• kostenlos mitmachen

Samstag, 04.01.2014 (Training)


Heute Mittag war ich beim Training. Das war heute mega schwer, insbesondere was die Arme betrifft. Es fing erst völlig harmlos an.

Die Waage hatte er heute vergessen. Soviel zum Thema viel Trinken.... Mein Freund meinte vorhin auch schon zu mir, dass ich für mich trinken würde und nicht für die Waage. Natürlich ist das richtig, aber ich vergesse es halt meistens, aber wenn ich die Waage im Hinterkopf habe, auf der ja auch der Wasseranteil angezeigt wird (bisher ja durchschnittlich 40 bis 42 %), dann ist es schon ein Ziel von mir, darauf mal eine höhere Prozentzahl zu erreichen. Vielleicht schaffe ich das ja mal im Laufe der Zeit. Morgen will ich erstmal wieder auf die Waage gehen (zu Hause wiege ich mich im Normalfall immer Sonntags). 

Dann habe ich ihn mal auf die richtige Armhaltung bei den Crunches angesprochen. Das Gespräch (also seine Erklärungen) war dann ganz interessant. Die Hände etwas an den Kopf, also etwas stabilisieren, aber nicht zur völligen Entlastung, der Nacken soll dennoch "mitarbeiten". Allerdings fielen mir dadurch die Crunches (ganz am Ende) dann mächtig schwer, weil er dabei heute noch mehr aufgepasst hat. Heute hatte ich die Hände dabei wirklich nicht ganz hinter dem Kopf, sondern nur leicht am Kopf. Aber dadurch hatte ich im ganzen auch weniger Schwung, kam nicht so hoch wie sonst. 

Ja, solche Fragen nach der richtigen Durchführung bei einer Übung, die "traue" ich mir zu stellen, darauf geht er auch immer sofort ein und erklärt mir dann alles. Aber wenn es mal "richtige" Probleme gibt, dann habe ich Hemmungen, dann kriege ich den Mund nicht auf...... Dadurch wurde das Training dann immer schwerer......

Zuerst ein paar Übungen im Stehen. Mit den Hanteln (mal mit 5 Kilo, mal mit 7,5 Kilo). Mal mit den Hanteln, mit geradem Rücken runter und hoch gehen (also vorbeugen und wieder gerade hinstellen). Dann die Arme (weiter mit den Hanteln) aus den Ellenbogen heraus hochziehen und wieder runter. Alles mit einigen Wiederholungen.

Dann wurde es schon schwerer. Gerade hinstellen, wieder mit den Hanteln, auf den geraden Rücken achten. Die Schultern hochziehen, nach hinten und dort möglichst lange halten. Sobald ich mit den Schultern nach hinten gehe, falle ich ins Hohlkreuz, mein Bauch geht sofort nach vorne. Das habe ich nicht unter Kontrolle. Dafür folgten sehr viele Korrekturen. Dann sollte ich einen Schritt "überspringen", die Schultern sofort nach hinten (oben) ziehen. Das klappte so gar nicht, dann bin ich total im Hohlkreuz. Ich behielt deswegen automatisch den Zwischenschritt bei, die Schultern erst vorne ganz hochziehen und dann nach hinten. Es folgten so einige Korrekturen. Mit der Zeit (viele Wiederholungen) taten die Schultern von der Spannung dann so richtig weh. Zu diesem Zeitpunkt war ich dann zum ersten mal "etwas genervt".....

Ja, aber wenn ich dachte, dass das schwer gewesen ist..... Von Übung zu Übung wurde es dann immer härter.....

Es ging dann an der Sprossenwand weiter. Dort führen wir öfters Liegestütze durch. Also Diagonal davor stehen, nur auf den Zehen, auf den geraden Rücken achten (also Bauch anspannen) und auf eine "untere" Sprosse abstützen. So haben wir schon sehr häufig Liegestütze durchgeführt. Ja, aber heute kam eine "Besonderheit" dazu. Die Arme nicht in Schulterbreite (wie sonst), sondern die Hände ganz nah nebeneinander. Beim Runtergehen dann nicht (wie sonst) mit den Ellenbogen zur Seite, sondern die Arme vor dem Körper, die Ellenbogen sozusagen vor der Brust. So dann so tief wie möglich. Das ging ja gar nicht, völlig unmöglich. 

