "schwarz auf weiß" in der Hand hat. 

Sie bekam den Vertrag allerdings in einem für mich "schlechten" seelischen Moment, so dass meine Stimmung zunächst abwärts ging, später dann aber wieder steil bergauf. Das hatte dann aber auch mit meinem neuen "Glückstagebuch" zu tun, darüber habe ich vorhin noch mit meinem Trainer gesprochen. Das Buch ist echt klasse, darüber habe ich mich wirklich gefreut. Es geht darin inhaltlich darum, dass Glück für jeden Menschen etwas anderes bedeutet, das ist was ganz individuelles, jeder Mensch freut sich über andere Sachen. In diesem Buch werden verschiedene Situationen in ganz unterschiedlicher Weise dargestellt, zum Teil so richtig schön ironisch formuliert, einfach herlich!! 

Bei der gestrigen Betriebsversammlung wurde bereits gesagt, dass das Seminar "Konflikte lösen", für das ich im Februar bereits angemeldet bin, seelisch zum Teil sehr aufwühlend ist. Es geht dabei halt um verschiedene Situationen, in denen Konflikte entstehen können, in die sich jeder Mensch gut reindenken bzw. reinversetzen kann. Das traue ich mir seelisch aber nicht zu. Bereits bei dem gestrigen Vortrag über psychische Belastungen am Arbeitsplatz wurden Situationen erwähnt, die mich betrafen, bei denen ich schon mächtig schlucken musste (bevor mir ein paar Tränen kommen, ich stand zeitweise kurz davor). Meine Kollegin hat mir diese "innere Unruhe" bereits angemerkt bzw. angesehen. Sie steht bisher nicht auf der Teilnehmerliste (beim Konflikte lösen), weil das Seminar bereits voll ist. Heute Vormittag habe ich dann zu ihr gesagt, dass ich Angst davor habe (dass mir dabei dann wirklich die Tränen kommen, dafür bin ich nicht stabil genug), ob wir nicht tauschen sollen, dass sie meinen Platz dafür einnimmt. Sie ist seelisch viel stärker und selbstbewusster als ich.

In diesem Moment kam zufällig mein Kollege an unserem Büro vorbei und ich sprach ihn direkt darauf an (dass ich daran nicht teilnehmen möchte). Er ging sofort darauf ein, dass das kein Problem ist, das wäre meine Entscheidung, dazu könne mich keiner "zwingen". In diesem Moment wären mir vor Erleichterung dann wieder fast die Tränen gekommen, in dem Moment musste ich total kämpfen. 

Ja, und kurz danach kam dann unser Chef und gab meiner Kollegin ihren festen Vertrag. Ich habe mich zwar total für sie gefreut, hatte in diesem Moment jedoch auch ganz andere Gedanken. Ich hatte plötzlich Angst, Angst um meine Arbeit. Auch wenn ich auch einen festen Vertrag habe (seit 1998), trotzdem hatte ich in diesem Moment Angst, vielleicht war es auch eine gewisse "Eifersucht". Nachdem ich kurz vorher erst von dem Seminar zurückgetreten bin, hatte ich plötzlich Angst, dass ich deswegen Probleme bekommen könnte, dass sie, jetzt mit dem festen Vertrag, mehr oder weniger meine Aufgaben übernehmen wird. Dass ich dort dann "überflüssig" werde, seelisch nicht mehr "tragbar" bin (obwohl ich meine Arbeit ja soweit im Griff habe). Ja, und mit "Gruppen" habe ich ja so meine Probleme und mir war es sofort klar, dass sie deswegen in Kürze einen Ausgeben wird, also das nächste Treffen unserer Abteilung bevorstehen wird. 

Ich stand dann seelisch erstmal etwas "neben mir", konnte mich gar nicht so richtig mit ihr bzw. für sie freuen. Ja, aber dann musste ich an das Glückstagebuch denken. Wir sind ja zusammen im Empfangsbereich, alleine kann man diesen Bereich (mit Telefonzentrale, verschiedenen Aufgaben, z. B. Diktaten usw. und einschließlich dem Empfang) nicht schaffen. Das haben wir beide schon gemerkt, wenn der Andere gefehlt hat. Außerdem hat jeder von uns auch seine eigenen Aufgaben. Im Laufe des Tages wurde ich seelisch dann wieder ruhiger. 

Wenn sie nicht übernommen worden wäre, dann hätten wir auf jeden Fall jemand Neues gebraucht. Wer weiß, wer dann gekommen wäre.... Wir verstehen uns halt echt gut. Und auch, wenn wir charakterlich völlig verschieden sind, "trotzdem" verstehen wir uns echt gut und ergänzen uns arbeitsmäßig auch sehr gut. 

Im Laufe des Nachmittages kam mir dann eine Idee für ein Geschenk, womit ich ihr für den Vertrag gratulieren möchte. Nach der Arbeit hatte ich ja noch Training. Die Geschäfte waren nicht gerade leer. Ich flitzte dann direkt los und habe mich echt gefreut, als ich die Sachen, die ich haben wollte, dann auch bekommen habe (z. B. Blumen, ich hoffe, dass ich sie morgen früh "heil" ins Büro bekomme).

