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Sonntag, 12.01.2014 (Training)


Heute war so gar nicht mein Tag. Abgesehen vom Training konnte man diesen Tag vergessen, wobei ich auch dabei nicht die besten Leistungen gebracht habe. Aber schön war es trotzdem, mein "Tages-Highlight" sozusagen, da ich den restlichen Tag ansonsten fast nur auf dem Sessel und im Bett verbracht habe. Ich fühle mich heute total matt und geschlaucht, stehe irgendwie neben mir, könnte heute nur schlafen, schlafen, schlafen..... Keine Ahnung woher das genau kommt. Ich bin seelisch im Moment halt nicht so ganz "auf dem Damm"....

Ich werde hier jetzt nicht ins Detail gehen, letzte Tage habe ich ja schon genug über meine inneren Ängste und seelischen Aufregungen geschrieben. Mein Arzt betreut mich jetzt ja schon ein paar Jahre, auch während der heftigen Depressionen und vor und nach der Reha und er hat mich aus verschiedenen Gründen für die nächste Woche krankgeschrieben. Manche mögen es als "Flucht" vor ängstlichen Situationen sehen, aber mein Arzt (und auch ich) nennt es lieber "Krafttanken und innerlich zur Ruhe kommen, um "schwere" Situationen eventuell besser schaffen zu können". Aber dieses Denken können vielleicht nur diejenigen verstehen, die selber auch Probleme und irgendwelche Ängste haben. Diesen Krankenschein hatte ich ganz bestimmt nicht "eingeplant", da es auf der Arbeit im Moment ansonsten auch total gut läuft, besser könnte es nicht sein. Aber als mein Arzt mich am Donnerstag gefragt hat, wie es mir ansonsten so geht, wie mein Leben so läuft, da kamen wir halt kurz ins Gespräch. Vielleicht ist der häufige Hustenreiz auch seelisch bedingt, deswegen soll ich halt erstmal zur Ruhe kommen (und den Husten in den Griff bekommen). 

Mein Trainer kennt mich auf jeden Fall schon sehr gut, ihm kann ich nichts mehr vormachen (das habe ich vorhin wieder gemerkt). Er wollte wissen wie es mir geht, wofür der Krankenschein ist, da sind wir kurz ins Gespräch gekommen. Ich sage mal so, dieses Gespräch hat mich sehr an den einen Spruch erinnert: Wie geht es dir? Danke gut. O K, und jetzt sag mir die Wahrheit...... (oder so ähnlich). Aber wie es seelisch in mir aussieht, das wird auch er nie wirklich so richtig verstehen, dafür ist er einfach viel zu selbstbewusst. 

Anfangs haben wir über die Auswertung meiner Werte gesprochen (von der "Kontrolle" am Mittwoch). Ich sage mal so, er versteht es immer wieder einem Mut zu machen, auch wenn die aktuellen Werte recht negativ waren. Die vielen Schoko-Sünden Ende des Jahres haben halt ihre Spuren hinterlassen, womit auch zu rechnen war. Aber trotz dieser negativen Ergebnisse hat er mir Mut gemacht, dass meine Werte ansonsten (also die Muskelmasse) immer besser werden, dass sich dieses viele intensive Training positiv bemerkbar macht. Ja, das will ich auch auf jeden Fall beibehalten. Das sind für mich in jeder Woche immer die wichtigsten Termine (auf die ich mich auch immer am meisten freue)!! 

Wir kamen dann auf meinen Trainingsplan zu sprechen. "Eigentlich" müsste ich mal wieder mehr für die Kondition machen, also mehr Fahrradfahren, was ich mir ja eigentlich auch immer wieder vornehme. Diesbezüglich fehlt mir häufig leider die Disziplin, der "innere Schweinehund" ist zu groß und ich lasse mich von zu vielen anderen Sachen ablenken, bis es zum Fahren dann wieder viel zu spät ist. Darüber konnte ich mir von ihm dann auch noch was "anhören", was ich hier jedoch nicht wiedergeben werde, weil mir dieses Gespräch im ganzen zu peinlich war (dass mir dabei halt die Disziplin fehlt). 

Ich bin froh, dass ich ihn jetzt erst als Trainer kennengelernt habe, dass ich ihn damals nicht als Lehrer, also als Sportlehrer hatte. So oft wie ich dabei ("Dank" meines Attestes) gefehlt habe, ich glaube, so wie er immer redet, mit ihm hätte ich damals viel mehr Ärger und Probleme bekommen, als mit meinen damaligen Lehrern, die es zum Glück sehr locker gesehen haben. Ihn schätze ich darin aber völlig anders ein. Auf jeden Fall war mir das heutige Gespräch, dass ich so selten Fahrradfahre, schon sehr unangenehm. 

Ja, und bei der Wassergymnastik bin ich eigentlich auch schon "zu lange" raus. Ich meine jetzt mit zu lange, dass ich jetzt schon Hemmungen habe, wenn ich daran denke (demnächst wieder daran teilzunehmen). Das wird für mich erst wieder eine Überwindung werden!! Laut Arzt soll ich damit ja warten, bis ich die Erkältung wieder ganz im Griff, also ganz weg habe. Ich möchte es auf jeden Fall wieder machen, die Bewegung im Wasser macht mir Spaß und tut mir gut. Ganz abgesehen davon, dass die Gruppen zum größten Teil gut sind und ich mich mit mehreren Frauen total gut verstehe. Wir hatten dabei im letzten Jahr zum Teil so viel Spaß, besser als alleine zu Hause rumzuhängen (wenn mein Freund arbeiten ist). Die "sozialen Kontakte", was von den Ärzten immer wieder betont wird. 

Dann haben wir über die Ernährung gesprochen. Jetzt, also Anfang des Jahres, wird das in vielen Zeitschriften als Thema für die guten Vorsätze aufgenommen. Die verschiedensten Diäten, was man "darf" und was man besser meiden sollte. Ich suche mir sozusagen aus allen Sachen die besten Vorschläge zusammen, was bei mir am besten klappen könnte (zum Abnehmen). Dabei bin ich über einen Punkt "gestolpert" (in der TV-Zeitung Funk Uhr), der sich meiner Meinung nach total unrealistisch angehört hat, worauf ich ihn vorhin mal angesprochen habe (das hat mich mal interessiert):

Wenn man eine Portion Pommes gegessen hat (wie groß diese Portion sein darf, stand nicht dabei, aber ich liebe nunmal Pommes.....), dann bräuchte man nur 15 Minuten Fahrradfahren und man hätte diese Kalorien wieder verbraucht. Wenn ich dann also 30 bis 35 Minuten fahren würde, dann bräuchte ich mir theoretisch gar keine Gedanken machen, würde sogar noch mehr Kalorien verbrauchen, ohne ein schlechtes Gewissen (wegen dem Sündigen) zu bekommen...... O K, das war wirklich sehr unrealistisch, auch darüber konnte ich mir vorhin einen kleinen Vortrag anhören. 

Das Training war dann wieder total gut. Dass er dabei auf mich eingehen würde, also das Training anpassen würde, die Handbremse dabei sozusagen "anziehen" würde, das war mir klar. Darauf ist bei ihm, wenn man Probleme hat, wirklich absoluter Verlass. 

Am schwersten fiel mir heute eine der eigentlich einfachsten Übungen. Es ging mal wieder ums Gleichgewicht, ums Balancieren. O man, was ich solche Übungen hasse!! Eigentlich ganz einfach. Die Füße direkt voreinander stellen (also auf einer Linie) und dann mit den Armen Bewegungen. Das konnte man vergessen. Mit den Armen musste ich mich dabei ausgleichen, um zumindest mal "ein paar Sekunden" ruhig stehenbleiben zu können. Dabei bin ich nur am schwanken, kippe ständig zur Seite weg. Das konnte ich noch nie (er hat mir trotzdem Mut gemacht, dass man auch das im Laufe der Zeit lernen kann).

Meine Mutter (nicht nur mein Vater) nahm mich ja schon als Kind immer mit in den Turnverein, erst in die Kindergruppen (Mutter- und Kind-Turnen) und später in die Jugendgruppen. Es gab früher mehrere Sachen, die ich immer gerne gemacht habe, aber Balancieren gehörte ganz bestimmt nicht dazu. Hin und wieder wurden die langen Bänke umgedreht und wir sollten in diesen kleinen Schritten über den schmalen Steg laufen. Ohne Hilfestellung, also wenn keiner dabei meine Hand hielt, konnte man das völlig vergessen. Das habe ich alleine kein einziges Mal geschafft. Es hieß damals auch immer, dass es "Veranlagung" sei, entweder man kann es, oder aber nicht (aber davon wollte mein Trainer vorhin natürlich nichts hören....). Wenn man das in der Jugendgruppe nicht konnte (auf der Bank), dort gab es dann keine Hilfestellung mehr, dann wurde ein Seil lang auf den Boden gelegt und man sollte darauf mit diesen kleinen Schritten laufen (dabei hatten wir immer feste Turnschuhe an). Aber auch das konnte ich nie. Das habe ich schließlich ganz aufgegeben. 

Beim Tanzen war das nie ein Problem. Ich war ja nie Einzeltänzerin (das wollte ich auch nie werden), sondern immer nur "versteckt" in Gruppen, da konnte ich immer gut improvisieren, das war nie ein Problem. 

Eine Übung fand ich gut, sozusagen die "Hantelbank auf der Matte". Also mit dem Rücken auf die Matte legen, Beine aufstellen und hoch zur Brücke (oben bleiben). In die Hände die 5 kg Hanteln. Damit dann die gleiche Bewegung wie auf der Hantelbank. Zuerst war ich wegen dieser 10 kg skeptisch, aber dann fand ich es echt gut. Vom Gewicht her hat es gut geklappt  und Dank der beiden einzelnen Hanteln musste ich nicht so intensiv auf die Arme achten, also dass sie dabei immer parallel sind. Die Stange sollte immer in der Waagerechten bleiben, aber mit den Hanteln war ich mehrmals sehr unterschiedlich (gerade bei der Geschwindigkeit beim Hochdrücken), habe aber trotzdem alle Bewegungen mit beiden Armen hinbekommen. Ja, das fand ich von der Idee her echt gut. Danach kamen dann allerdings noch Liegestütze (auf den Knien), was ich für die Arme sehr hart fand (dabei musste ich wieder sehr "kämpfen"). Wahrscheinlich habe ich davon auch einen kleinen Muskelkater in den Oberarmen. 

Auch von den Übungen an der Seilwinde, die gehen immer mächtig in die Arme. Mittig stehen, die Griffe kommen von den Seiten und die Arme damit vor dem Körper zusammen, schnell zusammen und langsam wieder auseinander. Ohne seine Hilfe schaffe ich das gar nicht, das finde ich immer mächtig schwer. 

Dann auf dem Bauch liegend. Erst die Arme in U-Haltung und mit dem Oberkörper hoch kommen. Mit kleinen Mini-Pausen zum Atmen geht das einigermaßen. Dabei eigentlich die Beine gleichzeitig mit vom Boden anheben. Das geht gar nicht. Ich habe dabei zwar Spannung in den Beinen, bekomme die Oberschenkel aber nicht einen Zentimeter vom Boden angehoben. Dazu fehlt mir dabei jegliche Kraft. Danach die Arme nach vorne strecken und einzeln im Wechsel anheben, gleichzeitig das gegengleiche Bein gestreckt anheben. Das geht zum Glück, aber dabei kann ich den Körper dann ja auch etwas zur Seite drehen, also die Hüfte etwas "öffnen" und ebenfalls die Schultern leicht drehen. Dann klappt diese Übung.

Zum Schluss hin wie immer verschiedene Varianten der Crunches. Das fiel mir heute wieder unendlich schwer. Ich hatte das Gefühl, dass mein Rücken auf dem Boden "kleben" würde, ich kam irgendwie kaum hoch. 

Aber "trotzdem", im großen und ganzen hat es wieder Spaß gemacht und die Schmerzen, die ich gestern hatte (im Rücken und den Beinen), die sind heute wieder völlig weg (im Moment habe ich nur den kleinen Muskelkater in den Armen). Auch wenn es immer wieder heißt "Sport ist Mord", ohne Sport geht es bei mir trotzdem nicht. 

In diesem Zusammenhang habe ich einen interessanten Bericht im Internet gefunden:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/praevention-gezielte-bewegung-koennte-medikamente-ueberfluessig-machen-a-925566.html

Hier auch ein interessanter Bericht zum Thema Sport und Abnehmen:

http://www.personal-trainer-kiel.de/blog/2014/01/typgerechte-abnehm-strategien/ 

 

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