Mit dem rechten Arm ging es noch etwas, aber mit dem linken hatte ich eine totale Sperre, eine totale Blockade. Der linke Arm war früher (als 3jährige) ja mal gebrochen. Laut Ärzten ist er falsch zusammengewachsen (im Oberarm). Meine Mutter hat meinen Arm daraufhin mein Leben lang in "Watte" gepackt. Sobald ich ihn mal etwas bewegt habe (auch bei der KG und beim Tanzen, natürlich nicht bei den Auftritten), hat sie mir zur Stabilisierung einen dicken Verband drumgewickelt, später dann eine Bandage drüber gezogen. Bloß nicht zu viel belasten. 

Ich weiß nicht, ob die Sperre vorhin von dem Bruch gekommen ist, dass ich davon so eine Bewegungseinschränkung habe, oder ob das von der jahrzehntelangen Schonung kam, dass meine Muskulatur dort im Oberarm noch völlig geschwächt ist. Auch wenn ich mit den Hanteln schon gute Fortschritte gemacht habe, bei den einzelnen Übungen werden ja auch immer wieder andere Muskelgruppen beansprucht. Ich kam bei diesen Liegestützen auf jeden Fall nur wenige Zentimeter runter und dann war im linken Arm eine totale Sperre. Es ging keinen Zentimeter weiter. Er war mich (so wie immer) total am motivieren, es noch ein Stückchen tiefer zu versuchen, und ich war wie vor einer "Mauer" und kam nicht weiter. Zu diesem Zeitpunkt wurde ich immer und immer genervter...... (Weil es nicht so geklappt hat, wie ich wollte bzw. wie es eigentlich klappen sollte).

Ich hatte noch überlegt, ob ich ihn darauf mal ansprechen soll, aber das habe ich mich nicht getraut. Es kann ja sein, dass das wirklich mit meiner schwachen Muskulatur (mit der Dauerschonung) zusammenhängt. Er hat die Ausbildung gemacht, er kennt die ganzen Übungen, dann wird er auch wissen, mit welchen Übungen man auch diesen Bereich nach und nach aufbauen kann. Ich war inzwischen schon total genervt, hatte aber auch etwas Angst, dass daraus ein kleines Streitgespräch entstehen könnte, wenn ich ihn darauf anspreche (dass diese Übung bei mir nicht klappt, dass ich das mit meinem Arm nicht hinbekomme). Das Training an sich läuft immer so super gut, wir verstehen uns total gut, unser Vertrauensverhältnis ist ebenfalls total super und meine Schmerzfreiheit spricht schließlich für sich. Und auch, wenn er immer mal wieder von der "Zukunft" spricht, ich habe trotzdem Angst, dass ich unser gutes Vertrauensverhältnis damit "kaputt mache", wenn ich an seinen Kenntnissen zweifel, dass die heutigen Übungen meiner Meinung nach für meinen linken Arm zu heftig, zu intensiv gewesen sind (ich habe ihm vorhin aber eine Mail geschrieben, dass ich heute beim Training zum Teil große Probleme mit dem linken Arm hatte, nicht alles so richtig durchführen konnte). 