Dann hatte ich noch 10 Minuten Zeit bis zum Training, etwa einen Kilometer bis zum Trainingsraum, immer etwas bergauf (sonst laufe ich meistens etwa 15 Minuten). Ich bin dann fast gerannt und habe es tatsächlich geschafft, bin dort pünktlich angekommen (auch darüber habe ich mich gefreut, dass ich es pünktlich geschafft habe).

Das Training war im ganzen echt gut. Ich war echt überrascht darüber, wie viel ich inzwischen schon mit den Armen schaffe (auch mit den 5 Kilo Hanteln). 

Nur eine Übung habe ich mich nicht so richtig "getraut", auch wenn ich sie vielleicht ganz ohne Probleme geschafft hätte. Auf dem Rücken liegend, mit den Hanteln, die Arme gestreckt nach oben. Dann die Arme zu den Seiten runter, in die Waagerechte (so weit wie möglich) und wieder hoch zur Senkrechten. Das haben wir bei der KG 2009, nach vielen Jahren sportlicher Pause, mit den 1 Kilo Hanteln geübt. Das fiel mir damals so unendlich schwer. Wenn ich die Arme erstmal unten hatte, in der Waagerechten, dann musste ich für den Übergang, sie wieder hoch zu bekommen, so unwahrscheinlich kämpfen. Vorhin habe ich mich dann nicht getraut, mit den Armen bis auf den Boden zu gehen, ging nur etwa bis 3/4 runter. Über diese "Strecke", von 3/4 wieder hoch bis zur Senkrechten war diese Übung dann relativ leicht, das habe ich dann sehr gut hinbekommen (mit einigen Wiederholungen). Vielleicht hätte ich es auch vom Boden aus (aus der Waagerechten) relativ gut geschafft, aber das habe ich mir halt nicht so richtig zugetraut. 

Zwischendurch hatte ich nur kleine Probleme mit meinem Fuß, weil ich einen leichten Krampf hatte. O. K., das hätte ich vielleicht meinem Trainer sagen sollen, weil ich dadurch auch etwas von den Übungen (von der Bauchspannung usw.) abgelenkt war, aber es war halt nur ein kleiner Krampf und ich habe gedacht, dass er gleich eh von alleine wieder weg gehen würde (mit der Zeit ging er auch wieder weg, aber es hat dennoch etwas gedauert). Auf dem Bauch liegend, Beine im ganzen fest anspannen, mit dem Oberkörper etwas hoch kommen und oben dann verschiedene Bewegungen mit den Armen. Vielleicht war ich dabei in den Beinen etwas zu sehr angespannt, auf einmal kriegte ich im rechten Fuß, in den Zehen einen Krampf. Also "Augen zu" und weiter ging es. Zwischendurch habe ich immer mal wieder versucht, den Fuß, die Zehe zu bewegen, wieder etwas zu lockern. Als danach dann die Übungen auf dem Rücken liegend kamen (mit den Hanteln), da war ich total auf die Arme und den Fuß konzentriert. Mit den Armen immer wieder hoch und den Fuß, die Zehe immer wieder etwas bewegen, den Krampf wieder lockern. Dadurch habe ich den Bauch völlig vergessen, lag mächtig im Hohlkreuz, wofür dann natürlich so einige Korrekturen kamen. Darauf hat er dann total geachtet, dass ich den Rücken immer wieder gerade runter drücke. 

Aber ansonsten war das Training im Ganzen wieder total super gut. Morgen Abend geht es dann sportmäßig wieder mit der Wassergymnastik weiter, die Schwimmtasche habe ich schon gepackt. Bezüglich Dienstags habe ich mir jetzt überlegt, dass ich mich damit nicht unter Druck setzen will. Manchmal habe ich Angst, dass mir alles zu viel werden könnte. Montags KG, Dienstags Schwimmbad, Mittwochs Training, Donnerstags Schwimmbad und Sonntags Training. Donnerstags werde ich die Wassergymnastik beibehalten, aber Dienstags werde ich demnächst in jeder Woche individuell entscheiden, wofür ich Lust habe (die anderen Termine, insbesondere das Training, werde ich so auf jeden Fall beibehalten!!). Wenn ich keine Lust aufs Schwimmbad habe, dann werde ich Dienstags Fahrrad fahren. Das tut mir auch immer wieder gut. Und insbesondere im Sommer, wenn ich abends alleine zu Hause bin (wenn mein Freund arbeiten ist), dann werde ich bestimmt auch Dienstags mal wieder ins Schwimmbad gehen, raus unter Leute, nicht zu viel alleine zu sein. Den Dienstag werde ich demnächst dann individuell entscheiden, worauf ich gerade Lust und Laune habe, Schwimmbad oder Fahrrad fahren. 

Ja, schön war heute, dass meine Kollegin den festen Vertrag bekommen hat. Dass ich das Geschenk für sie bekommen habe. Dass ich es trotzdem pünktlich zum Sport geschafft habe. Dass ich die Hantel-Übungen für die Arme so gut geschafft habe. Dass das Training im ganzen wieder gut war. Und dass ich mir wegen dem Seminar (Konflikte) keine Gedanken und "schlaflose Nächte" mehr machen muss, dass ich das mit Kollegen tauschen darf und mich dann stattdessen, so wie üblich, lieber um die Telefonzentrale kümmern darf. 

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben