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Montag, 23.12.2013 (KG)


Heute Mittag waren wir zunächst Einkaufen. Ist das schwer, für jemanden ein Geschenk zu kaufen, der im Prinzip schon alles hat, nichts haben möchte und sich auch nie über etwas freut (bei dem die meisten Geschenke dann eh im Schrank landen). Das macht einfach keinen Spaß (sich darüber dann Gedanken zu machen). Aber wir können am Mittwoch ja schlecht mit leeren Händen zu meiner Mutter fahren. 

Meiner Mutter habe ich letztendlich ein Blumen-Gesteck mit Orchideen geholt. Sie liebt Blumen, das kann sie auf die Fensterbank stellen. Ich hoffe, dass es etwas hält. Als "Blumentopf" ein weihnachtliches Motiv. Was Besseres ist mir wirklich nicht eingefallen.

Ihr Freund bekommt ein Deo-Spray. Ohne Duft und ohne Alkohol, sonst verträgt er es nicht. Er geht ja zwei Mal wöchentlich zum Tischtennis-Spielen und anschließend immer Duschen. Dann kann er es halt benutzen. Etwas besseres fiel mir bei ihm wirklich nicht ein. 

Tischtennis habe ich als Kind eine Zeitlang ja auch mal gespielt. Es war auch ein kleines Hobby meines Vaters. Wenn sich im Urlaub die Gelegenheit dazu ergeben hat (vor vielen Hotels bzw. Pensionen in Österreich stand früher eine Tischtennisplatte), dann haben wir ein paar Runden gespielt. Wirklich gut war ich darin nie, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Eine Zeitlang habe ich das dann ja auch mit meiner damaligen Schulfreundin gespielt. Bis mein Vater uns in den Verein, in seine Gruppe geholt hat, wo wir dann ja auch regelmäßig gegen die "Profis" antreten mussten. Beim "Schmettern" bekam ich dann keinen einzigen Ball mehr. Schon nach kurzer Zeit hatte ich dazu dann gar keine Lust mehr. Wenn gar keine Erfolge mehr eintreten, dann verliert man schnell den Spaß an einer Sache. 

Ballsportarten, bei denen ich keinen direkten Ballkontakt hatte, sondern den Schläger in der Hand hielt, die haben mir damals Spaß gemacht. Eine von meinen damaligen Schulfreundinnen spielte so gerne Tennis, war damals ein ganz großer Fan von Boris Becker (sammelte damals alles, was über ihn in den Zeitungen zu finden war). Sie wollte mit mir dann Tennis spielen, was jedoch nicht geklappt hat. Der Tennisball war zu schwer für mich, wenn der mit Schwung auf mich zugeflogen kam, dann fehlte mir völlig die Kraft, um ihn zurückzuschlagen. Aber daraus haben wir dann schließlich Badminton gemacht, was wir damals dann eine ganze Zeitlang gespielt haben. Meistens auf der großen Wiese hinter unseren Wohnhäusern. Auch im Wechsel mit den anderen Kindern. Das hat damals immer viel Spaß gemacht, daran habe ich noch einige schöne Erinnerungen. Wenn das beim Schulsport angekündigt war, dann haben mir die Anderen auch immer Bescheid gesagt, daran habe ich dann auch immer teilgenommen. 

In der Berufsschule (da war ich ja schon mit meinem Freund zusammen) hatten wir keinen "klassischen" Schulsport mehr. Wir waren ja alle schon erwachsen, alle über 18 Jahre und wurden gefragt, was wir machen möchten. Eine absolute Mehrheit der Klasse war damals für Squash. Nicht weit von der Schule entfernt (im gleichen Stadtteil) war damals ein Squash-Center. Unser Lehrer mietete daraufhin für das ganze Schuljahr (wir hatten nur im ersten Ausbildungsjahr Sport, danach stand es gar nicht mehr auf dem Stundenplan) für unsere Sportzeiten die Räume im Squash-Center an. Die meisten hatten damals ja schon ein Auto. Wir machten dann Fahrgemeinschaften, schon alleine, weil der Parkplatz vom Squash-Center relativ klein war. Zum Teil haben sich dann feste "Pärchen" gebildet, die immer zusammen gespielt haben, die Anderen haben sich immer mal wieder abgewechselt. Es gab dort natürlich nicht genügend Kabinen (zum Spielen) für alle gleichzeitig. Vorne war eine große Bar, dort saßen die Anderen dann immer zusammen, haben was getrunken (natürlich keinen Alkohol) und haben sich unterhalten. 

An einem Tag hatte ich so richtig Lust zu spielen, war total gut in Form (total gut drauf), kam aber nur einmal für etwa 10 Minuten dran. Abends habe ich meinem Freund davon erzählt. Eigentlich ist er ja ein totaler Sport-Muffel, aber das hat ihn dann doch gereizt. Er kaufte dann spontan Schläger und Bälle für uns und dann haben wir beide losgelegt. Allerdings nur wenige Monate, vielleicht 2 oder 3 Monate lang (zwei Mal wöchentlich). Wir "passten" sportlich irgendwie nicht zusammen. Mein Freund hatte keine Kondition, machte immer sehr schnell schlapp, brauchte viele Pausen. Ich habe zu der Zeit ja Jazz-Tanz gemacht, hatte eine sehr gute Kondition. Mir hat das gar nichts ausgemacht. 

Dafür hatte ich eine sehr schlechte Reaktion, konnte die Bälle nur schlecht bekommen. Mein Freund kam zwar schnell außer Puste, hat dafür aber fast alle Bälle bekommen. Ich legte mich immer mehr "ins Zeug", gab alles, um so viele Bälle wie möglich zu bekommen. Dabei zog ich mir allerdings auch Verletzungen ohne Ende zu. Prellungen, blaue Flecke an den Knien und Ellenbogen. Zum Teil auch schon richtige Zerrungen, die wir dann mit Sportlergel behandelt haben. Letztendlich wurde es meinem Freund mit mir dann zu gefährlich. Er bekam die Sache mit der Kondition nicht in den Griff, ich bekam nur wenige Bälle und wenn ich einen Ball bekam, dann nur, weil ich mal wieder "alles" gegeben hatte und die nächsten Prellungen, die nächsten blauen Flecke hatte. Wir haben es dann schließlich aufgegeben. 

Dagegen kam ich heute bei der KG schon viel besser mit. Einer der Unterschiede zwischen KG und Training ist auf jeden Fall, dass beim Training der Sport im Vordergrund steht. Wenn wir Gespräche führen, dann entweder anfangs (je nach Situation auch schon mal länger und intensiver) oder am Ende. Zwischendurch nur, wenn sich im Rahmen des Trainings (bei Übungen) Fragen ergeben. Bei der KG geht es dagegen wesentlich lockerer zu.

Ich habe heute direkt gesagt, dass ich gerne "etwas" machen möchte (keine ruhige "manuelle Therapie" auf der Liege, dazu hatte ich heute wirklich keine Lust, zumal ich den nächsten Sport, das nächste Training ja erst am Freitag habe). Daraufhin holte sie die große Matte raus und wir gingen auf den Boden. Zwischen den einzelnen Übungen gab es heute dann allerdings sehr große Pausen, in denen wir uns über Weihnachten unterhalten haben. Wie wir Weihnachten mit der Familie feiern. 

Es fing dann erst "auf allen Vieren" an. Erst vor und zurück. Also erst ganz nach hinten, auf die Fersen setzen, die Hände weit vorne, den Oberkörper lang machen. Dann so weit wie möglich nach vorne, Spannung im Bauch und vorne etwas halten. 12 Mal, dann eine Pause und nochmals 12 Mal.

Dann weiterhin auf allen Vieren, zunächst nur mit rechts 2 x 12 Mal das Bein (das Knie) weit nach vorne Ziehen (Richtung Brust) und dann nach hinten strecken. Danach mit dem linken Bein 2 x 12 Durchgänge. Danach rechts und links im Wechsel 12 Mal, also mit jedem Bein 6 Mal.

Dann 12 Mal Beine strecken, also zur Liegestütz-Position hoch drücken. Dabei kamen wir dann auf das Training zu sprechen, weil wir diese Übung dabei ja auch regelmäßig durchführen. Weil ich auch vorhin (bei dieser Übung) die Beine (die Knie) wieder fest zusammen gedrückt habe, kamen wir dann auf dieses Problem zu sprechen, dass ich anders, wenn die Beine auseinander sind, nicht hoch komme. Das wollte sie mir erst nicht glauben und es folgten dann einige weitere Varianten. 

Zuerst nur so die Beine auseinander. Ich kam absolut nicht hoch. Dann bekam ich ein kleines, flaches Kissen zwischen die Knie, habe die Beine damit dann kräftig zusammen gedrückt. Es fiel mir zwar schon etwas schwerer, aber ich kam trotzdem hoch. Dann bekam ich zwei dicke Kissen zwischen die Knie, so dass die Beine dann in etwa hüftbreit auseinander waren. Damit bekam ich die Beine dann mit höchster Anstrengung nur noch gerade vom Boden angehoben. Sie wollte mir dabei helfen, zog mich etwas an der Hüfte hoch, aber ich konnte die Spannung in den Beinen nicht halten, kam nicht ganz hoch, klappte sofort wieder zusammen. 

Sie konnte das nicht verstehen und ich fühlte mich in diesem Moment wie ein "Simulant". Was soll ich denn machen, wenn es nicht klappt? Ich war am ganzen Körper angespannt, Spannung ohne Ende, hatte schon totale Schweißausbrüche und kam trotzdem nicht hoch. Als Abschluss von diesen Varianten dann runter auf die Unterarme, Beine waren wieder zusammen und dann vom Boden hochdrücken. Dann bekomme ich die Beine zwar nicht gestreckt (also nicht bis zur Liegestütz-Position), aber immerhin bekomme ich sie mit Kraft vom Boden angehoben. Diese Varianten, mit dem Hochdrücken vom Boden, haben wir jeweils 6 Mal durchgeführt.

Dann ging es auf dem Rücken liegend weiter. Beine aufstellen und hoch zur Brücke. Erstmal oben nur etwas halten. Dabei kamen dann erst ein paar Korrekturen, bis ich endlich gerade war (Rücken und Oberschenkel eine Linie). Mal hing ich zu tief durch, dann ging ich zu hoch ins Hohlkreuz, bis ich dann endlich gerade war. Danach 20 Mal (mit Wiederholung) oben wippen, zur Hälfte runter und wieder hoch.

Dann 2 x 20 mal bei der Brücke auf der Stelle laufen. Abschließend dann noch 2 x 12 Sit-Ups, die mir heute sehr schwer gefallen sind, obwohl sie dabei schon meine Füße etwas festgehalten hat, auf den Boden gedrückt hat. Ich kam heute irgendwie nicht richtig hoch, noch nichtmals halb so hoch wie sonst. Als wenn ich "Blei" im Oberkörper hatte, das fiel mir heute mächtig schwer. 

Allerdings muss ich dabei sagen, dass mich die Erkältung weiterhin nervt. Ich will endlich meine normale Stimme wieder haben. Ich höre mich immer noch "köstlich" an. Das nervt mich unwahrscheinlich. Schnupfen habe ich immer noch ein bisschen, brauchte auch vorhin während der KG die Tempos (die hatte ich in greifbarer Nähe neben mir auf dem Boden liegen). Der Hustenreiz lässt langsam nach (ich habe vorhin noch einen Husten- und Bronchialtee mit Fenchelhonig getrunken). Es ist deutlich weniger geworden. Zum Teil nur ein trockener Husten und zeitweise "rasselt" es noch etwas. Also ganz weg ist das immer noch nicht. 

Am Dienstag müssen wir "relativ" früh aufstehen. Als wir heute Einkaufen waren, da war die Post hier. Das muss das Päckchen von Amazon sein, der DVD-Film, den ich dort letztens bestellt habe. Mein Freund möchte den Film jetzt gerne an Weihnachten (abends) gucken. Wir wissen nicht, wie lange die Post morgen auf hat, deswegen wollen wir schon möglichst "früh" los (spätestens gegen 11 Uhr). Wir hoffen, dass die Post zumindest bis gegen Mittag geöffnet hat. Danach machen wir uns dann "fertig" (duschen usw.), am frühen Nachmittag trifft sich die Familie dann, so wie immer an Heiligabend, bei der Schwester meines Freundes.

So sehr ich mich auf die Anderen freue, ich bin froh, wenn die "Bescherung" vorbei ist. Das artet jedes Jahr immer mehr aus. Taschenweise Geschenke, und noch eines, und noch eines, und noch eines...... Man kann alles übertreiben!! Darüber werde ich morgen Abend dann schreiben, wie es dort gelaufen ist.

 

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