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Freitag, 24.01.2014


Heute ging es mir wieder etwas besser, aber ganz habe ich die Schmerzen im linken Knie immer noch nicht im Griff. Aber das rechte Bein bzw. Knie war deutlich besser (nur noch minimal), das linke ist etwas besser. Beim Laufen merke ich es immer weniger, aber auf Treppen, also unter Belastung ist es zum Teil immer noch heftig. Die ersten Stufen gehen immer, aber umso länger die Treppe ist (z. B. am Bahnhof), umso heftiger wird es dann.

Letzte Nacht hatte ich diesbezüglich einen Traum, der jedoch völlig unrealistisch war. Darin habe ich KG und Wassergymnastik mächtig vermischt. Ich habe geträumt, dass ich die KG bei meiner Physiotherapeutin ganz aufgegeben habe (was ich derzeit nicht vor habe) und stattdessen mit der gestrigen Übungsleiterin (von der Wassergymnastik) die Handynummern getauscht habe, um mit ihr zukünftig (anstelle von KG) einmal die Woche eine halbe Stunde Einzeltraining zu machen. Wie gesagt, das war völlig unrealistisch, da sie keine Physiotherapeutin ist (aber vorstellen könnte ich es mir rein theoretisch wirklich, da ihr Training immer viel Spaß macht und total abwechslungsreich ist!!). 

Ich finde es aber immer wieder gut, wie sie bei der Wassergymnastik auf die einzelnen Teilnehmer eingeht. Sie kennt ihre "Pappenheimer", weiß, wer mit welchen Übungen Probleme hat. Die meisten in dieser Gruppe machen es Just for Fun, aber halt nicht alle. Eine weitere Frau, mit der ich mich sehr gut verstehe, hat ebenfalls große Probleme mit den Knien, ist damit auch in Behandlung. Damit kann sie auch nicht alle Übungen mitmachen. Aber gestern beim Zirkeltraining ging die Leiterin sofort auf diese einzelnen Probleme ein und wenn man an der entsprechenden "Station" war, dann bekam man von ihr automatisch eine "individuelle" Aufgabe, um keine weiteren Schmerzen zu riskieren. Das finde ich gut von ihr, wie sie auf die einzelnen Teilnehmer, auf die einzelnen Probleme eingeht. Daraus ist dann wohl der Traum letzte Nacht entstanden. Grundsätzlich könnte ich es mir vorstellen, eine "Einzeltherapie" von ihr zu bekommen, aber wie gesagt, sie ist ja die Übungsleiterin von der Wassergymnastik, also von der Gruppe. Dieser Traum war im ganzen sehr unrealistisch, aber für mich dennoch rein theoretisch denkbar. Wie heißt es immer so schön, Wenn das Wörtchen Wenn nicht wäre.....

Ja, aber deswegen bin ich auch wirklich am überlegen, was ich Dienstags machen soll. Normalerweise ist sie für die Dienstagsgruppe zuständig. Gestern hat sie sich nur als Vertretung um die Donnerstagsgruppe gekümmert. Ich fände es wirklich sehr schade, wenn ich bei ihr gar kein Training mehr hätte, da ich sie wirklich sehr mag. Und bevor die zweite Gruppe am Dienstag "freigegeben" worden ist, war ich Dienstags ja auch nur in der ersten Gruppe (die zweite Gruppe war früher nur für einen bestimmten Personenkreis, aber mangels Teilnehmerzahl wurde daraus dann eine "normale" Gruppe für alle). 

Ich glaube nur nicht, dass ich dort anschließend noch in Ruhe etwas Schwimmen kann (es dort hin und wieder zumindest noch etwas üben kann). Ich meine, schlecht wäre es natürlich nicht, wenn ich darin mal wieder etwas sicherer werden würde. In der zweiten Gruppe, die dann Aqua-Jogging macht, sind auch die beiden Frauen, mit denen ich befreundet bin, mit denen ich letztens verabredet war. Beide haben gestern sofort wieder auf mich eingeredet. Ich bräuchte im großen Becken keine Angst zu haben, solle ganz nah am Rand bleiben (um mich dort jederzeit festhalten zu können) und sie würden auch ganz bestimmt auf mich aufpassen und mir notfalls auch helfen. Außerdem sind im und am Rand des großen Beckens (als Aufsicht) immer genug Personen, die mir notfalls helfen könnten (auch die echt guten Schwimmer vom Verein). Natürlich, das weiß ich ja alles, aber trotzdem bin ich diesbezüglich total unsicher und ängstlich, was ich nicht einfach so "abschütteln" kann (ich war halt noch nie die beste Schwimmerin). 

Ich wünschte, ich wäre damals in der Schule nicht gesprungen, als ich auf dem Sprungbrett stand. Es sind nur die wenigsten aus der Klasse gesprungen, wir sollten dort eigentlich nur ein Gefühl dafür bekommen (wie es ist, wenn man da oben steht). Es hat keiner damit gerechnet, dass ich wirklich springen würde. Es war bei mir dann ja auch eine totale "Kurzschlussreaktion", völlig ohne nachzudenken. Vielleicht aber auch gerade deswegen, weil keiner damit gerechnet hat, weil es mir im Grunde keiner zugetraut hat. Um den Anderen und auch mir zu "beweisen", dass es auch mich gibt, dass auch ich Sachen kann, nicht nur die Anderen. Ja, aber bis zu diesem Zeitpunkt war ich (auch in meiner Schwimmgruppe im Verein) sehr oft  auch im tiefen Becken zum Schwimmen, hatte bis dahin keine Probleme damit (dort zu schwimmen). Aber in dem Moment, als ich dann auf dem Boden des Beckens stand und wieder atmen wollte, nicht wusste, wo "oben und unten" ist, da wurde mir erstmal bewusst, wie tief dieses Becken überhaupt ist. Ja, und seit dem Moment habe ich halt Angst davor. Danach hatte ich damals noch viele Wochen heftige Alpträume, in denen ich auf dem Boden eines Beckens gelaufen bin, eine Treppe gesucht habe, um dort wieder rauszukommen. 

Die Frauen aus meiner Gruppe bei der Wassergymnastik können diese Angst nicht verstehen. Mein Freund hat für solche Ängste zum Glück vollstes Verständnis. Er hat selber mächtige Höhenangst (damit habe ich zum Glück gar keine Probleme). Er versucht zwar immer wieder, es einigermaßen in den Griff zu bekommen, aber das fällt ihm je nach Situation und auch je nach Tagesform mächtig schwer. Zum einen mit einem Sessellift zu fahren. Davor kann er nichts essen (weil es ihm dabei vor Aufregung schlecht wird) und dabei hält er auch meistens die Augen zu. Im Urlaub sind wir schon mehrmals damit gefahren, z. B. in Rüdesheim die Weinberge hoch (oben ist eine schöne Aussichtsplattform). Oder auch in Koblenz hoch zur Burg. Das war für ihn eine enorme Überwindung. Er blieb die ganze Zeit über stehen (obwohl die Gondel fast leer war) und suchte sich am Deutschen Eck einen Punkt, auf den er die ganze Zeit gestarrt hat. Alles andere drum herum hat er nicht wahrgenommen. 

Oder auch in Düsseldorf. Im Sommer sind wir hin und wieder dort, gehen in der Altstadt oder auch am Rhein spazieren. Im Laufe der Jahre waren wir schon mehrmals auf dem Tunkturm. Da oben ist ein kleines Restaurant drin, auf jeden Fall kann man dort sitzen und was trinken. In den ersten Zeit blieb er nur am inneren Rand, bloß nicht runter gucken. Dann traute er sich etwas näher an den Rand, guckte aber nur in die Ferne. Dann hat er es einmal geschafft (seitdem waren wir nicht mehr da oben, das eine Mal hat ihm gereicht) mit an den Rand zu kommen. Wir haben uns dort hingesetzt, haben was getrunken und er hat runter zum Medienhafen geguckt. Das war für ihn eine enorme Überwindung (ich finde die Aussicht von da oben interessant, was man von dort aus alles von Düsseldorf sehen kann). Ja, und seitdem findet er immer wieder andere "Ausreden", um bloß nicht mehr da hoch zu müssen. Deswegen kann er meine Ängste auch sehr gut verstehen.

Er bekommt totale Panik, wenn er eine Raupe sieht. Die hatten wir hier im Laufe der Jahre ein paar Mal. Dann "dreht" er total auf und ruft mich sofort (er wird dann total übernervös und hektisch, das Gegenteil, was er sonst eigentlich ist). Ich nehme dann ein Blatt Papier oder ein Tempo und mache sie weg. Das macht mir nichts aus. Dafür kriege ich halt Panik, wenn ich eine größere Spinne sehe. Kleine kann ich "akzeptieren" oder besser gesagt ignorieren, beobachte sie aber dennoch, wohin sie sich bewegen. Aber bei größeren Spinnen (des Öfteren hier im Keller) kriege ich voll die Panik. Ich lasse dann alles stehen und liegen (auch die Wäsche) und hole erstmal meinen Freund. Solange die Spinne dann dort an der Wand ist, gehe ich keinen Schritt in den Keller. Oder auch Wespen bzw. Bienen, ich habe immer wieder Angst, dass ich nochmals gestochen werden könnte, auch wenn es in meinem Leben bisher nur einmal passiert ist (als 3jährige unter den Fuß). Ich habe keine ruhige Minute mehr, habe totale Angst, wenn eine Biene in meiner Nähe ist. 

