• kostenlos mitmachen

Mittwoch, 15.01.2014 (Training)


Heute Abend hatte ich ja wieder Training, was wieder total super war. Tagsüber habe ich etwas aufgeräumt. Ich nehme mir in unserer Wohnung im Moment Stück für Stück die Ecken (Schränke/Schubladen) vor, um die ich mich schon länger nicht mehr gekümmert habe. Alles, was ich schon lange nicht mehr brauchte, wandert in den Müll. Umso mehr ich jetzt mache, umso weniger Arbeit werden wir dann beim Umzug haben. 

Im Vergleich zu gestern ging es mir heute wieder viel besser. Dieses ständige Auf und Ab nervt mich total. Heute habe ich vom Husten kaum was gemerkt, nur der Schnupfen war zeitweise nervig. Aber im Grunde auch nicht schlecht, wenn die Nase öfters mal läuft, dann löst sich halt endlich alles. Auch wenn ich keinen Bock auf "die" Frau (vom Unfall) habe, trotzdem möchte ich endlich mal wieder an der Wassergymnastik teilnehmen. Das ist halt auch ein Hobby von mir, macht mir halt auch Spaß. Abgesehen davon, dass das für meinen Körper, für meine Muskulatur auch gut tut. Mit dem Schnupfen, wenn ich immer mal wieder ein Tempo brauche, kann man es vergessen, aber ich hoffe, dass ich nächste Woche damit weitermachen kann. 

Mein Freund hat die nächsten beiden Tage frei. Er hatte noch so viel Resturlaub und auf der Arbeit im Moment relativ wenig zu tun. Als er gestern Abend nach Hause kam und ich im Sessel "hing", völlig neben mir, da bekam er einen Schrecken. Er hat heute seinen Chef gefragt, ob er den Rest der Woche frei haben könnte (was gar kein Problem war), damit er sich ein bisschen um mich kümmern kann, mich ein bisschen "ablenken" kann, solange ich den Krankenschein habe. 

Da auf unsere Bahnen nicht immer Verlass ist, wollte ich heute zum Training laufen. Auch mein Freund hat mich darin bestärkt. Ein bisschen an der Luft zu laufen, das könne mir ganz bestimmt nicht schaden. Ich laufe ja etwa eine halbe Stunde bis zum Trainingsraum (im Schwimmbad). Als ich gerade loslaufen wollte, da rief mein Trainer (übers Handy) an. Im ersten Moment bekam ich einen kleinen Schrecken, dass es ausfallen würde, weil ich mich darauf wirklich gefreut habe (das war typisch für meinen ersten Trainer, dass er kurz vorher anrief und den Termin aus verschiedenen Gründen abgesagt hat, auch wenn auf meinen jetzigen Trainer viel mehr Verlass ist, das kann ich halt nicht vergessen). Er hatte vorher einen weiteren Kunden und stand im Stau, wir haben das Training deswegen mal eben um eine viertel Stunde verschoben. Gar kein Problem, an Flexibilität ist er wirklich nicht zu überbieten, dann habe ich mir halt noch etwas Zeit gelassen, bevor ich dann in Ruhe losgelaufen bin.

Unterwegs fing es dann etwas an zu nieseln, halb Regen, halb etwas Schneeregen, ganz fein. Als ich kurz vor dem Ziel war, da wurde es mir mächtig kalt und ich lief etwas schneller. Bis dahin ging es mir gut, ich hatte keinerlei Schmerzen. Dann hatte ich plötzlich im linken Knie ein kräftiges Knacken, einen kräftigen Stich, konnte nicht mehr auftreten. Ich blieb kurz stehen und habe versucht, es wieder etwas zu lockern. In dem Moment habe ich mein schlechtes Gleichgewicht wirklich total verflucht. Ich habe versucht, auf dem rechten Bein zu stehen und links etwas "auszuschütteln". Nach kurzer Zeit löste sich dieser "Krampf" im Knie dann wieder, so dass ich wieder auftreten und normal weiterlaufen konnte. 

Hat mal jemand neue Knie für mich? (Grins....) Das nervt mich wirklich, dieses ständige Kommen und Gehen der Schmerzen. Jetzt ist dort wieder alles in Ordnung. Das kommt immer aus dem Nichts (auf beiden Seiten), ein Knacken, ein Stich, dann habe ich etwas Schmerzen im Knie, aber schon nach "kurzer" Zeit (wenige Stunden später, jetzt merke ich dort nichts mehr) ist alles wieder in Ordnung, so als wenn ich dort nie Schmerzen gehabt hätte. 

Ja, das Training war dann wieder total gut. Zumindest abgesehen davon, dass mein Knie mich dabei zeitweise genervt hat (bei manchen Übungen habe ich es gemerkt) und auch abgesehen davon, dass er im Moment regelmäßig Übungen fürs Gleichgewicht einbaut..... Das sind halt die Übungen, die mich am meisten nerven!! Es klappt bei mir halt nicht so richtig und trotzdem baut er sie immer wieder im Programm mit ein. Ja, ich weiß genau, was er jetzt sagen würde, gerade deswegen baut er sie immer wieder mit ein, umso öfter ich sie durchführe, nur dann kann ich dabei mit der Zeit auch besser werden. Und selbst wenn ich es hin und wieder auch alleine mal versuche, so lange und intensiv wie beim Training mache ich es alleine sowieso nie. 

Beim Training habe ich mich dann total zusammen gerissen, wollte trotz dieser blöden Schmerzen im Knie so gut wie möglich mitkommen. Pure Schonung bringt dann eh meistens nichts. Wenn ich meine Beine dann weiterhin normal bewege, dann gehen die Schmerzen mit der Zeit eh wieder weg. 

Aber das ist bei mir dann das Problem, das ich "verschiedene" Personen kenne (was Schmerzen betrifft), also ich meine jetzt Personen, die mit Schmerzen auf verschiedene Arten umgehen. Zu Hause, bei meiner Mutter, durfte ich ja nie was sagen. Egal was ich hatte, Schmerzen kamen bei ihr (laut ihrer Meinung) immer nur vom Seelischen. O K, wenn ich Stress in der Schule hatte (auch vor allen Klassenarbeiten) hatte ich totale Bauchschmerzen, nahm morgens zum Teil sogar Tropfen gegen diese Schmerzen, aber direkt nach der Klassenarbeit, sobald ich wieder locker war, waren diese Bauchschmerzen wieder wie weggeblasen (daran habe ich letzte Woche auf der Arbeit mit den Bauchschmerzen ja auch gedacht, ob das vom Seelischen her kommen könnte, weil mich dort im Moment so viel beschäftigt, einschließlich der Geburtstage meiner Kollegen und der bevorstehenden Sitzung über "Psychische Belastungen am Arbeitsplatz", was ich mir letzte Woche in den neuen Kalender eingetragen habe......).

Meine Mutter sagte dann immer, hör auf zu stöhnen, es bringt dir eh nichts, du musst trotzdem zur Schule gehen..... Ganz schlimm war es damals, wenn ich in Physik einen kleinen Vortrag halten musste, ein Experiment vorführen musste. In jedem Schuljahr war jeder Schüler mal dran. Physik war ja ein Hobby meines Vaters, er ließ sich dafür immer tolle Sachen einfallen, die er dann mit mir zusammen zu Hause geübt hat. Ich habe dann immer alles gut hinbekommen, aber das "Lampenfieber" davor war vom Feinsten. Wir waren nur 23 Schüler (in meiner Klasse), aber meine Angst davor war immer total groß. Schon Tage vorher hatte ich dann Bauchschmerzen. Meine Mutter hatte damals eine Zeitlang Nierensteine und damit schlimme Schmerzen (Koliken), dafür hatte sie Schmerztropfen, die sie immer und überall mal eben nehmen konnte, wenn die Schmerzen zu heftig werden. Sie sollte davon immer etwa 30 Tropfen nehmen. Wenn meine Bauchschmerzen dann zu heftig wurden und sie mich nicht beruhigen konnte, dann gab sie mir davon etwa 10 Tropfen. Es dauerte dann meistens etwa eine halbe Stunde und dann war ich wieder völlig schmerzfrei. Ja, aber grundsätzlich hielt sie vom "Stöhnen" gar nichts, bevor ich diese Tropfen bekam konnte ich mir erstmal so einige Vorwürfe anhören, dass ich mich endlich wieder zusammenreißen solle. Sie hatte damals im Turnverein ja ihre eigenen Gruppen, auch mit durchschnittlich 20 Personen, vor denen sie regelmäßig "Reden" hielt, also Übungen erklären usw. (was ich mir bis heute nicht zutrauen würde, auch wenn ich genug Übungen bei der Wassergymnastik kenne, auch schon von meiner früheren Gruppe, ich würde mich nie trauen, so wie manche in meiner Gruppe, wenn eine Übungsleiterin krank wird, mal eben spontan die "Regie" zu übernehmen). 

Ja, und dann die Personen, die sofort in ein Schonprogramm verfallen, sobald sie von Schmerzen hören. Dabei denke ich jetzt natürlich an Physiotherapeuten. 99 % der Therapeuten fangen sofort mit einem Schonprogramm an, sobald sie hören, dass es einem nicht gut geht, einschließlich meiner jetzigen Therapeutin, aber auch die meisten von meinen früheren Therapeuten. Nur ganz, ganz wenige ziehen mit einem dann trotzdem ein Programm durch. Ein früherer Therapeut hat dann gar nichts mit mir gemacht, nur hinlegen und Wärme, Wärme, Wärme..... Oder aber Massagen, zwar auch gut, hat aber dennoch nichts mit Muskelaufbau zu tun (was mir bei Schmerzen halt immer am besten hilft). Ja, aber auch dabei halte ich mich dann immer zurück und erwähne so wenig wie möglich von den Schmerzen. Umso mehr ich "stöhne" (und von den Schmerzen erzähle), umso weniger Therapie (zum Muskelaufbau) bekomme ich, umso mehr Schonprogramm ist dann angesagt. 

Ja, und dann ist da mein Trainer......  Er ist das völlige Gegenteil, ging beim Sport (trotz meiner Schmerzen) ja sofort zur "Sache" und hat ausprobiert, wie weit wir gehen können, was ich trotz Schmerzen schaffen kann oder wo meine Grenzen sind. Das fand ich bei ihm von Anfang an ja so gut, dass er dabei nicht so ängstlich ist, wie die ganzen Physiotherapeuten. Ja, aber dennoch ist er der "Leidtragende", weil ich mich auch bei ihm (so wie vorhin mit dem Knie) immer total zusammen reiße. Auch wenn er immer wieder sagt, dass ich den Mund aufmachen soll, wenn ich Probleme habe (er ist total flexibel, dann kommt sofort eine andere Übung, aber ganz bestimmt kein Schonprogramm), trotzdem sage ich es auch ihm relativ selten, wenn ich Probleme habe. Aber er kennt mich inzwischen ja auch schon über zwei Jahre und merkt es mir zum Teil auch an. 

Am schlimmsten war eine Übung (für die Knie) auf dem Kasten. Also der Kasten stand vor der Sprossenwand, daran festhalten (zum Stabilisieren), mit einem Bein auf den Kasten und dann hoch und runter, also so weit runter, bis das andere Bein auf dem Boden ist und wieder hoch bis zum geraden Stehen. Das war ganz schlimm, dabei hatte ich im linken Knie (hinter der Kniescheibe) dann ganz heftige Stiche (sobald ich Spannung ins Bein brachte), das tat ganz heftig weh. Wie hieß es früher immer so schön, "Ein Indianer kennt keinen Schmerz" (auch ein typischer Spruch von meiner Mutter), also Augen zu und durch. Aber er hat zum Glück gemerkt, dass ich dabei Probleme hatte und bei der Wiederholung dieses "Blocks" hat er dann improvisiert, ließ diese Übung weg und es kamen andere Sachen. Auch darin ist er einmalig, meine Physiotherapeutin hätte sofort die Therapie abgebrochen, wäre entweder zu einer leichten "manuellen Bewegungs-Therapie" oder zu einer Massage übergegangen. Bei ihm kamen stattdessen dann halt andere Übungen (leichte Kniebeugen, nicht zu tiefe, dabei mit den Armen verschiedene Hantel-Übungen), was ich sehr gut hinbekommen habe.

Ja, aber auch, wenn ich bei ihm bei solchen Problemen ruhig offen sein könnte, ihm ruhig offen alles sagen könnte, trotzdem bin ich diesbezüglich halt auch bei ihm sehr still und ziehe das Training (trotz dieser Schmerzen) so gut es geht dann immer durch. 

Die meisten Übungen (auch mit den Hanteln) waren wieder total gut, die habe ich echt gut hinbekommen. Es kommt dabei auch meistens auf die richtige Durchführung an, wie schwer einem eine Übung fällt. Bei manchen Übungen (auch mit den Hanteln) kann man gut eine kleine "Zwischenpause" einlegen, also den Arm kurz zur Entspannung runter nehmen, dann fällt es einem sofort wieder leichter. Ja, aber da achtet er zum Teil auch intensiv drauf. Bei manchen Übungen soll der Arm die ganze Zeit über in Schulterhöhe bleiben (in der Höhe dann verschiedene Bewegungen). Wenn man ihn dann zwischendurch kurz runter nehmen kann, dann ist alles kein Problem, aber ihn die ganze Zeit oben lassen, dann wird es immer und immer schwerer.....!!! (Heute Abend hatte ich in den Oberarmen einen leichten Muskelkater, aber nur ganz minimal.)

Das erinnert mich sehr an früher, an "Kindergeburtstage" oder die Feten in meiner Klasse. Damals hatten wir immer ein kleines Spiel, an dem aber nur die Jungen teilgenommen haben. Zwei leere Flaschen Bier und die Arme so lange wie möglich waagerecht halten. Die meisten Jungen waren damals immer total "großspurig", dass das gar kein Problem wäre, das würden sie auf jeden Fall gewinnen.... Ja, und wir Mädchen haben uns dann immer "abgerollt", wenn sie dann als erstes aufgegeben haben. Meistens haben die "Außenseiter", denen man es nicht so zugetraut hat, das Spiel dann gewonnen. Ja, das geht mehr in die Arme, als man denkt. 

Dann war eine Übung auf dem großen Gymnastikball dabei, die anfangs so leicht aussah, die es aber mächtig in sich hatte. Davor auf die Knie, mit den Unterarmen auf den Ball. Die Übung war so ähnlich wie der "Katzenbuckel" auf allen Vieren, mit diesem Ball aber deutlich intensiver. Mit dem Ball sehr weit vor rollen, so dass der Rücken lang gestreckt wird, die Arme auch weit nach vorne. Dann ganz zurück rollen, mit dem Ball nah an die Beine ran, Kinn auf die Brust, Bauch anspannen und Rücken weit nach hinten raus drücken. Mehrmals langsam vor und zurück und die jeweilige Position, die Spannung etwas halten. Das war sehr intensiv, sehr anstrengend. 

Bei einer Übung konnte ich die Spannung kaum halten. Liegestütze an der Sprossenwand (wie ich letztens beschrieben habe, diagonal davor stehen), dann die Beine etwas auseinander und im Wechsel gestreckt nach hinten heben, oben etwas halten. Eigentlich etwa 5 Sekunden oben halten, aber das habe ich nicht geschafft, etwa so 2 bis 3 Sekunden. Trotz Spannung (ich hatte wohl nicht genug) "klappte" mein Körper (Beine, Hüfte und Bauch) immer wieder nach "innen" bzw. unten weg. Sobald die Spannung nachließ, ging ich mit dem Bein wieder runter. Wieder neue Spannung aufbauen und dann mit dem anderen Bein hoch gehen. Auch das fand ich alles andere als leicht. 

Bei einer Übung habe ich nicht ganz auf ihn (also auf seine Korrekturen) "gehört". Auf alle Viere und dann die Knie etwas vom Boden hochdrücken. Dabei die Beine eigentlich ein Stück auseinander nehmen. Aber dann kann ich es nicht, dann fehlt mir irgendwie die Kraft dazu. Nachdem ich anfangs die Übung auf dem Kasten aber schon nicht konnte, habe ich seine Korrekturen in diesem Fall dann ignoriert, hielt die Beine fest zusammen (totale Spannung in den Beinen) und drückte mich dann etwas hoch, konnte mich oben sogar relativ lange halten (ich meine sogar, etwas länger als sonst, zum Teil klappe ich dabei sofort wieder zusammen). Trotz meiner Probleme mit dem Knie konnte ich diese Übung völlig ohne Probleme und Schmerzen durchführen. 

Nach dem Training war ich mal wieder völlig kaputt und geschlaucht. Die Hälfte der Strecke lief ich dann nach Hause, aber da meine Beine wie "Gummi" waren, lief ich deutlich langsamer als sonst (außerdem geht es auch etwas "bergauf", wenn ich nach Hause laufe). Nach etwa 20 Minuten hatte ich die Hälfte geschafft, in diesem Moment kam eine Bahn (also Straßenbahn), damit bin ich dann den Rest gefahren. Zu Hause war ich erst noch fit, noch etwas "aufgedreht". Als mein Freund von der Arbeit kam, haben wir uns erst noch etwas unterhalten. Gegen Mitternacht kam dann mein total "toter Punkt". Ich konnte plötzlich nicht mehr, meine Beine fühlten sich an wie Blei. Ich wollte mich dann "ein paar Minuten" auf den Sessel setzen. Nun gut, ich kam dann überhaupt nicht mehr in die Gänge und es wurde eine gemütliche Nacht auf dem Sessel...... 

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben