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Samstag, 21.12.2013


Seit heute Nachmittag geht es mir jetzt endlich wieder etwas besser. Ich habe zwar immer noch Husten und Schnupfen, aber nicht mehr ganz so intensiv wie an den letzten Tagen. Heute morgen bzw. Mittag kam ich zunächst gar nicht in die Gänge. Totale Kreislaufprobleme. Dadurch lag ich dann viel zu lange im Bett. Als ich dann endlich in die Gänge kam, da hatte ich ganz heftige Kopfschmerzen, das war schon mehr Migräne. Es dauerte dann mehrere Stunden, bis die Aspirin endlich gewirkt haben. Am späten Nachmittag ging es mir dann endlich besser, die Kopfschmerzen waren weg, der Schnupfen deutlich weniger und das Rasseln beim Husten wird auch immer weniger. Heute Abend war ich dann ganz gut drauf, habe mich noch etwas um den Haushalt gekümmert und endlich die Weihnachtsgeschenke eingepackt. Außerdem die Weihnachtskarten geschrieben. Besser spät als nie. 

Mit dem Haushalt bin ich zur Zeit total im Rückstand. In der letzten Woche war ich abends (wegen der Erkältung) ja total "schach-matt", habe gar nichts mehr gemacht. Bei mir türmt sich die Wäsche. Nicht nur "symbolisch", sondern wirklich (im Badezimmer im Wäschebehälter). Außerdem hat mein Freund seine Arbeitssachen mitgebracht, um die ich mich auch noch kümmern muss. Eigentlich wollte ich alles vor Weihnachten fertig haben, stattdessen habe ich heute mit der ersten Waschmaschine gestartet. Über Weihnachten wird die Maschine ganz bestimmt täglich laufen, ansonsten werde ich gar nicht mehr durch kommen. 

Ich weiß noch, früher durften wir an Weihnachten gar nicht waschen. Und wenn meine Mutter dann doch mal gewaschen hat, dann bekam sie mit meiner Oma Ärger ohne Ende. Das ist bestimmt genau so ein Aberglaube wie die Zahl 13 bzw. auch Freitag, der 13. 

Meine Oma sagte immer, wenn man zwischen Weihnachten (Heiligabend) und Neujahr (also dem 01.01.) wäscht, dann geschieht ein Unglück in der Familie. Seit meinem Unfall mit dem gebrochenen Arm an einem Freitag, dem 13., da hat meine Mutter zwar (bis heute) immer Angst an diesem Tag, dass wieder ein Unfall passieren könnte, aber dass ein Unglück passiert, wenn man zwischen Weihnachten und Neujahr wäscht, daran glaubt sie bis heute nicht. Wenn sie Wäsche hat, dann wäscht sie, egal was für ein Tag gerade ist. Ich kann unsere Wäsche auch nicht liegen lassen. Es sind einige Sachen dabei, die wir in Kürze wieder brauchen. Ich kann es nicht über eine Woche liegen lassen. 

Meine Oma war ja eh in allem sehr altmodisch. Ausgerechnet, als ich gerade im "Teenager-Alter" war, habe ich dort ja einige Monate gelebt (als meine Mutter schwer krank und im Krankenhaus und anschließend zur Kur war). Ich durfte dort ja nie was trinken, wenn ich Durst hatte, sondern nur nach "Tageszeit". Zwei Stunden vor dem Essen und während des Essens war das Trinken verboten, ansonsten gab es entweder mega viel Ärger oder das Essen wurde ganz gestrichen (man hatte sich ja schon "satt getrunken"). Erst nach dem Essen, als "Nachtisch", durfte man dann wieder trinken. Ja, und wenn man dann so ein "Trotzkopf" ist, wie ich es früher immer war, dann wollte ich dann natürlich erst recht nichts mehr trinken. Das war die Zeit, in der ich super wenig getrunken habe, noch weniger als jetzt und das will wirklich was heißen!! 

Außerdem durfte ich damals früh morgens (an den Wochenenden) niemals aufstehen, wenn ich Durst hatte oder mal aufs Klo musste. Meine Oma war eine Frühaufsteherin, kam immer (so wie ich jetzt) mit sehr wenigen Stunden Schlaf aus (als Kind war ich eine totale Langschläferin). Ich habe dort auf einem "Klappbett" geschlafen, das tagsüber wie ein Schrank aussah. Wenn ich morgens wach geworden bin und aufgestanden bin, sei es, um aufs Klo zu gehen oder in die Küche, um was zu trinken, dann ging meine Oma in der Zeit ins Kinderzimmer (ich habe dort im Kinderzimmer meiner Mutter geschlafen) und machte mein Bett "fertig" bzw. weg, wieder in den Schrank rein. Wenn ich dann wieder ins Bett wollte, dann war es schon weg. Wenn man wach genug ist, um aufs Klo zu gehen oder um was zu trinken, dann ist man auch wach genug, um in den Tag starten zu können. Sie machte mir dann sofort das Frühstück (darin blieb sie dann sturr). 

Ja, und dieses Denken habe ich bis heute nicht aus meinem Kopf raus bekommen. Wenn ich im Bett bin, dann so lange, bis ich wirklich richtig wach bin. Es wäre für mich ganz bestimmt besser, wenn ich zwischendurch, wenn ich wach werde, etwas trinken würde, stattdessen trinke ich immer erst, wenn ich aufstehe und je nachdem, wie lange ich dann gelegen habe, sind die Kopfschmerzen schon wieder vorprogrammiert. Aber manche Sachen aus meiner Kindheit, wie z. B. diese Situation, kriege ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf raus. 

Ja, und damals fing ich eigentlich auch an, mich fürs Kochen zu interessieren. Aber egal, was ich damals ausprobiert habe, irgendwas ging immer schief. Ich habe mit Soßen usw. "gekleckert" und mein Opa hat es dann sauber gemacht (hat mich immer direkt nach dem Kochen aus der Küche "gejagt", weil ich ja eh nur "Mist" machen würde). Ich bekam deswegen dann Ärger und Vorwürfe ohne Ende. Schließlich hatte ich keine Lust mehr und habe es völlig aufgegeben. Von meiner Mutter konnte ich es ja auch nicht lernen. Egal, was ich haben wollte, jedes Mal schickte sie mich aus der Küche, damit sie dort genug Platz hätte und stellte mir das Essen dann fertig auf den Tisch. 

Zum Glück ist mein Freund so ein großer Hobby-Koch. Schon in seiner Schulzeit hat er an so einigen Koch-AGs teilgenommen. Sogar seine Schwester fragt ihn regelmäßig um Rat, wenn sie etwas Neues ausprobiert bzw. wie lange er die einzelnen Sachen (z. B. Braten) im Backofen lassen würde. Er guckt sich ja auch viele von diesen Fernseh-Koch-Shows an, macht sich Notizen und kocht die Sachen dann nach (es waren schon super leckere Sachen dabei). Sein Favorit ist dabei Horst Lichter. Der macht viel "Hausmannskost", die anderen Köche machen zu viele ausgefallene Sachen. Im Laufe der Zeit fand ich Horst Lichter dann auch immer besser, seine Sprüche sind immer vom Feinsten, ich habe schon Tränen darüber gelacht (die Live-Show mit ihm war total super klasse). 

Viele meinen, dass ich "altersmäßig" Tim Mälzer gut finden würde, was jedoch absolut gar nicht stimmt. Der wirkt auf mich viel zu eingebildet. Horst Lichter wirkt dagegen viel natürlicher und sympathischer. Im März waren wir ja bei ihm und ich fand es total klasse, wie er sich für jeden einzelnen Zeit genommen hat. Jeden mit Handschlag begrüßt hat, für jeden ein paar persönliche Worte, ein Autogramm mit persönlicher Widmung und auch ein schönes Foto. So viel Zeit nehmen sich heutzutage die wenigsten Promis für ihre "Fans". Ich habe ja auch sein Buch gelesen (bin jetzt auf den letzten Seiten). Ich finde es enorm, was dieser Mann in seinem Leben durchgemacht hat (mehrere Schlaganfälle) und dass er trotzdem so positiv ist, immer an seinen Zielen festhält, nie seinen Humor verliert. Diesbezüglich kann er eigentlich nur ein Vorbild sein!!!

 

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