• kostenlos mitmachen

Freitag, 20.12.2013


Ich kann es noch gar nicht glauben, dass ich jetzt 2 Wochen frei habe, dass wir jetzt 2 Wochen Urlaub haben. Das ist für mich fast schon zu schön, um wahr zu sein, wobei es wirklich so ist. Ich fühle mich im Moment auch total ausgelaugt, was sicherlich auch an dieser blöden Erkältung liegen wird. Die schlaucht einen zusätzlich. Der Schnupfen ist zum Glück schon besser geworden. Der "Wasserhahn" läuft nicht mehr (was aber nicht heißt, dass ich gar keine Tempos mehr brauchen würde). Dafür hört sich meine Stimme köstlich an. Es ist ein regelrechtes "Kommen und Gehen". Zeitweise hört sie sich relativ normal an und dann mal wieder total "kratzig und rauh", mächtig heiser. Das hat heute im Laufe des Tages mehrmals gewechselt. 

Am nervendsten finde ich im Moment den Husten. Zeitweise nur ein trockener Hustenreiz, aber schubweise auch ein heftiger Hustenanfall mit kräftigem "Rasselhusten", total nervend!!! Zum Teil huste ich über Stunden nicht, dann denke ich, dass ich das schlimmste überstanden habe und dann kriege ich plötzlich wieder einen Hustenanfall und huste ohne Ende, was sich dann wieder total "rasselnd" anhört. Ich hoffe, dass ich das übers Wochenende, also noch vor Weihnachten so gut es geht in den Griff bekomme.

Nach der Arbeit war ich in der Stadt. Auch wenn ich damit mal wieder super spät dran bin (Weihnachten kommt halt immer so "plötzlich".... Grins....), am Samstag will bzw. muss ich für mehrere Personen noch Weihnachtskarten schreiben (dass wir an sie gedacht haben), dafür habe ich noch ein paar Karten und auch Briefmarken geholt. Ich wollte das eigentlich schon Anfang der Woche machen, aber wegen dieser blöden Erkältung war ich abends zu sehr "schach-matt" und habe es Tag für Tag vor mich hergeschoben. Aber jetzt am Wochenende muss ich sie unbedingt schreiben. Besser spät als gar nicht!!

Dann habe ich nach einem Geschenk für meine Mutter und ihren Freund gesucht, habe aber nichts gefunden. Das ist total schwer. Das macht aber auch keinen Spaß. Wenn man sie fragt, was sie haben möchten, dann kommt eh immer die gleiche Antwort. Nichts, wir haben alles, was wir brauchen. "Offiziell" schenken wir uns seit Jahren nichts, aber trotzdem haben sie jedes Jahr Geschenke für uns liegen. Allerdings zum Teil auch sehr viel "Tennef", der hier dann in einer Schublade landet. Und egal, was wir denen schenken (aber mit leeren Händen wollen wir dann auch nicht da stehen), richtig freuen tun sie sich dann eh nicht. Dann kommt eh ständig, was sollen wir damit, das haben wir schon, das brauchen wir nicht usw. 

Geschenkemäßig macht Weihnachten einfach keinen Spaß. Wir beide (also mein Freund und ich) wir schenken uns schon seit Jahren nichts mehr zu Weihnachten. Im Laufe des Jahres, Woche für Woche, machen wir uns immer wieder genug kleine und auch mal etwas größere Geschenke. Ganz spontan. Man sieht etwas im Geschäft, wobei man genau weiß, dass es dem Anderen gefällt, dass sich der Andere darüber freut und kauft es dann spontan. Mein Freund bringt mir immer mal wieder Blumen mit, eine Zeitung (wenn ein interessanter Artikel drin steht), letztens eine gute Taschenlampe (als die Lampe im Keller mal wieder kaputt gegangen ist), einen schönen Schlüsselanhänger, was leckeres zum Essen (was wir schon länger nicht mehr hatten), "Anregungen" für einen guten Film (auf DVD, den er dann bezahlt), den wir abends dann zusammen gucken, usw. Diese vielen kleinen Gesten zählen für mich bzw. für uns "tausend Mal mehr" als ein großes Geschenk an Weihnachten. Darüber, dass er im Alltag an mich denkt, freue ich mich viel mehr. 

Geschenkemäßig "nutze" ich Weihnachten in erster Linie nur dafür, um manchen Menschen halt mal "Danke" zu sagen (denen man sonst im Laufe des Jahres nichts schenkt). So wie ich vor kurzem meinem Chef eine Kleinigkeit geschenkt habe (weil auf der Arbeit jetzt wieder alles so positiv läuft) und für meine Therapeuten habe ich natürlich auch etwas vorbereitet. Das muss einfach sein. Die beste Gelegenheit, um mal wieder richtig DANKE zu sagen!!!

Ansonsten bedeutet für mich Weihnachten einfach nur ein paar Tage Ruhe und auch Familientreffen. Am meisten freue ich mich dann immer auf Heiligabend, den wir, seit wir beide zusammen sind, mit der Familie meines Freundes verbringen. Meine Schwägerin und ihren Mann mag ich sehr. Da wir ja im Alltag alle sehr "eingespannt" bin (beruflich, ich mit meinem Sport und die Beiden kümmern sich viel und intensiv um ihre Mutter, also um die Schwiegermutter meiner Schwägerin, inzwischen 87 Jahre), sehen wir uns immer nur ein paar Mal im Jahr. Darauf freue ich mich wirklich immer. Wir sind total auf einer Wellenlänge, haben den gleichen Humor, können über die gleichen Sprüche und Situationen lachen. Ich kann dort so sein, wie ich bin, muss mich in keinster Weise "verstellen", was mir immer sehr gut tut. Dort bin ich dann immer total locker und gelöst, was mir immer total gut tut. Letztes Jahr an Weihnachten gab es mehrere sehr gute Situationen, über die wir Tränen gelacht haben, uns kaum noch eingekriegt haben. Und ihre Schwiegermutter gehört immer mit dazu. Auch sie hat unseren Humor und hat ebenfalls schon so einige gute Sprüche gebracht. 

Auf der Arbeit hat sich heute eine Situation ergeben, über die ich mich sehr gefreut habe, womit ich nicht gerechnet habe (die mich seelisch auch etwas aufgewühlt hat). Ich habe eine Kollegin, die total lieb und nett ist, mit der ich mich auch gut verstehe. Sie kann sich auch gut in einen "hinein denken" (auch, wie es einem seelisch geht). Da ich häufig auch enger mit ihr zusammen arbeite, kennt sie meine Arbeitsweisen, also zum Teil auch meine Probleme (die ich mit den einzelnen Abläufen habe). Heute morgen hat sie mich zufällig auf eine Sache angesprochen, was mir dann zunächst unangenehm gewesen ist (dass sie meine Probleme so erkannt hat, dass ich mit manchen Arbeitsabläufen halt Probleme habe). 

Heute Nachmittag hat sich zum Glück dann nochmals eine Situation ergeben, dass ich sie nochmals darauf ansprechen konnte, ihre meine Probleme aus meiner Sicht schildern konnte und wir dann in Ruhe darüber reden konnten. Sie hat mir dann spontan ihre Hilfe angeboten, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. Im neuen Jahr wollen wir mal gucken, dass wir es gemeinsam etwas besser in den Griff bekommen. Da sie selber sehr viel zu tun hat, sehr viel "um die Ohren hat", habe ich damit wirklich nicht gerechnet. Vor Freude über dieses "Angebot", dass sie mir im Büro etwas helfen will, sind mir dann ein paar Tränen gekommen (das konnte ich in diesem Moment nicht unterdrücken). Das sind halt die typischen "Geschenke" im Leben (Hilfsbereitschaft), die einem am meisten bringen, die man aber nicht kaufen kann....... 

Ich sage mal so, vor Jahren hatte ich ja meinen eigenen Aufgabenbereich, hatte alles total im Griff und kam mit den Aufgaben auch sehr schnell durch. Dann wurde dieser Bereich "entzogen", es kam ein neue Gesetz raus und dieser Bereich wurde gänzlich überflüssig. Danach hatte ich (bis zum Umorganisieren der Aufgaben) eine sehr, sehr lange "Durststrecke" (über ein Jahr), in der ich keine festen Aufgaben hatte, sondern fast schon "Mädchen für alles" war (Briefe eintüten, Sachen kopieren usw.). In dieser Zeit habe ich mich total verändert, was ich jetzt leider nicht mehr raus bekomme (dabei will sie mir jetzt helfen, mich dabei unterstützen). Ich habe mich damals mit jeder Aufgabe so lange wie möglich beschäftigt (vor dem nächsten "Leerlauf"), mich mit allem so lange wie möglich aufgehalten. Manche Arbeitsabläufe auch extra "kompliziert" gemacht, um mich länger damit beschäftigen zu können.

Ja, aber Zeiten ändern sich..... Inzwischen habe ich wieder meine festen Aufgaben, bin damit in meiner Abteilung "integriert". Ja, aber die damalige Angst, dass es damit plötzlich wieder vorbei sein könnte (den "Schock" von damals, dass mein jahrelanger fester Bereich von heute auf morgen weg ist), die habe ich bis heute im Kopf, die werde ich nicht mehr so richtig los (darüber haben wir vorhin unter anderem auch noch gesprochen, dass ich davor "eigentlich" keine Angst mehr haben müsste, meine jetzigen Aufgaben, z. B. die Buchhaltung, werden bei uns ganz bestimmt dauerhaft gebraucht). Auch das war damals eine der Auslöser für die Depressionen, dass ich meine festen Aufgaben verloren habe und von heute auf morgen in meiner Abteilung nicht mehr so richtig "gebraucht" worden bin, mir als Zeitvertreib immer wieder neue Aufgaben (und sei es Sachen zu kopieren) suchen musste.

Ja, aber diese langsame Arbeitsweise, die habe ich mir damals leider "angewöhnt" und die bricht mir heute zum Teil das "Genick" (auch dabei möchte sie mir helfen). Bei manchen Aufgaben weiß ich wirklich nicht, wie ich sie besser in den Griff bekommen soll, auch wenn ich sie vielleicht etwas kompliziert angehe (dabei könnte ich dann wirklich gut Hilfe gebrauchen). Die könnte man vielleicht wirklich besser und schneller bearbeiten.

Ja, aber dann die anderen Aufgaben..... Es fallen ja nicht jeden Tag die gleichen Aufgaben an (wir bekommen ja z. B. nicht täglich Rechnungen, sondern immer "schubweise"). Aber auch an den ruhigeren Tagen gibt es immer wieder Arbeit, immer wieder irgendwelche Aufgaben. Ja, aber dann kommt dann wieder mein Problem durch. Weil es dann ruhiger ist (und ich Angst vor einem "Leerlauf" habe, so wie früher, als "Mädchen für alles", dass ich anschließend dann nichts mehr zu tun habe), mache ich diese Aufgaben dann möglichst langsam. Ja, aber sobald dann wieder eine "richtige" Aufgabe dazwischen kommt (Rechnungen, Diktate usw.), dann komme ich total ins "trudeln", kriege Probleme ohne Ende. Ja, und so sieht mein Arbeitsbereich im Moment dann auch aus........ Ich glaube das Wort "Chaos" ist die richtige Beschreibung.....

Mit den richtigen Prioritäten habe ich ja eh immer schon meine Probleme. Ich weiß wirklich nicht mehr, wie ich am besten vorgehen soll, habe längst völlig den Überblick verloren.

Zum Teil ist es dann so, wenn ich gerade eine "kleinere" Aufgabe habe, dass ich sie dann liegen lasse, um mir zuerst die wichtigeren Aufgaben zu nehmen (Rechnungen, Diktate usw.). Dementsprechend habe ich auch ein paar "kleinere", angefangene Aufgaben bei mir liegen, die eigentlich schon fertig sein könnten. Aber dann kommt es auch vor, dass ich mit diesen kleineren Aufgaben endlich fertig werden will und deswegen Rechnungen und Diktate liegen lasse, was dann auch "gefährlich" werden kann, weil dann im Grunde der Ärger schon vorprogrammiert ist. 

Ja, aber dadurch ist bei mir inzwischen das totale "Chaos" ausgebrochen, was meine Kollegen natürlich auch gemerkt (bzw. gesehen) haben. "Kleinere" Aufgaben (mit denen ich noch nicht fertig geworden bin) neben wichtigen Aufgaben (Rechnungen, die ich Anfang des Jahres sofort bearbeiten werde, was aber kein Problem ist). Von allen Bereichen etwas sozusagen. Da meine Kollegin angekündigt hat, dass ich im nächsten Jahr intensiver bei der Buchhaltung mitarbeiten soll, in ihrem Urlaubs- und Krankheitsfall eine bessere Vertretung sein soll (nicht nur für die "Notfälle" im Rahmen der Buchhaltung) und deswegen noch einiges lernen muss, muss ich sehen, dass ich diese aktuellen "Baustellen" schnell in den Griff bekomme, damit mein Kopf für andere, für neue Aufgaben "frei" ist.

Ja, und darüber haben wir vorhin dann halt noch gesprochen, dass sie mir helfen wird, die "Baustellen", also auch die kleineren Aufgaben schneller in den Griff zu bekommen und dass ich auch dann keine Angst davor haben muss, dass ich in dieser Abteilung, so wie damals, wieder "überflüssig" werde, dass ich dort auch nach diesen kleinen Aufgaben auch noch für andere Aufgaben, unter anderem halt für die Buchhaltung (die immer umfangreicher wird), gebraucht werde. Ich finde es gut, dass wir darüber dann noch in Ruhe gesprochen haben. 

 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben