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Sonntag, 22.12.2013 (Training)


Der heutige Tag war bei mir mal wieder ein ganz heftiges "Auf und Ab". Heute Mittag ging es mir zunächst relativ gut. Beim Training musste ich wegen der Erkältung zwar ein paar "Zwangspausen" einlegen, konnte es ansonsten aber sehr gut durchziehen. Die meisten Probleme hatte ich mit dem Kreislauf. Es sind immer wieder Übungen dabei, bei denen ich mit dem Oberkörper nach vorne gehen soll (Hantelübungen im Stehen). Sobald ich mich dann wieder gerade aufgerichtet habe, ging mein Kreislauf "flöten" und es wurde mir etwas schwindelig, was ich aber immer schnell wieder unter Kontrolle hatte. Aber trotzdem hat das mächtig genervt. 

Heute Nachmittag ging es mir so richtig gut. Ich war total gut drauf und auch weiterhin völlig schmerzfrei. Ich habe mich dann direkt auf den Haushalt gestürzt, was mir heute total leicht fiel. Habe alles von Hand gespült und bin auch mit der Wäsche ein gutes Stück voran gekommen. Gegen Abend wurde der Husten dann wieder deutlich intensiver, das Rasseln wurde wieder schlimmer. Mein Freund hat mir dann einen Tee gemacht, so einen Husten- und Bronchialtee (aus der Apotheke) mit Fenchelhonig. Darauf hatte ich vorhin zwar gar keine Lust, hätte, wenn schon Tee, dann lieber einen Erdbeertee getrunken, aber er ließ nicht locker, bis ich ihn dann schließlich doch getrunken habe. 

Für die Wäsche werde ich jetzt immer länger brauchen. Wir haben seit vielen Jahren einen Trockner, wo bisher bis auf T-Shirts, Blusen und den Hemden meines Freundes auch alles reingekommen ist. Jetzt ist unser Strompreis aber extrem erhöht worden. Nachzahlung über 200 Euro, monatlich über 20 Euro mehr, wir sind jetzt monatlich bei rund 150 Euro. Wir haben uns dann zusammen gesetzt und haben überlegt, wie und wo wir strommäßig am besten sparen können. Fernsehen und Computer sind ein Muss. Fernsehen ist das größte Hobby meines Freundes und der Computer ist unser gemeinsames Hobby. Ansonsten Licht ausmachen!!! Ich habe die Angewohnheit, wenn ich "gleich", und wenn es erst in einer Stunde oder später ist, nochmals in einen Raum muss (z. B. Küche oder Badezimmer), das Licht so lange an zu lassen. Das muss ich mir unbedingt angewöhnen, wenn ich aus einem Raum raus gehe, dann das Licht auszumachen. Damit kann man sicherlich schon so einiges sparen. 

Ja, und dann der Trockner. Da kommen ab sofort zunächst nur noch Handtücher und Waschlappen rein. Die möchten wir gerne weiterhin schön weich haben (daran sind wir halt gewöhnt). Aber alles andere kommt ab sofort zum Trocknen auf den Wäscheständer. Heute Mittag habe ich Socken gewaschen und jeden einzelnen mit einer Wäscheklammer auf dem Ständer festgemacht. Das hielt natürlich viel länger auf als einen "Sammelgriff" und alle in einen Rutsch in den Trockner zu werfen. Aber daran, an diese zeitliche Mehrarbeit, werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Grundsätzlich habe ich mit solchen Aufgaben gar keine Probleme, es hält halt zeitlich nur so auf. 

Dann habe ich vorhin (so wie jeden Sonntag Abend) mit meiner Mutter telefoniert. Auf meine Frage, was sie sich zu Weihnachten wünschen würden, kam die typische Antwort "nichts, unsere Schränke sind voll, wir haben alles, was wir brauchen". Aber gleichzeitig hat sie mir erzählt, dass sie für uns beide bereits Geschenke dort liegen hätten. Das ist wieder ganz klasse. Dann wollen wir dort natürlich auch nicht mit leeren Händen stehen. Ich habe keine Ahnung, was hier für sie holen sollen. Morgen Mittag wollen wir Einkaufen fahren, vielleicht sehen wir ja noch was schönes. Ich habe aber wirklich keine Idee, wonach ich gucken soll. 

Geschenkemäßig hat mein Trainer in diesem Jahr sowieso "den Vogel abgeschossen". Das meine ich jetzt absolut positiv. Sein Geschenk, seine Überraschung kann eh keiner mehr "überbieten" (damit habe ich absolut nicht gerechnet). Ich möchte hier nicht rein schreiben, was ich von ihm bekommen habe, alles muss man ja auch nicht in der Öffentlichkeit breit treten, aber es ist kein "08/15"-Geschenk, sondern was persönliches. Er hat sich Gedanken gemacht und es ist etwas für meine persönlichen Hobbys und Interessen. Zuerst das Buch zum Geburtstag, wie man seine persönlichen Ziele am besten verwirklichen kann (womit ich schon nicht gerechnet habe) und jetzt dieses Geschenk. Vor lauter Freude und Überraschung habe ich heute dann zum ersten Mal vergessen, ihm das Geld fürs Training zu geben (was ich ihm am Ende jeder Stunde gebe). Das fiel mir erst zu Hause auf und war mir total peinlich. Das ist mir in den ganzen zwei Jahren nicht passiert, dass ich das vergessen habe. Ja, da sieht man, dass ich mit meinen Gedanken plötzlich ganz woanders gewesen bin. 

Bei dieser Gelegenheit habe ich ihn dann direkt aufs nächste Jahr angesprochen, dass ich das Training bei ihm auf jeden Fall weiterhin einplane. Ich meine, im Grunde weiß er das ja eh, davon habe ich ja von Anfang an gesprochen, dass ich es dauerhaft, "lebenslänglich" sozusagen einplane. Aber die gleiche Angst, die ich auf der Arbeit habe, die werde ich auch beim Training nicht völlig los. Auf der Arbeit lasse ich mir mit vielen Aufgaben zu lange Zeit, aus Angst, danach keine weiteren Aufgaben mehr zu haben. Und auch, wenn er charakterlich völlig anders als mein erster Trainer ist, viel persönlicher in seiner Art, trotzdem vergesse ich es nicht, wie mich mein erster Trainer von heute auf morgen abgeschossen hat, mich wie eine "heiße Kartoffel" einfach fallen gelassen hat. Auch wenn das Training jetzt super gut läuft und wir uns auch sehr gut verstehen, trotzdem werde ich die Angst nicht ganz los, dass es sich eines Tages so wiederholen könnte. 

Bezüglich Angst muss ich gerade auch an die Arbeit denken. Ich bin mit meinen Akten, mit der Ablage total im Rückstand. So schlimm war es in den alten Büros nie. Dort hatte ich die Ablage, die Aktenschränke in meinem Zimmer, habe jeden Tag etwas gemacht, kam damit immer sehr gut voran. Jetzt sind unsere Räume für diese Schränke zu klein und alle Aktenschränke stehen im Keller (die Akten liegen unter meinem Schreibtisch). Ich habe mich dann selber mal gefragt, wovor ich eigentlich Angst habe, weshalb ich damit nicht mehr weiter komme, es seit Mitte Oktober (seit dem Umzug) vor mir herschiebe. Dann habe ich es mir schließlich selber beantwortet....... Weil ich anscheinend eine neue Angst entwickelt habe. Man kommt nur mit dem Aufzug in den Keller und ich habe Angst, dass ich damit stecken bleibe. Seit einiger Zeit nehme ich eh meistens die Treppe, anstelle des Aufzuges, aber aus gesundheitlichen Gründen, weil einem diese Bewegung halt immer empfohlen wird. Letztens, vor einigen Wochen, war der Aufzug im Haus von meiner KG-Praxis längere Zeit defekt. Als er wieder ging, da war ich spät dran und bin mal wieder Aufzug gefahren. Er hat total geruckelt und fuhr super langsam. Ich habe gedacht, er würde stehen und bekam sofort etwas Herzrasen und Schweißausbrüche, wurde total nervös. Ich kann besser in einem vollen Zug stehen (unter Leuten), als alleine in einem Aufzug. Die Aufzüge in den neuen Büros sind auch nicht die besten bzw. die neuesten. Wie ich das jetzt in den Griff bekommen soll, dass ich damit demnächst täglich alleine fahren kann (um die Ablage nach und nach in den Griff zu bekommen), das weiß ich jetzt noch nicht. Aber damit will ich mich dann auch erst nach dem Urlaub beschäftigen. Auf jeden Fall war es auch für mich ein blödes Gefühl, als ich es selber erkannt habe, dass ich bisher noch nicht alleine im Keller war (ich war bisher zwei Mal zusammen mit einer Kollegin unten) und davor plötzlich Angst habe.

Als er mir vorhin das Geschenk gegeben hat, da musste ich mich erst "zusammen reißen". Ich sage mal so, wenn er eine Frau gewesen wäre, z. B. meine Physiotherapeutin oder auch eine gute Kollegin, dann hätte ich ihn in diesem Moment spontan in den Arm genommen und gedrückt. Aber bei einem Mann "verkneife" ich mir eine solche Reaktion dann doch lieber. Das finde ich dann etwas "unangebracht" (nicht "zu" vertraut werden). Ich habe mich halt wirklich darüber gefreut. So ein Geschenk hätte ich allerdings eher von meiner Mutter oder meiner Schwägerin vermutet und nicht von einem "Fremden". Obwohl "fremd" ist er mir schon lange nicht mehr, dafür kennen wir uns längst viel zu gut. Bei Fremden bin ich viel stiller, bei ihm bin ich inzwischen schon sehr locker und offen. Nein, also "fremd" ist er für mich ganz bestimmt nicht mehr (unser Vertrauensverhältnis bei den Übungen ist ja auch immer super gut, sonst würden manche Übungen auch gar nicht so richtig klappen).

Das heutige Training war echt wieder gut. Ich sage mal so, so richtig schwierig wird es immer dann, wenn das "Psychische" dazu kommt. In den letzten beiden Jahren habe ich bei ihm schon sehr gute Fortschritte gemacht. Es gibt dabei auch Übungen, die ich zunächst (vor einiger Zeit) nicht konnte, womit ich anfangs große Probleme hatte. Mein Kopf "meldet" mir dann sofort, dass ich das nicht kann und mir fallen die Probleme ein, die ich beim letzten Mal damit hatte. Ich gehe dann total "verkrampft" und unsicher an diese Übung dran, da ich sie ja eh nicht richtig kann und habe damit dann erst recht Probleme. Diese "Blockade" in diesem Moment zu lösen, das finde ich dann wirklich sehr schwer. In dem Moment wenn der Kopf, wenn die Angst bei einer Übung mit eingeschaltet wird, dann wird alles gleich sehr viel schwerer. 

Vorhin habe ich dabei noch so gedacht, wie gut ich diesen Raum jetzt schon kenne. Ich suche mir bei allen Übungen einen "Fixpunkt", wo ich dann konzentriert hin gucke. Entweder mache ich die Augen dabei zu (was nicht bei allen Übungen geht, weil man dann zum Teil das Gleichgewicht verliert), ober ich gucke dabei intensiv auf diese eine Stelle. Sobald ich diese Stelle aus den Augen "verliere" und mein Blick "wandert", dann kommen meistens die nächsten Korrekturen, mehr Spannung halten, Kopf gerader usw. Letztens habe ich noch vom Training geträumt (es war nur ein kurzer Traum aus diesem Raum) und ich war überrascht, wie viele Details aus diesem Raum darin vorgekommen sind. Ich habe mir im Laufe der Zeit anscheinend schon einige Ecken total "eingeprägt".

Ansonsten war das Training heute wieder total gut, ging mal wieder viel zu schnell um (das nächste ist am Freitag, also direkt nach Weihnachten). Die meisten Korrekturen kamen, so wie üblich, wegen der fehlenden Bauchspannung. Das habe ich nicht so wirklich unter Kontrolle. Immer einen geraden Rücken zu haben, das ist wirklich schwer. Egal ob beim Stehen (bei verschiedenen Hantelübungen) oder auch beim Liegen (auf dem Rücken, bei verschiedenen Beinübungen), immer den geraden Rücken unter Kontrolle zu halten. Aber dafür machen wir das Training ja schließlich, solche Übungen sind regelmäßig dabei. 

 

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