Ja, und deswegen kann er meine Ängst auch total gut verstehen. Jeder Mensch ist halt anders. Auf der Arbeit habe ich inzwischen mit meinem Kollegen über meine Angst vor diesem kleinen Aufzug gesprochen, dass ich damit noch nicht in den Keller gefahren bin (ich habe totale Angst davor, darin stecken zu bleiben). Das war mir zwar total peinlich, aber er ist zum Glück darauf eingegangen, hat mir dann gezeigt, wie ich auch über die Treppe dorthin komme (welche Türen, welcher Weg das dann ist). In Kürze will ich dann endlich mit der Ablage der Akten voran kommen. Sobald ich die Knie wieder besser im Griff habe, also weniger Schmerzen und die Treppe (wir sind dort in der ersten Etage) besser laufen kann. Dann habe ich einiges zu tun, muss einiges wieder aufarbeiten.

Ja, aber die Frauen aus der Gruppe von der Wassergymnastik haben dafür viel weniger Verständnis. Wenn ich das große Becken sehe, dann sehe ich nicht das Wasser. Ich gucke automatisch runter zum Grund, auf den Boden, wie tief es dort ist (werde dann sofort nervös). Wenn ich dorthin komme, dann ist dort immer gerade eine Gruppe in "Action", die dort zügig ihre Bahnen schwimmt. Das registriere ich dann gar nicht so. Dann ist das Wasser so in Wallung, dann sieht man den Boden nicht, dann sehe ich nur, dass dort halt welche Schwimmen und gehe dort sofort vorbei ins kleine Becken, zur Wassergymnastik (im Nebenraum). Aber Dienstags können wir dort anschließend ja auch noch schwimmen gehen, was mehrere aus meiner Gruppe regelmäßig machen. Dann ist das Wasser relativ ruhig (dann ist dort nicht so viel los). Die Anderen haben mir dann schon mehrmals zugerufen oder kurz gewunken, dass ich dort auch noch reinkommen soll. Aber sobald ich dann nur einen Schritt auf das Becken zugehe (so wie letztes Jahr an Karneval, als ich aus dem kleinen Becken raus kommen sollte und kurz überlegt hatte, eventuell doch ins große Becken zu gehen), dann gucke ich sofort runter, auf den Boden des Beckens. Wie tief das ist, dass ich dort nicht stehen kann (wenn ich die Beine beim Schwimmen mal wieder nicht unter Kontrolle habe). Dann werde ich sofort total nervös und mein Herz fängt an zu rasen, klopft dann "bis zum Hals". Dann will ich nur noch weg da. Ob ich diese Angst in den Griff bekommen würde, wenn ich beim Schwimmen sicherer wäre, das weiß ich nicht. Ich war beim Schwimmen halt immer schon unsicher und super langsam und war zuletzt in der 5. Klasse mittig in einem großen Becken Schwimmen. Seitdem, wenn ich im Wasser war, nur noch im flachen Bereich, wo ich überall stehen kann. Und im Meer, in unbekannte Tiefen (oder auch Seen) gehe ich eh nie Schwimmen.  

Ich habe halt auch ein bisschen Angst davor, wenn ich Dienstags dorthin gehe, dass die Frauen dann keine Ruhe geben und diesbezüglich immer wieder auf mich einreden. Eine Frau fing damit ja am Donnerstag schon wieder an, bleib am Rand, ich passe auf dich auf. Aber wie heißt es doch so schön, Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser!! 

Ja, und gerade was das Wasser betrifft. Das wollte mir damals ja schon meine Lehrerin zeigen, dass "nichts" passieren kann, dass mir notfalls auch andere helfen können, was dann schief gegangen ist (das letzte Mal, dass ich im tiefen Wasser war). Als wir den "Rettungsgriff" üben sollten, uns aus dem Wasser rausziehen sollten. "Rettungsgriff" schön und gut, aber das klappt halt auch nicht immer. So wie bei dem Jungen aus meiner Klasse, der mich nicht richtig halten konnte, plötzlich losließ und schon war ich unter Wasser. Er war darüber selber so erschrocken, dass er mich nicht halten konnte und hat dann auch nicht reagiert. Ein anderer Schüler, der neben uns war, griff direkt zu und holte mich wieder hoch. Das ging alles viel zu schnell, so schnell konnten wir beide nicht reagieren. Auch wenn ich es total gut finde, wenn jemand so was richtig kann, die richtigen Griffe kann und einem im Notfall auch wirklich richtig helfen kann (ich kenne inzwischen im Verein mehrere Personen, die diese Ausbildung haben), trotzdem habe ich das Vertrauen in eine solche Hilfe damals halt etwas verloren. Wie gesagt, Vertrauen ist gut, aber Kontrolle, seinen Körper selber im Griff zu haben, ist viel besser!! 

 

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