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Montag, 06.01.2014 (KG)


Heute war nicht so ganz mein Tag, dabei fing er eigentlich ganz gut an. Ich bin pünktlich aufgestanden und dann ab zur Arbeit. Wir wohnen ja an einer Hauptstraße. Die Haltestelle befindet sich auf der anderen Seite, sozusagen auf einer "Verkehrsinsel". Ich muss auf jeden Fall erst über die Straße. "Offiziell" fährt die Bahn immer um 7, also um 7, 17, 27, 37 usw. Aber wenn um 5 (15, 25 usw.) keiner an der Haltestelle steht, dann fährt sie schon los. Die Ampel zur Haltestelle ist eine Fußgängerampel. Dort muss man immer viel Zeit mitbringen, bis sie endlich reagiert und auf grün springt. Deswegen ist hier letztes Jahr ja ein Kind angefahren worden, das nicht mehr warten wollte und über die Straße gerannt ist. Der Junge wurde von einem Auto erfasst und hat dauerhafte Schäden, wird damit für immer in Behandlung bleiben müssen. Wenn es die Situation zulässt und wenige Autos kommen, dann renne ich (wenn die Bahn kommt) inzwischen auch immer rüber. Die Bahn ist mir schon häufig vor der Nase weggefahren. Ja, auch heute morgen wieder. Ich hatte gedrückt, aber es kam mal wieder kein grün (erst, als die Bahn längst weg war). Es kamen mehrere Autos und ich musste etwas warten. Es war "5" und es ergab sich zwischen den Autos endlich eine Lücke. Als ich die Straße (die Ampel war immer noch rot) zur Hälfte überquert hatte, da gab die Bahn Gas (es stand halt keiner an der Haltestelle). Ja, dann habe ich mich dort halt hingestellt und 10 Minuten auf die nächste Bahn gewartet, das heißt eigentlich 12 Minuten, weil die dann wieder pünktlich um 7 gekommen ist. Es war mächtig kalt, ein kräftiger Wind und trotz Schal wurde mein Hals immer kälter. 

Als ich dann auf der Arbeit ankam, da hatte ich leichte Halsschmerzen. Nicht schon wieder, habe ich nur gedacht. Nicht die nächste Erkältung..... Den Schnupfen hatte ich ja eh noch nicht richtig weg. Ich bin ja für die Telefonzentrale zuständig. Im Laufe des Vormittages war so einiges los, immer "schubweise" halt. Umso mehr ich redete, umso mehr ging meine Stimme weg. Zeitweise war es ein mächtiges "krächzen". Trinken konnte ich vormittags nichts, dafür waren die Halsschmerzen zeitweise zu heftig. 

Gegen Mittag gingen die Halsschmerzen dann zum Glück wieder weg, so dass ich was Essen und Trinken konnte. Meine Kollegin übernahm dann erstmal die Telefonzentrale. Als ich meine Stimme dann etwas geschont habe (im Büro gibt es ja auch genug andere Aufgaben), da kam sie nach und nach wieder, dann konnte man mich wieder besser verstehen. 

So schön ich unsere neuen Büros finde und so gut ich mich mit meiner Kollegin verstehe, heute morgen habe ich mir trotzdem wieder mein Einzelbüro zurück gewünscht. Da konnte ich mich halt, wenn es mir nicht so gut geht, immer schön zurückziehen und mich in meine Arbeit "verkriechen". Aber das ist in diesem Büro, im "Empfangsbereich" ja nicht mehr möglich. Ja, es hat halt alles seine "Vor- und Nachteile". Deswegen werde ich in dieser Woche auch noch nicht ins Schwimmbad, also zur Wassergymnastik gehen (die Tasche habe ich auch gar nicht erst gepackt). Das Risiko ist mir einfach zu groß. Vielleicht ging die Stimme auch weg, weil ich heute morgen am Hals so kalt geworden bin. Dagegen komme ich halt nicht an. Ich habe Angst, wenn ich diese Woche schon ins Schwimmbad gehe, dass ich danach dann völlig flach liege, dass ich dann einen totalen Rückschlag bekomme. Dann möchte ich lieber Arbeiten gehen, ich habe noch genug zu tun, was ich auch nicht (wegen einem Krankenschein) aufschieben möchte. 

Außerdem habe ich einen dicken Zeh, mit dem ich im Moment besser auch nicht ins Chlorwasser gehe. Heute (noch vor der KG) war ich zur medizinischen Fußpflege. Da gehe ich regelmäßig hin, alleine kriege ich das nicht in den Griff. Hin und wieder muss ich deswegen auch die Wassergymnastik ausfallen lassen, wenn sich die Termine überschneiden. Alles gleichzeitig geht nunmal nicht. Als sie vorhin meinen Zeh gesehen hat, da bekam sie direkt einen Schrecken. Er ist ziemlich entzündet. Als sie mir was zum Desinfizieren drauf getan hat, da hing ich bald unter der Decke, weil es so gebrannt hat. Sie sagte dann direkt, dass ich damit in dieser Woche besser nicht ins Chlorwasser gehen soll. Ein Nagel war etwas lang und am Nebenzeh ist dadurch eine Wunde entstanden. Nachdem sie daran war (also an dem Zeh, ich habe jetzt ein Pflaster drum), habe ich das etwa 2 Stunden lang gemerkt, also auch noch während der nachfolgenden KG.

Ich sage mal so, es ist Fluch und Segen zugleich, wenn man Schmerzen relativ gut aushalten kann. Es gibt einige, die es gut finden, dass ich "hart im Nehmen" bin, wie gut ich Schmerzen aushalten kann (auch mittels viel "Ablenkung"). Aber je nach Situation ist das alles andere als gut. Ich habe den Schmerz am Zeh zwar gemerkt, habe aber gedacht, ich hätte vom Socken (von der Naht) oder irgendwie vom Schuh dort eine Druckstelle und habe es völlig ignoriert, habe mich so abgelenkt, dass ich diesen Schmerz total "ausschalten" konnte. Als ich dann geguckt habe, was da los ist, da war die Stelle schon offen und blutig (was sich jetzt entzündet hat). 

Aber das war halt meine Erziehung. Sobald ich Schmerzen hatte hieß es "Augen zu und durch". Egal ob mit der Nebenhöhlenvereiterung, womit ich ein halbes Jahr lang Kopf- und dann auch Ohrenschmerzen hatte, bis meine Mutter mit mir zum Arzt gegangen ist (vorher hieß es ja immer, hör auf zu stöhnen, wenn ich sie auf die Kopfschmerzen angesprochen hatte). Mit der Sehnenscheidenentzündung im linken Arm war es ähnlich. Auch damit musste ich etwa ein halbes Jahr warten, bis ich zum Arzt gehen durfte. Ich bekam deswegen ständig Druck. Diese erste Entzündung hatte ich im ersten Ausbildungsjahr und mein Vater war ständig dran, wenn ich jetzt zum Arzt gehen würde, dann könnte ich auch direkt bei meiner Firma kündigen, dann bin ich fürs Büro nicht geeignet. Erst als ich den ganzen Arm, einschließlich der Finger vor Schmerzen nicht mehr bewegen konnte, da durfte ich zum Arzt gehen. 3 Wochen Gips, dann ein paar Monate KG, also Bewegungstherapie für den linken Arm, was super schmerzhaft gewesen ist (jede Bewegung war eine Überwindung). Dann kam eine akute Verschlimmerung, die Schmerzen wurden wieder viel heftiger und ich bekam nach etwa einem halben Jahr den nächsten Gips, wieder für 3 Wochen. Danach wieder KG für den Arm, dann wurde es etwas besser. Für etwa ein Jahr, dann kam nochmals ein "Rückfall" und der nächste Gips (wieder für 3 Wochen), aber das war dann (bisher) der letzte Gips. Daran, auch an die ganzen Schmerzen bei der KG nach dem Gips, musste ich am Samstag beim Training noch denken. Ich habe Angst, dass es wieder passieren könnte. Diese Angst (diese ganzen Erinnerungen) kann mir leider keiner so schnell nehmen. Deswegen gehe ich, sobald ich bei manchen Übungen den "Widerstand" im Arm spüre, sofort in den "Schongang", bloß nicht weiter in den Schmerz reinarbeiten und die nächsten heftigen Schmerzen, den nächsten Gipsarm riskieren. So etwas vergisst man halt nie wieder. 

Ja, und dann auch die Sache mit meinem Fuß, mit dem ich in der Probezeit auf dem Weg nach Hause bei Glatteis ja umgeknickt bin. Das war ja vermutlich ein Bänderriss oder ähnliches, er wurde sofort total dick und blau und ich konnte etwa 6 Wochen nicht auftreten, bin nur gehumpelt, bis ich dann langsam wieder mit etwas Belastung anfing. Der Weg nach Hause, nachdem ich hingefallen bin, war ja schon eine Qual, der Schmerz unbeschreiblich heftig. Und mein Vater hat mir dann sofort eingebläut, keinesfalls zum Arzt zu gehen, ich bin noch in der Probezeit, sonst könnte ich mir sofort die Kündigung abholen (kranke Menschen werden im Büro nicht gebraucht). Ja, auch das habe ich damals alles "überlebt" und habe mich mit der Arbeit und vielen anderen Sachen von diesen Schmerzen abgelenkt. Dagegen ist diese Entzündung am Zeh wirklich nur eine kleine Kleinigkeit, obwohl das natürlich auch weh tut. Aber stimmt schon, Chlorwasser sollte ich damit wohl wirklich im Moment etwas meiden.

Die KG fand ich heute auch ziemlich schwer, obwohl sie von den Übungen her relativ "harmlos" war. Aber zum einen war ich, wie meine Physiotherapeutin auch meinte, von der Erkältung her noch geschwächt, ja und dann tat mein Zeh zu diesem Zeitpunkt halt mächtig weh. 

Auf die Matte, also auf den Boden. Auf den Rücken legen. Zuerst die Beine aufstellen, Rücken runter, Becken vor, Schultern runter und Kopf anheben (was ich für den Nacken am schwersten fand). Mehrere Wiederholungen. So immer etwas halten. Dann oben mal die rechte Hand zum linken Knie, die linke Hand zum rechten Knie, dann beide Hände gleichzeitig seitlich an den Beinen vorbei (alles mit mehreren Wiederholungen). Dann jeweils ein Bein Richtung Brust anziehen und mit der anderen Hand kräftig davor drücken. Im Wechsel und ebenfalls ein paar Wiederholungen. Das Ziehen im Nacken (den Kopf dabei immer etwas anheben) wurde immer intensiver.

Dann den Kopf unten lassen, hoch zur Brücke. 2 x 20 mal zur Brücke hoch wippen. Dann oben beiben nur das rechte Bein etwas anheben, oben etwas halten (was ich immer noch nicht so richtig kann). 10 mal rechts, 10 mal links, dann nochmals 10 x rechts, 10 x links. Dann auf der Stelle laufen, 20 Schritte, Pause, nochmals 20 Schritte. Als Abschluss noch 10 Sit-ups.

Heute Abend habe ich meine Beine, meine Knie so richtig gemerkt. Außerdem tat mein Zeh auch so richtig weh. Ich habe mich dann gemütlich auf den Sessel gesetzt und blieb dort dann sitzen. Auf NDR lief eine interessante Sendung, die besten Disko-Hits seit den 70er Jahren. Das war total super, davon kannte ich so ziemlich alles. Über Michael Jackson, Abba, Village People, Take That, Harpo, Boney M., die Bee Gees usw. waren alle bekannten Lieder mit dabei. Das war total klasse. 

 

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