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Freitag, 03.01.2014


Der heutige Tag fing "Dank" einer Migräne mal wieder mit etwas "Verspätung" an. Ich bekam deswegen von meinem Freund schon so einige Vorwürfe zu hören, dass ich (gerade auch jetzt mit der Erkältung) endlich mal mehr Trinken soll. Ja, das ist halt nach wie vor meine ganz große "Schwachstelle". Wenn ich so viel (Wasser) trinken würde, wie ich im Laufe der Zeit schon Schokolade gefuttert habe, dann wäre wahrscheinlich alles gar kein Problem. Heute habe ich mich dann zumindest "bemüht", so viel wie möglich zu trinken, immerhin wird morgen bei der "Kontrolle" (beim Training) ja auch der Wasseranteil mit gemessen. Er lag bis jetzt immer bei durchschnittlich 40 bis 42 %, aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass er morgen viel höher sein wird. Heute Nachmittag habe ich mir endlich mal wieder Tee gekocht, den Erdbeertee, zwei Tassen, das war total lecker. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass meine Nase, nachdem ich den warmen Tee dann "relativ" zügig getrunken hatte, wieder deutlich mehr lief (jetzt beim Schreiben trinke ich noch ein Glas stilles Wasser). Insgesamt hatte ich heute (bis auf das jetzige Glas) 3 Gläser Wasser, 1 Tasse Kaffee und die beiden Tassen Tee. Für mich persönlich ist das viel....

Nachdem ich heute Nachmittag dann endlich die Migräne im Griff hatte, musste ich in die Stadt fahren. Ich musste etwas dringendes erledigen. Ich hatte Post bekommen, dass es bis zum 05.01. erledigt werden sollte, ansonsten würden "Mahngebühren" entstehen, wobei das meiner Meinung nach völlig übertrieben war. Aber da ich keinen Ärger haben wollte, habe ich mich heute darum gekümmert. 

Wenn ich schon mal in der Stadt war, bin ich dann noch bummeln und etwas Einkaufen gegangen. Anstelle von Süßigkeiten habe ich mir bei Tchibo neue Pantoffel für 9 Euro gekauft. So wie Ballerinas. Mit fester Sohle (Gummisohle), aber ansonsten aus weichem Stoff. Mit solchen Schuhen laufe ich zu Hause immer rum, aber die halten nunmal nicht "100 Jahre". Damit gehe ich (mit der Wäsche) ja auch in den Keller. Meine Mutter kann mich darin bis heute nicht verstehen, sie läuft immer schon am liebsten barfuss. Aber das ist für mich undenkbar. Das war für mich im Schwimmbad anfangs sogar eine Überwindung. Auch beim Sport und im Hochsommer immer nur mit Socken (ebenso beim Strandspaziergang im Urlaub, nur mit Socken und festen Schuhen). Als wir in der Reha Übungen für die Füße gemacht haben, da war ich die Einzigste, die dabei die Socken anbehalten hat. Für mich ist es wie eine "Strafe", wenn ich barfuss laufen soll. Vielleicht kommt es von meinem damaligen Unfall (mit etwa 3 Jahren), als ich beim Rückwärtslaufen (barfuss auf einer Wiese) auf die Wespe getreten bin, die sofort gestochen hat, was sich entzündet hat und dann im Krankenhaus rausgeschnitten werden musste. Keine Ahnung, auf jeden Fall habe ich eine ganz große Abneigung dagegen und laufe auch zu Hause nur mit Schuhen mit fester Sohle rum.

Im Lebensmittelgeschäft (ich brauchte Brot) musste ich mich dann "zwingen" an den Süßigkeiten vorbei zu gehen (ich hätte so zugreifen können), das fiel mir wirklich verdammt schwer. Stattdessen habe ich mir dann einen Beutel (1 kg) Clementinen mitgenommen, darin ist ja auch zumindest Fruchtzucker. Dann habe ich mir noch einen "Müller"-Milch-Reis Erdbeere mitgenommen. Auch wenn darin Zucker ist, das sehe ich nicht als Süßigkeit, sondern als eines der "Haupt- bzw. Grundnahrungsmittel" (so wie auch meine täglichen Quarks). Aber alles immer noch besser als eine "pure" Tafel Schokolade oder zu viel Kuchen.

Auf dem Weg nach Hause hatte ich dann mächtig Glück. Es war inzwischen später Nachmittag und über unserer Stadt braute sich ein Gewitter zusammen. Ich war (mit meinen Einkaufstaschen) gerade auf dem Weg Richtung Ausgang, also Richtung Haltestelle, da gab es einen mächtigen Knall. Draußen war plötzlich so ein Sturm, dass die Türen einfach so aufgeflogen sind, im vorderen Bereich fielen dadurch alle Werbeschilder der Geschäfte um (das hat total gescheppert) und dann ein mega heftiger Hagelschauer, bis etwa einen Meter ins Geschäft rein (sind die Hagelkörner "reingesprungen"). Alle blieben sofort stehen und haben geguckt und von draußen kamen so einige Menschen ins Geschäft gerannt (zum Teil etwas "schreiend", weil die Hagelkörner auf der Haut weh getan haben). Innerhalb von einer halben Minute war die Straße vor dem Geschäft komplett weiß. Dann folgte direkt ein heftiges Gewitter, Blitz und Donner fast schon im Sekundentakt. Wir blieben dann alle etwa 5 Minuten dort stehen, bis sich das Wetter wieder "etwas" beruhigt hat. Der Hagelschauer ließ wieder nach, ging in einen "gleichmäßigen" Regen über und die Abstände zwischen Blitz und Donner wurden wieder etwas größer. Als die ersten sich dann wieder rausgetraut haben, da bin auch ich dann losgeflitzt, ab zur Haltestelle, meine Bahn kam dann auch kurz danach. Meine Jacke ist ziemlich nass geworden. Ich habe die Kapuze aufgesetzt. Schirm wollte ich nicht. Erstens wäre es mit den Einkaufstaschen zu unhandlich geworden, zweitens war es immer noch ziemlich stürmisch, ich hätte ihn eh nicht richtig halten können und drittens habe ich bei Gewitter mit einem Schirm eh Angst (ich habe schon von Fällen gehört, dass Blitze in Schirme eingeschlagen haben). 

Zu Hause wollte ich dann eigentlich Fahrradfahren, aber dazu bin ich mal wieder nicht gekommen. Zum einen war mir das Trinken wichtiger. Ich wollte keine neuen Kopfschmerzen bekommen und habe mir dann die beiden Tassen Tee gekocht. Mit 10 Minuten "ziehen lassen" und etwas warten (zu heiß konnte ich ihn auch nicht trinken) ging damit ja auch etwas Zeit drauf. Ja, aber das war mir heute (auch vor der morgigen Kontrolle) dann wichtiger. Dann habe ich noch Haushalt gemacht. Wäsche, also in den Keller. Dort habe ich dann noch eine unserer Nachbarinnen getroffen. Sie hat eine Tochter, die in Kürze ein Jahr alt wird (und seit kurzem laufen kann, was sie mir natürlich ganz stolz erzählt hat). Auch sie suchen eine neue Wohnung und so kamen wir dann ins Gespräch. Im letzten Jahr mit einem kleinen Baby war die Suche zu schwierig, aber in diesem Jahr wollen auch sie damit nochmals so richtig starten.

Ich dachte schon, wir wären zu "empfindlich", aber sie sieht es ganz genauso. Wir zahlen hier rund 700 Euro für die Wohnung, aber es kommen immer mehr "Baustellen" dazu (auch in ihrer Wohnung). Unser Vermieter ist ja über 100, von dem sieht und hört man hier eh nichts. Und unser Verwalter ist inzwischen über 90, der wird immer "tüddeliger" und vergisst immer mehr. Wenn man sich auf den verlässt, dann ist man wirklich verlassen. Sie hat ihn wegen einer Sache drei Mal angerufen, jedes Mal hieß es, er würde sich drum kümmern, aber es tat und tat sich nichts. Schließlich hat ihr Mann sich selber um alles gekümmert. Auch in ihrer Wohnung konnte man anfangs übrigens keine einzige Türe schließen, alle waren total verzogen und kratzten total über den Boden, so dass man damit den Boden kaputt gemacht hätte. Der Verwalter meinte daraufhin zu ihr, wenn es sie stört, dann soll sie sich selber darum kümmern.... Ja, und das hat ihr Mann (genauso wie hier auch mein Freund) dann auch gemacht, hat alle Türen ordentlich abgeschliffen. Ja, nur dass unsere Küchentüre so verhakt und verklemmt ist, dass man sie (auch mit zwei kräftigen Männern) nicht aus der Angel heben kann. Sie wusste auch von zwei anderen Mietern in diesem Haus, die sich ebenfalls nach neuen Wohnungen umsehen. 

Ja, das war dann ein längeres, aber sehr interessantes Gespräch, so dass es zum Fahrradfahren letztendlich viel zu spät geworden ist. Aber morgen Mittag habe ich ja eh wieder Training. 

Da ich durch den Stadtbummel und durch dieses Gespräch im Keller die Nachrichten heute völlig verpasst habe, habe ich sie mir heute Abend dann im Internet angeguckt (die Aktuelle Stunde auf WDR mediathek), dabei habe ich dann auch wieder was getrunken. Das mit der Bombe, die in Euskirchen hochgegangen ist, das ist ja "wahnsinn". Aber daran sieht man mal, wie gefährlich solche Bomben sind, was damit alles passieren kann. Durch die Druckwelle sind ja so einige Scheiben (Autos und auch Garagentore) noch Kilometer entfernt kaputt gegangen und die Detonation war noch einige Kilometer weit entfernt (bis zu 30 oder 40 km) zu spüren. Die Erschütterung wurde ja sogar als Erdbeben (der Stärke 0,6) registriert. Ich finde das alles enorm, mit solchen Ausmaßen, mit einer solchen Wucht hätte ich wirklich nicht gerechnet. Da ist es ja sogar "Glück im Unglück", dass nicht noch mehr passiert ist. Es ist zwar schon schlimm genug, dass die Arbeiter (auf dem Gelände, wo die Bombe hochgegangen ist) betroffen sind (soviel ich weiß ein Toter und 14 Verletzte), aber zum Glück keine weiteren Verletzten (z. B. durch die Glassplitter von den kaputten Fensterscheiben). Es ist zwar alles schon sehr heftig, aber bei dieser Detonation hätte es auch noch schlimmer ausgehen können. Die Berichte darüber fand ich auf jeden Fall sehr interessant (wie gefährlich so eine Bombe ist, ich glaube, das wird häufig unterschätzt, wenn von einer Bombenentschärfung die Rede ist!!). 

Jetzt hoffe ich erstmal, dass ich diese blöde Erkältung so schnell wie möglich in den Griff bzw. weg bekomme. Ich will nächste Woche mit der Wassergymnastik weiter machen (aber ganz bestimmt nicht mit Schnupfen) und auf der Arbeit fällt die Konzentration mit einer Erkältung (wenn der Kopf "zu" ist) ja auch total schwer. 

 

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Kommentare

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 04.01.2014 17:16
Liebe Petra,
alles liebe und Gute fuer das Jahr 2014, alles kann nur
besser werden und WIR glauben daran !

HERZLICHST ARNO


Kuhi (QI) [Tb: Ein Tag wie jeder andere ?] - 04.01.2014 11:05
Vielen Dank für dein Kommentar in meinem Tagebuch, liebe Petra. Ich dachte bisher wirklich, ich sei die Einzige mit diesem Problem - kindliche Einfalt- und alle andern haben mich das auch glauben lassen.
Das mit der Bombenentschärfung wird in den Medien und von den Behörden oft verharmlost. Als wir hier in Frankfurt mal räumen mussten, hieß es, es sei "nur" eine Bombenentschärfung und in paar Stunden könnten wir wiederkommen.
Ich wünsch dir gute Besserung und lasse liebe Grüße da
Kuhi


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