• kostenlos mitmachen

Samstag, 28.12.2013


Heute war nicht so ganz mein Tag. Zum einen körperlich, aber auch seelisch.

Das gestrige Training hat bei mir "voll reingehauen", anders kann ich es nicht beschreiben. So einen heftigen Muskelkater hatte ich schon lange nicht mehr. Davon habe ich beim Training wirklich nichts gemerkt. O K, ein paar Übungen waren sehr anstrengend, aber wie ich gestern schon geschrieben habe, die erste halbe Stunde war relativ harmlos. Dass die zweite Hälfte bei mir so heftig wirken würde, damit hätte ich nicht gerechnet. 

Als ich heute aufgewacht bin, da tat mir alles weh. Die Oberarme merke ich nur noch ganz minimal, die Beine dafür umso mehr. Ich wollte aufstehen, aber meine Beine taten so weh, die Oberschenkel und der "Po". Bloß nichts zu sehr anspannen, habe ich in dem Moment nur gedacht und habe mich wieder hingelegt. Einfach nur entspannt liegen bleiben. In dem Moment hätte ich meinen Trainer so "köpfen" können (Grins), aber nein, keine Angst, das werde ich ganz bestimmt nie machen (ich bin ja froh, dass ich ihn kennengelernt habe!!).

Ja, aber ich kam dann gar nicht mehr in die Gänge. Ich bin zwischendurch mal kurz aufgestanden, was Essen und Trinken (bevor mein Kreislauf zusammen bricht) und dann wieder ab ins Bett. Mittags wollten wir eigentlich Einkaufen fahren, aber das hat mein Freund dann alleine gemacht. Er hat dort (im Geschäft) dann eine "Kuchenmischung" geholt. Schoko-Flockina. Die hat er Nachmittags dann für mich gebacken. Als "Seelentröster" sozusagen. Im Laufe des Nachmittages und Abends, als ich mich dann endlich aufgerafft habe, habe ich den Kuchen bereits zur Hälfte gegessen. Dann hat mein Freund mich "ausgebremst". Er hatte Angst, dass es mir davon schlecht wird (wenn ich zuviel auf einmal davon esse).

Wenn mein Trainer das mitbekommen hätte, dann hätte ich von ihm eh die "rote Karte" bekommen. Darüber haben wir gestern noch gesprochen. Über Weihnachten hat er bezüglich Süßigkeiten ja noch beide Augen "zugedrückt", aber jetzt soll ich "eigentlich" die Notbremse ziehen, mir nicht immer neue "Ziele", neue Termine in der Zukunft setzen. Und von einer "Diät", wovon ich immer spreche, will er eh nichts hören. Für ihn zählt nur eine Ernährungsumstellung.  Aber diesbezüglich haben wir andere Denkweisen. Ich will eine Diät machen, bis ich mein erstes Ziel erreicht habe (5 Kilo geschafft habe, also um die 75 Kilo bin) und mir dann ernsthaft Gedanken darüber machen, wie ich dieses Gewicht dann länger (oder auf Dauer) halten kann, eventuell sogar noch weiter abnehmen kann. Ja, aber darüber kann man mit ihm nicht diskutieren, darauf geht er nicht ein. Von Diäten hält er halt nichts. 

Ja, vielleicht ist dieses "Aufschieben" der Ernährungsumstellung bei mir auch nur eine "Unsicherheit", weil ich Angst habe bzw. nicht weiß, wie ich das auf Dauer in den Griff bekommen soll (im Sommer hatte ich ja auch 73 Kilo und bin jetzt wieder bei rund 80 Kilo, beim letzten Mal hat es ja auch nicht geklappt.....). Und mit einer Diät geht das Abnehmen halt wesentlich schneller. Bezüglich der Süßigkeiten sind wir ja so verblieben, dass ich mir Montags was gönnen darf (natürlich nicht "Kiloweise"...), damit bei mir nicht irgendwann der große Heißhunger durchbricht und ich gar kein Ende mehr finde. Ja, aber selbst das ist bei mir "gefährlich". Zum einen finde ich die Idee sehr gut. Während der Woche eine "zuckerfreie Zone" (also keine Schokolade, Kuchen usw.), aber wenn ich möchte, dann darf ich mir Montags etwas gönnen. Ja, aber das finde ich schon sehr schwer. Ich meine, dann die richtige Menge zu finden. Bei mir ist die Gefahr dann sehr groß, dass meine Augen im Geschäft größer sind als mein Magen (wie man es immer nennt), dass ich für den Montag dann viel zu viele Süßigkeiten kaufe. Und wenn es erstmal zu Hause liegt, dann werde ich ganz bestimmt auch an den anderen Tagen daran gehen. Diesbezüglich fehlt mir leider die Selbstdisziplin (genauso wie beim regelmäßigen Sport alleine, weshalb ich ja schließlich mit dem Training und der Wassergymnastik angefangen habe, um regelmäßig Sport zu haben, aber trotzdem will ich demnächst wieder mit dem Fahrradfahren beginnen). Er hat deswegen schon gesagt, dass ich das, was ich Montags nicht esse (die Süßigkeiten), dann direkt wegschmeißen soll..... Er hat zwar recht, aber ob ich mich dazu durchringen kann, das weiß ich wirklich noch nicht. Ja, abnehmen ist wirklich eine sehr schwere Sache!!!!!

Nachdem ich dann endlich aufgestanden bin, aber nicht laufen wollte (die Beine taten so weh), saß ich dann vor dem Computer. Ich schnappte mir dann einige Fotoalben und schwelgte in Erinnerungen, habe mehrere Fotos eingescannt. Das Schönste an diesem Tag bzw. an diesem Abend war dann auf MDR die Sendung über Jan Smit. Es war zwar eine Wiederholung, aber ich finde ihn nach wie vor total gut (er sieht halt super gut aus, Grins....). Zum einen viele Lieder von ihm (ich mag seine Stimme halt sehr), aber auch viel Landschaft. Er wohnt in Holland am Ijsselmeer. Das kenne ich bisher nur aus dem Fernsehen. Das reizt mich total, dort möchte ich irgendwann mal Urlaub machen. Ja, diese Sendung war für mich das einzige Schöne an diesem Tag. 

Ja, und umso länger ich heute im Bett lag (ich bin erst am späten Nachmittag aufgestanden), umso mehr hing ich auch meinen Gedanken nach, was ganz und gar nicht gut gewesen ist..... Ich wurde dann leicht depressiv. Ich bin froh, wenn dieses Jahr endlich vorbei ist. Nur noch wenige Tage, dann haben wir es geschafft. 

Dieses Jahr freue ich mich so gar nicht auf Silvester (diese Gedanken waren der Grund für meine Depri-Phase). Rund 20 Jahre lang war Silvester bei uns echt schön. Wir haben es immer mit seiner Familie zusammen gefeiert, mit den gleichen Personen, mit denen wir auch an Weihnachten zusammen sind. Die Stimmung war immer sehr gut, wir hatten dabei immer viel Spaß (genauso wie an Weihnachten). Um Mitternacht sind wir immer zusammen raus gegangen und haben "geknallt" (diese Batterien, einmal Anzünden und dann 100 oder mehr Schuss). In unseren Glanzzeiten haben wir es übertrieben und so viel davon gekauft, dass wir damit locker 30 bis 45 Minuten beschäftigt waren, in den letzten Jahren dann nur noch etwa 15 bis 30 Minuten. 

In den letzten gemeinsamen Jahren wurde es dann allerdings immer langweiliger. Wir haben zwar viele gemeinsame Interessen, aber halt nicht alles. In dem letzten Jahr, als wir zusammen gefeiert haben, da war es super langweilig. Mein Schwager ist ein ganz großer Andre Rieu Fan. Am Silvesterabend war auf einem Programm ein Andre Rieu Abend. Auf den anderen Sendern liefen verschiedene Musiksendungen. Auf einem liefen deutsche Schlager (was uns sehr interessiert hat), aber ansonsten auch die Übertragung aus Berlin. Auch dort waren mehrere Sänger dabei, die ich gut fand. Letztendlich lief der Abend so (da mein Schwager die ganze Zeit die Fernbedienung in der Hand hatte), dass wir "anteilmäßig" 3 bis 4 Lieder von Andre Rieu gehört haben und ein Lied, das uns gefällt. Das war total langweilig, der Abend zog sich dadurch wie "Kaugummi". Weil er sich, als Andre Rieu zu Ende war, geweigert hat, die andere Musik anzumachen, haben wir als "kompromiss" den Rest des Abends "Sketch-Sendungen" geguckt (z. B. mit Dieter Hallervorden) und uralten Sketchen, die man im Laufe des Lebens schon "hundert Mal" gesehen hat ("Palem, Palem"......). Langweiliger hätte dieser Abend nicht werden können. Daraufhin sagte mein Freund dann, dass es das letzte Mal gewesen ist, dass wir Silvester zusammen gefeiert haben. Ab sofort verbringen wir diese Nacht alleine....

Dann das Jahr kam unsere Krise, als mein Freund etwas mit seiner Kollegin angefangen hat...... Ich habe es durch Zufall heraus bekommen und es kam dann natürlich zum großen "Knall". (Ja, ich war drauf und dran, mich von ihm zu trennen, aber meine Liebe zu ihm war halt stärker.....) Er hat sich dann zwar wieder von ihr getrennt und wir beide blieben (nach einer langen und sehr intensiven Aussprache) zusammen, aber es war für uns beide sehr hart. Wir mussten beide erstmal lernen, mit dieser Situation umzugehen, es zu akzeptieren, wie es gelaufen ist und wieder neues Vertrauen zueinander aufbauen. Silvester war dann sehr hart. Mein Freund trank einen "über den Durst" und lag bereits ab 23 Uhr im Bett. Ich saß die ganze Nacht alleine weinend vor dem Fernseher (bei mir sind die Depressionen total durchgebrochen). Im nächsten Jahr hat sich unsere Beziehung dann zum Glück wieder stabilisiert. Es wurde wieder super schön, fast so schön wie am Anfang unserer Beziehung. Die Sache mit seiner Kollegin steht zwar bis heute zwischen uns (vergessen kann man das einfach nicht), aber es ist bei uns trotzdem kein Thema mehr. Schnee von gestern, wie man so schön sagt (mein Freund will heute gar nicht mehr darüber reden). Aber trotzdem ist es im Vergleich zu früher irgendwie "anders" geworden. 

Im folgenden Jahr haben wir wieder viel mehr zusammen unternommen (die Krise ist unter anderem dadurch entstanden, dass wir immer weniger zusammen gemacht haben, keine gemeinsamen Erinnerungen mehr hatten, uns sozusagen "auseinander gelebt" haben, seine Kollegin war darin ganz anders, viel offener und aufgeschlossener als ich, sie haben einige Sachen zusammen unternommen, bis ich es dann halt durch Zufall mitbekommen habe.....). Wir waren dann sehr viel unterwegs, fast an jedem Wochenende und auch in einigen guten Comedy-Veranstaltungen (so viel Zeit wie möglich zusammen verbringen!!).

Unter anderem waren wir auch in der "Musikschau Schottland", die dabei aufgezeichnet worden ist. Wir haben die DVD dann gekauft und haben sie gemeinsam am nächsten Silvester angeguckt. Das war für uns eine schöne Erinnerung an diesen Abend, also an diese Show. Um Mitternacht sind wir raus und haben etwas geknallt. 

Dann das Jahr waren wir in der "Peter Kraus Revue" (Musikmäßig genau das Richtige für uns). Auch von diesem Abend (Aufzeichnung in Wien) gibt es eine DVD, die wir dann das Jahr (am letzten Silvester) geguckt haben. Um Mitternacht wieder raus zum knallen. 

Ja, aber für dieses Jahr haben wir noch nichts bestimmtes vor (DVD mäßig meine ich jetzt). Erst gehen wir immerhin zusammen Essen (nur wir beide) und dann mal sehen, was es dann im Fernsehen gibt. Und dann meinte mein Freund tatsächlich, dass er um Mitternacht noch nichtmals Knallen will. Das letzte Jahr, die letzten Monate seien so doof gelaufen, dass er gar keine Lust dazu hätte. Er will das Jahr jetzt einfach nur zu Ende bringen. Er hat den Tod unserer Katze auch noch nicht überwunden, ist darin allerdings noch viel intensiver als ich. Ich versuche immer, mich mit so vielen Sachen wie möglich abzulenken, aber er spricht immer wieder von ihr. Beim kleinsten Knacken geht es sofort, dass es sich so angehört hat, wenn sie Trockenfutter gegessen hat oder wenn sie mit langen Krallen über das Parkett gelaufen ist. Beim kleinsten Rascheln, dass es sich so angehört hat, als wenn sie sich in ihrem Karton (sie liebte Kartons) umgedreht hat. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht von ihr reden, über irgendwelche Erinnerungen. Das ist für mich auch immer sehr hart, mir kommen deswegen auch fast täglich die Tränen. Ich hatte über lange Zeit morgens ein "Ritual" mit ihr, wie ich sie morgens begrüßt habe, ihr das Essen gegeben habe, sie ein bisschen gestreichelt habe. Anfangs hat mein Freund darüber "gelästert", hinterher fand er es nur noch süß. Ja, und jetzt fehlt dieses morgendliche Ritual halt und er hat mich morgens schon des Öfteren daran erinnert, wie ich mich sonst um diese Zeit immer um die Kleine gekümmert habe. Ja, ich versuche immer, mich so gut es geht abzulenken, aber er erinnert mich bei jeder Gelegenheit, in vielen Situationen immer wieder daran, wie es mit unserer Katze gewesen ist. Also, leicht ist es hier seelisch im Moment ganz bestimmt nicht (diese Gedanken hatte ich halt heute, als ich so lange im Bett lag). 

Ja, er wollte um Mitternacht dann noch nichtmals knallen, hatte dazu keine Lust, aber ich habe ihn dazu überredet, zumindest zwei oder drei von diesen Batterien zu holen. Ich will dieses blöde Jahr damit "auf den Mond schießen"...!!!! Die Knaller wollen wir am Montag kaufen (da müssen wir auf jeden Fall Einkaufen fahren). 

Am Sonntag Mittag habe ich (zum Glück) dann erstmal wieder Training. Auch wenn es mir mit dem Muskelkater dann schwer fallen wird, trotzdem finde ich die "Ablenkung" an sich dabei schon gut. Es macht immer Spaß und dabei komme ich halt immer auf andere Gedanken. 

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben