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Mittwoch, 01.01.2014


Heute war ein sehr ruhiger und gemütlicher "Gammeltag". Das tat aber auch so richtig gut. Gegen Abend habe ich gespült, aber alles ganz in Ruhe. Dabei flotte Musik im Hintergrund an, da fiel es dann so richtig leicht. Für die Apfelpfannekuchen habe ich mir den ganzen Nachmittag über ebenfalls Zeit gelassen. Ich habe kein Frühstück gegessen, weil mein Freund direkt sagte, dass er gleich damit anfangen würde. Er würde sich die Arbeit nicht machen, wenn ich dann schon satt wäre. Also habe ich aufs Frühstück verzichtet und habe darauf gewartet, dass er fertig wird. 

Dabei ist ihm noch ein kleiner Unfall passiert. Beim Wenden ist ihm Fett aufs Handgelenk gespritzt. Das wurde sofort total rot und heute Abend hatte er dort eine Brandblase. Aber Männer sind ja schließlich hart im Nehmen...... Wenn mir das passiert wäre, dann hätte er mit Sicherheit darauf gedrängt, dass ich den Arm unter kaltes Wasser halte und dass ich Salbe drauf tue (vom Sommerurlaub habe ich noch Salbe, ein kühlendes Gel nach einem Sonnenbrand). Aber wie gesagt, Männer sind halt "hart", sie brauchen weder kaltes Wasser noch die Salbe. Zähne zusammen beißen, "Augen zu" und weiter ging es......

Er hat mir 4 ganz große Pfannekuchen gemacht mit 2 ganzen Äpfeln drin. Das war unwahrscheinlich mächtig. Den ersten habe ich sofort gegessen. Ich hatte Hunger und hatte vorher ja schließlich auch kein Frühstück. Den zweiten etwa eine Stunde später. Den dritten im Laufe des Nachmittages (Stück für Stück) und den vierten während des Spülens. Immer mal wieder ein Stück. Beim letzten viertel Stück war ich eigentlich schon satt, nahm mir dafür ganz viel Zeit. Und da mein Freund mich immer wieder an seinen Arm, an die Brandblase "erinnert" hat (weil die Pfannekuchen ja schließlich mein Wunsch gewesen sind), habe ich das letzte Stück dann natürlich auch noch gegessen. Drüber war wirklich ziemlich dick der Zimt-Vanille-Zucker. Danach konnte ich dann nichts Süßes mehr sehen....... Selbst auf meinen "heißgeliebten" Quark, den ich sonst täglich esse, hatte ich danach keinen Appetit mehr. 

Heute Abend waren auf NDR interessante Sendungen, die wir zum Teil geguckt haben. Unter anderem 1,5 Stunden über die Lieder der NDW, der Neuen Deutschen Welle. O man, waren das noch Zeiten.... Das war meine Jugend in der Gesamtschule. Damit verbinde ich unzählige Erinnerungen. In der Schuldisco wurden meistens diese Lieder gespielt. Wir hatten auch mal eine Klassenfete (zu Karneval), da haben wir die Neue Deutsche Welle als Motto genommen. Eine von meinen Freundinnen war an diesem Abend die Beste. Sie hat Hubert Kah nachgemacht ("Ich seh den Sternenhimmel"), zog dazu ein Nachthemd an und machte sich auch solche "Sterne" (so einen Haarreifen) auf den Kopf. Das war echt der Knaller, das sah total super aus. An dem Tag wurden natürlich viele Fotos gemacht und dieses Foto machte bei unserem Klassentreffen 2006 dann natürlich auch wieder die Runde. 

Wir haben uns erst alle "normal" getroffen (in unserem Klassenraum). Unsere Eltern waren größtenteils auch mit dabei. Sie haben alles (Essen, Trinken und die Musik) organisiert. Sie waren dabei dann auch unsere "Zuschauer". Erst eine kleine "Besprechung" (meine Lehrerin wollte ein paar Sachen mitteilen) und dann ging es los. Sie schloss dann das Zimmer nebenan auf (das Klassenzimmer der anderen Klasse), darin konnten wir uns alle dann nach und nach umziehen. Dann wurde das entsprechende Lied angemacht und wir kamen dann verkleidet in den Raum. 

Was ich bzw. wir gemacht haben? O Gott, also meine Idee war es ganz bestimmt nicht..... Trio mit "Da Da Da"..... Dazu hatte ich mein kleines Keyboard mitgebracht. Wir machten es als "Mutter, Vater und Kind" (auch das war ganz bestimmt nicht meine Idee). Ich war die Mutter. Meine Mutter ging ein Jahr zuvor an Karneval als "Zigeunerin", von ihr bekam ich dann diesen kunterbunten Rock. Dazu eine kunterbunte Bluse. Da ich mir darin total blöd vorkam, habe ich mir von meiner Oma eine ganz große Stola geliehen, so einen ganz langen und breiten Schaal, den ich mir um die Schultern gehangen habe, damit man zumindest von der Bluse so wenig wie möglich sieht. Eine von meinen Freundinnen ging als Mann. Das ging ja noch. Hose und Mantel an und fertig..... Ja, und die dritte ging als Kind. Wir nahmen einen Stuhl mit Rollen, also den wir wie einen Kinderwagen durch den Raum schieben konnten. Sie zog einen Overall an und machte sich Pampers drüber. Dazu einen "Schnuller" in den Mund und eine Rassel in die Hand. Wir drei liefen so dann eine große Runde durchs Klassenzimmer. Die Anderen fanden das super und waren am gröhlen ohne Ende. Das "Da Da Da" machte immer das "Kind", dazu immer kräftig mit der Rassel. Das "Ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht" haben wir als Mutter und Vater immer gemacht, meine Freundin (als Vater) hat dazu mein Keyboard bedient, weil ich dazu dabei viel zu nervös gewesen wäre. Mir war das Ganze so peinlich, dass ich dabei (auch vor Verlegenheit) einen Lachanfall nach dem anderen bekommen habe. Ich konnte mich zum Teil kaum noch einkriegen. Ja, und dieses Lachen sieht man auch total auf den Fotos....... Ja, aber im großen und ganzen war diese Karnevalsfete auf jeden Fall total klasse. 

Meine damalige Freundin, die damals Hubert Kah so super nachgemacht hat, die erkenne ich jetzt gar nicht mehr wieder. Sie könnte in der Stadt an mir vorbei gehen. Sie hat ja eine "Umwandlung" gemacht, ist jetzt ein Mann. Das letzte Foto, das ich von ihr (von ihm) gesehen habe, das ist jetzt etwa 2 Jahre her. Total fremd, sogar mit Bart. Noch nichtmals an den Augen habe ich sie bzw. ihn spontan wieder erkannt. Wenn man es weiß, dann O K, aber erst nach dem dritten oder vierten Hinsehen. Es ist schon enorm, wie weit die Medizin heutzutage ist, was man alles machen kann. Er ist auf jeden Fall seit Jahren mit einer Frau zusammen. Aber ich finde es echt toll, dass er so selbstbewusst ist und diesen Schritt gegangen ist, es so durchgezogen hat. Ich glaube nicht, dass ich in der gleichen Situation auch diesen Mut gehabt hätte. 

Das sieht man ja schon beim Training. Dass ich so ein Personal-Training ein Einzeltherapie durchführe, das wissen von mir nur die wenigsten. Ich spreche immer vom Training oder vom Sport im Allgemeinen und dass ich es mit ihm alleine durchziehe, das wissen auch nur die wenigsten. Obwohl das heutzutage immer mehr Menschen machen. Aber mir ist das irgendwie peinlich. Aber es bringt mir auf jeden Fall viel mehr als Sport in einer Gruppe. Das merke ich ja schon bei der Wassergymnastik. Bei ihm, also beim Training versuche ich auch bei schweren Übungen so gut wie möglich zu sein. Bei der Wassergymnastik (in der Gruppe) gebe ich dagegen immer relativ schnell auf. Wenn ich merke, dass etwas schwer ist (z. B. mit der Nudel oder dem Schwimmbrett unter Wasser, also unter den Füßen), dann gebe ich sehr schnell auf, verziehe mich an den Rand, deute es nur noch an und gucke den Anderen dabei zu. Beim Training würde ich im Leben nicht so schnell aufgeben. O K, bei schweren Sachen hilft er mir auch immer etwas, aber ansonsten mache ich dabei immer mehr Fortschritte. Ja, aber in der Gruppe bin ich halt viel zurückhaltender und gebe viel schneller auf (auch schon früher in den "normalen" Gymnastikgruppen, deswegen hat mich meine damalige Tanzlehrerin ja auch bezüglich des Einzeltrainings angesprochen, weil ich viele Bewegungen in der Gruppe nur "angedeutet" habe, beim Einzeltraining ging es dagegen sehr viel intensiver zu). Deswegen war diese Entscheidung für mich auf jeden Fall richtig, dass ich mit dem Personal-Training, also dem "Einzeltraining" angefangen habe. 

Und ob Frau oder Mann, da haben bei mir halt verschiedene Faktoren eine Rolle gespielt. Zum einen meine Eltern. Meine Mutter ließ bei mir früher ja alles durchgehen, nahm mir alles (auch Haushalt, Kochen usw.) ab und wenn ich die Hausaufgaben vergessen hatte (oder dazu keine Lust hatte), dann setzte sie sich nachts hin (also natürlich je nach Fach, ob sie es konnte) und hat es für mich gemacht. Morgens beim Frühstück war es dann fertig. Mein Vater war darin das Gegenteil. Er zog mit mir ja auch den Sport (auf dem Sportplatz) immer durch. Er achtete darauf, dass in der Schule alles lief und machte mit mir zusammen Mathe und Physik. Auch wenn er zum Teil sehr streng gewesen ist (die vielen Schläge hätten nicht sein müssen!!!), trotzdem, wer weiß, wie ohne ihn meine Schulzeit gelaufen wäre. Auch wenn ich keine Lust auf Hausaufgaben hatte, er hat immer wieder Druck gemacht, so dass ich die Schule schließlich ziemlich gut abschließen konnte (mit der Möglichkeit bzw. der Zulassung zum Abi, was ich jedoch nie machen wollte). 

Ja, und was das Training bzw. die KG betrifft..... Natürlich, "Ausnahmen bestätigen die Regel...!!!!". Aber bisher kenne ich nur eine Physiotherapeutin, die wirklich gut gewesen ist, die die KG mit mir im Prinzip genauso durchgezogen hat, wie wir jetzt das Training durchziehen. Bei ihr hatte ich ja etwa ein 3/4 Jahr die KG. Ich fing bei ihr bei "Null" an (null Kraft) und habe in dieser Zeit gelernt bei der Brücke auf der Stelle zu laufen (was anfangs gar nicht ging) und auch Übungen mit der 1 KG Hantel durchzuführen (auch daran war anfangs gar nicht zu denken). Ansonsten war es immer "anders", auch in der Reha. Die Männer waren immer "intensiver" (zumindest bis auf wenige Ausnahmen) und die Frauen total vorsichtig und zurückhaltend. So wie auch jetzt meine Physiotherapeutin. Bloß nicht zu viel machen, immer sehr viel schonen, bloß nicht überanstrengen. Bei ihr stehen die Gespräche (über alles möglich) meistens im Vordergrund. Die Übungen werden meistens zur "Nebensache". 

Natürlich hätte ich mit meinem Trainer auch Pech haben können, jeder Mensch ist ja eh anders, aber bei ihm hatte ich halt Glück. Wir haben uns sofort gut verstanden, können gut miteinander reden (er ist nicht so überheblich wie die Therapeuten in der Reha) und das Training hat bei ihm von Anfang an Spaß gemacht. Ganz abgesehen davon, dass es mir ja auch von Anfang an sehr viel gebracht hat (also Schmerzfreiheit). 

Ja, so macht halt jeder das im Leben, was er gerne möchte. Meine ehemalige Freundin ist ein Mann (wobei ich diesen Schritt viel größer finde) und ich mache inzwischen zwei Mal wöchentlich eine Stunde Training. Dieses Training in Einzeltherapie das hat mir ja schon mit Anfang 20 Spaß gemacht, als ich damals das Einzeltraining beim Jazz-Tanz gemacht habe. Das war damals schon total super und hat mir sehr viel gebracht. Mit der KG hatte ich zu diesem Zeitpunkt nur schlechte Erfahrungen gemacht. Als ich dann mit dem Tanzen aufhören musste, da habe ich gedacht, das war es jetzt, mit dem Training in Einzeltherapie, natürlich abgesehen von der KG (später war ich dann ja in einigen "allgemeinen" Gymnastikgruppen). Dass ich damit rund 20 Jahre später wieder so richtig durchstarten würde, damit hätte ich damals nicht gerechnet. 

Morgen Nachmittag geht es mit dem Training übrigens weiter. Der Start ins neue Jahr sozusagen. Zur Wassergymnastik würde ich morgen übrigens nicht gehen (auch wenn es stattfinden würde). Der gestrige Abend (das Laufen zum Restaurant und nachts die Knallerei) haben bei mir leichte Spuren hinterlassen. Meine Erkältung ist wieder etwas schlimmer geworden. Wieder etwas mehr Husten und Schnupfen. Nicht so schlimm wie vor Weihnachten, aber wieder schlimmer als letzte Tage. Damit würde ich morgen nicht ins Wasser gehen. Ich hoffe, dass das nächste Woche wieder weg ist, dass ich dann auch mit der Wassergymnastik wieder so richtig starten kann. Ich habe schließlich so einige Ziele in diesem Jahr und dafür brauche ich halt auch viel Bewegung...!!!!

 

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