Nach den Liegestützen an der Sprossenwand (ich habe dort versucht, es so gut wie möglich durchzuführen, auch wenn es nicht richtig ging, meine Arme waren von der Anspannung mächtig am zitern), kamen dann die "Liegestütze von hinten", bzw. Liegestütze "Rücklings". In dem Moment habe ich dann echt gedacht, ich würde jetzt zusammen klappen. Ich wollte am liebsten "streiken" und ihn auf den Mond schießen..... Ich habe es dann versucht, aber so richtig hat es nicht geklappt. Auf den Kasten setzen, vorne an den Rand. Mit den Händen vorne am Rand abstützen, die Füße ein Stück nach vorne (vom Kasten weg). Dann mit dem Po nach vorne rutschen und runter (natürlich nicht bis auf den Boden, nur so tief man mit den Armen kommt). Ja, aber dann wieder hoch. Mir fehlte zuerst jegliche Kraft, die Arme waren total am zittern. Ich holte mit den Beinen Schwung und in einem Satz hoch. Zum Glück nur wenige Wiederholungen. Von Mal zu Mal fiel es mir schwerer, meine Arme wollten mir nicht mehr "gehorchen".

Das war schon schwer? Aber es ging noch schwerer weiter.......

Auf die Matte (also auf den Boden), auf den Bauch legen. Direkt vor meinem Kopf lag eine Hantel. Die Hantel zwischen die Hände nehmen. Den ganzen Körper anspannen, mit dem Oberkörper hoch kommen, also auch die Hantel hoch heben, die Arme damit nach vorne strecken, wieder zurück und wieder ablegen. Mini-Pause (kurz atmen) und direkt wieder hoch. Auch das fiel mir unendlich schwer, ich kam mit den Armen (mit der Hantel) nur etwa "Halb" bis vorne, weiter kam ich nicht. Bei der Wassergymnastik hätte ich bei so schweren Übungen schon längst aufgegeben....!!! Ich wollte vorhin mehrmals aufgeben (dass ich nicht mehr kann, dass es nicht mehr geht), aber er kann einen halt wirklich gut motivieren. So habe ich dann halt auch diese Übung "irgendwie" durchgezogen.

Meine Arme waren schon längst wie "Gummi". Dann auf alle Viere (auf die Knie) und 15 Liegestütze....("Normale", mit den Armen zur Seite.) Ich habe gedacht, ich höre nicht richtig....... Aber irgendwie habe ich es tatsächlich geschafft. 

Dann den Block wiederholen. Erst wieder ein paar Übungen im Stehen mit den Hanteln. Dann wieder an die Sprossenwand, die diagonalen Liegestützen mit den Armen vor dem Körper. So wie beim ersten Durchgang eine totale Blockade. Ich wollte es trotzdem so gut wie möglich durchführen und war total auf die Arme konzentriert. Ja, aber dadurch war mein Bauch total locker, ich hing völlig durch. Ganz klar, dafür kamen dann so einige Korrekturen......

Danach hatte er "Gnade" (Grins), die Liegestütze von hinten auf dem Kasten ließ er beim zweiten Durchgang weg. Einfacher wurde es dadurch allerdings nicht. Es folgten dann Liegestütze auf allen Vieren (auf den Knien), aber dieses Mal auch dabei die Hände dicht nebeneinander, die Ellenbogen vor den Körper. Ich habe gedacht, ich breche zusammen. Das kann ich nicht, wobei ich diesen Satz beim Training ja eh nie sagen darf. Ich kam nicht über die Sperre weg, kam kaum runter (nur wenige Zentimeter). Mein linker Oberarm tat mit der Zeit (wohl von der ungewohnten Anspannung) immer mehr weh. Ich musste an früher denken, an meine Mutter, dass ich den Arm bloß nicht beanspruchen, bloß nicht überanstrengen soll. Ja, einerseits vertraue ich meinem Trainer voll und ganz, aber andererseits kann er glaube ich auch nicht richtig einschätzen, wie intensiv diese Blockade in meinem Arm bei manchen Übungen ist. 

Ja, wie gesagt, ich habe mich halt auch nicht getraut, ihn darauf anzusprechen (auch wenn wir sonst über alles mögliche so gut und offen reden können). Meiner Meinung nach waren diese Übungen heute für meinen Arm zu intensiv, aber das hätte ich ihm nicht gesagt, da er halt die Ausbildung gemacht hat, vielleicht kommen die Probleme ja wirklich nur von der extrem geschonten bzw. geschwächten Muskulatur. Und wegen dieser aktuellen Probleme wollte ich weder mit ihm "Streit" bekommen noch unser gutes Vertrauensverhältnis "kaputt" machen. Da habe ich lieber geschwiegen und versucht, alles so gut es geht durchzuführen, obwohl ich bei jeder Übung genervter wurde, weil es halt absolut nicht klappen wollte. Die Blockade ließ sich einfach nicht umgehen. 

Dann ging es auf dem Rücken liegend weiter. Noch eine Übung für die Arme.... Zunächst Beine aufstellen und hoch zur Brücke (oben halten). Die Arme gestreckt nach oben, dann bekam ich Hanteln in die Hände. Die Oberarme blieben dann senkrecht nach oben, mit den Unterarmen nach unten gehen, Richtung Stirne und wieder hoch. Mit rechts ging es noch relativ gut, aber mit links schaffte ich noch nichtmals die Hälfte. Ebenfalls eine totale Sperre. Ich ging mit den Armen sofort wieder hoch. Einige Wiederholungen. Ich war dann so auf die Arme konzentriert, dass ich die Brücke nicht halten konnte, mit dem Becken immer wieder ein Stück tiefer ging. Daran musste er mich immer wieder erinnern. Aber das war dann zum Glück die letzte Übung für die Arme.

Danach kamen noch mehrere Übungen auf dem Rücken liegend. Mehrere Varianten der Crunches (mal gerade hoch, mal zu den Seiten), wobei er heute halt sehr genau auf alles geachtet hat (auch auf die Armhaltung). Dann noch was für den Rücken, also die LWS runter drücken. Beide Beine vom Boden anheben. Jeweils ein Bein angewinkelt halten und das andere Bein immer wieder etwas strecken, anziehen, nach oben strecken, wieder anziehen und wieder in der Waagerechten strecken. Dabei immer Becken vorne halten, LWS runter. Das fand ich dann auch noch mächtig schwer.

Als ich beim Training das Ziehen in den Armen (insbesondere im linken Arm) hatte,  da habe ich sofort an meine Bandage gedacht. Wenn es nach meiner Mutter gehen würde, dann würde ich den linken Arm noch heute total schonen. Ihr ist dieses intensive Hanteltraining eh total ein "Dorn im Auge", ihr darf ich davon nichts erzählen (sonst kriege ich nur Vorwürfe ohne Ende, wie "gefährlich" das für meinen Arm ist), obwohl ich bei einigen Hantelübungen ja schon erhebliche Fortschritte (ohne Schmerzen) gemacht habe. 

Er meinte vorhin dann schon zu mir, dass es durchaus sein könne, dass ich davon etwas Muskelkater in den Armen bekomme, aber ich solle jetzt Muskelkater und "Schmerzen" (z. B. Sehnenscheidenentzündung) nicht verwechseln. Von so einer Bandage hält er gar nichts. 

Als ich nach Hause kam, da taten meine Arme (beide Oberarme) so richtig weh. Ich habe mich erstmal hingelegt, so richtig locker entspannen. Das hat gut getan. Danach habe ich mich um den Haushalt gekümmert. Der rechte Arm ist jetzt wieder völlig in Ordnung. Der linke Arm tut zwar nicht weh, aber im Oberarm habe ich ein leichtes Ziehen. Er fühlt sich einfach total "schwer" an. Ich merke halt, dass ich damit heute sehr viel gemacht habe. Aber trotzdem bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich die Übungen wegen einer "Blockade" nicht kann (weil der Arm, laut Ärzten, falsch zusammengewachsen ist) oder ob "nur" eine erhebliche Muskelschwäche in diesem Bereich vorliegt, gegen die ich vorhin nicht angekommen bin. 

So, morgen ist mein letzter freier Tag, wobei Sonntags habe ich ja eh immer frei. Schon mal wieder die Taschen für Montag packen (für die Arbeit und für KG) und dann wollen wir eine Runde raus, draußen etwas laufen (schon alleine, damit ich abends schlafen kann). 

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben