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Mittwoch, 18.12.2013 (Training)


Noch 2 Tage Arbeiten. Langsam aber sicher kann ich schon die Stunden zählen, bis wir endlich Urlaub bzw. Betriebsferien haben. Ich weiß nicht, ob es nur von der Erkältung kommt oder ob ich zusätzlich total "ausgelaugt" und urlaubsreif bin (wovon ich ausgehe), auf jeden Fall fällt mir die Konzentration von Tag zu Tag schwerer. Die meiste Zeit des Tages "funktioniert" man einfach nur noch. Am besten sind dann die "08/15"-Aufgaben, die man mal eben "mit links" erledigen kann. Ja, aber unser Tagesablauf, insbesondere auch der Bereich der Buchhaltung, besteht nunmal aus vielen "Ausnahmen", die man nicht "mal eben" erledigen kann. Zum Teil sitzt man dann davor (vor einer Aufgabe) und weiß absolut nicht, wie man damit beginnen soll, findet absolut keinen roten Faden. Ja, aber zum Glück habe ich überwiegend sehr hilfsbereite Kollegen. Die meisten helfen einem dann sofort. Zum Teil (bei manchen Aufgaben) braucht man dann auch nur einen kleinen "Stoß" in die richtige Richtung, damit man mit der Aufgabe weiter kommt. Aber ich bin wirklich froh, wenn ich am Freitag Mittag dann endlich Feierabend machen kann. 

Als ich heute Abend zu Hause war, da habe ich als erstes die Frau von der Wassergymnastik angerufen und habe unser Treffen für morgen Abend abgesagt. Erkältungsmäßig fühle ich mich dazu wirklich nicht fit genug. Der Schnupfen nervt nach wie vor und der Husten ist etwas stärker geworden (ich habe heute so einige Hustenbonbons gelutscht). Morgen soll hier sehr unbeständiges Wetter sein, windig und Regen. Ich habe Angst, wenn ich dann ein Stündchen über den Weihnachtsmarkt laufe (wir wollten uns dort jede Bude in Ruhe angucken, auch mal an einer stehen bleiben und einen Glühwein trinken), dass ich dann anschließend völlig flach liege. Das hat gar keinen Zweck.

Ich fand ihre Reaktion dann total lieb und nett. Wir waren ja zu dritt verabredet. Sie telefonierte dann kurz mit der anderen Frau und rief mich danach nochmals an. Die Beiden werden trotzdem gehen, was ich auch völlig in Ordnung finde. Sie machte sich dann aber Sorgen um mich. Normalerweise sagen die meisten, wenn ich etwas absage, nicht zu einem "Treffen" gehe, dass es halt meine Entscheidung ist, dass ich es selber wissen müsse, ob ich daran teilnehmen möchte, oder halt nicht. Dass die Beiden dann ohne mich gehen würden, das war für mich völlig klar. Stattdessen meinte sie zu mir, dass die Beiden schon überlegt hätten, das Treffen dann ganz abzusagen. Aber da sie sich auf den Weihnachtsmarkt gefreut haben und dieser bei uns nur noch bis Sonntag geht, wollen die Beiden auf jeden Fall dorthin gehen. Sie meinte dann noch zu mir, nicht, dass ich mich deswegen "ausgestoßen oder ausgegrenzt" fühlen würde, weil die Beiden sich dann ohne mich amüsieren würden. Anfang Januar, wenn ich wieder fit bin (wenn die Wassergymnastik weiter geht, dann würden wir drei "als Ausgleich" (aufgeschoben ist nicht aufgehoben....) einen neuen Termin ausmachen, an dem wir uns dann zum gemütlichen Kaffeetrinken treffen werden. Ich muss sagen, dass ich mich über diese Reaktion wirklich gefreut habe. Ich hatte mich wirklich auf dieses Treffen gefreut, aber es hat keinen Zweck, dafür fühle ich mich einfach viel zu schlapp. Ich bin froh, wenn ich abends dann zu Hause bin.

Heute Abend war ich ja noch beim Training (was wieder sehr gut gewesen ist). Zum Schluss hin haben wir dann noch die Termine für die nächsten zwei Wochen durchgesprochen. Dabei kamen wir dann noch auf die Wassergymnastik zu sprechen. Ich weiß ja noch nicht, wann es damit weiter geht. Ob direkt am 2. Januar (so wie die meisten Schwimmgruppen des Vereins) oder erst in der ersten Januarwoche, wenn die Schule wieder anfängt, wovon in der Gruppe die Rede gewesen ist. Auch wenn das Schwimmbad schon am 2. Januar geöffnet ist, ich weiß ja nicht, ob dann auch ein Übungsleiter für die Wassergymnastik da ist. Bereits letzte Woche (am Ende der Wassergymnastik) hieß es dann, dass ich ruhig kommen könne, ich könnte dann auch im kleinen Becken etwas Schwimmen (bzw. das Schwimmen "üben", da ich darin ja nicht allzu sicher bin). 

Ja, diesbezüglich bin ich halt in einer mächtigen "Zwickmühle". Einerseits interessiere ich mich ja immer schon fürs Schwimmen (habe mir als Kind ja immer schon gerne die Schwimm-Meisterschaften im Fernsehen angeguckt, insbesondere Michael Groß, darüber habe ich schon mal geschrieben), aber dennoch war Schwimmen noch nie meine "Stärke", Wasser noch nie mein "Element", darin war ich immer schon die Langsamste. Aber ich sage mal so, jeder Mensch hat irgendwelche Träume, auch "Tagträume", die man dennoch wahrscheinlich niemals erreichen kann. Bei mir gehört das Schwimmen halt dazu. Schon in der Schulzeit, als ich mich längst vom Schulsport und insbesondere vom Schwimmen "ausgeklinkt" habe (also nicht mehr daran teilgenommen habe), da habe ich immer gedacht "was wäre wenn....". Was wäre, wenn ich darin besser wäre und dabei (in der Gruppe) mitkommen würde, mit den anderen mithalten könnte. Aber das waren halt nur meine Wunschträume.

In meinem Verein gibt es einige Schwimmgruppen, die echt gut sind und auch einzelne Mitglieder, die schon so einige Erfolge hatten (diese Erfolge stehen regelmäßig in unserer Zeitung bzw. auch im Internet). Auch dann denke ich immer (wenn ich das lese), was wäre wenn... Auch was wäre, wenn ich damals auf dem "blöden" Sprungbrett nicht die "Kurzschlussreaktion" gehabt hätte und nicht gesprungen wäre. Manche Kurzschlussreaktionen im Leben sind echt gut, wenn man sich bezüglich einer ängstlichen Situation überwinden muss. Aber manche Kurzschlussreaktionen (so wie bei mir, als ich nach dem "blöden" Schritt nach vorne unter Wasser die Kontrolle verloren habe) können halt leider auch nach hinten losgehen. Ja, manchmal denke ich mir dann, was wäre wenn. Was wäre, wenn ich das Schwimmen damals nicht ganz aufgegeben hätte. Auch wenn ich nie die Schnellste gewesen bin, immerhin hatte ich damals ja schon den "Freischwimmer". Aber danach habe ich mich ja gar nicht mehr ins Wasser getraut (es hat dann eine Zeitlang gedauert, bis ich zumindest wieder ins flache Wasser gegangen bin). 

Ja, und in meiner Gruppe (Wassergymnastik) sind ja auch mehrere Frauen (auch die Beiden, mit denen ich morgen verabredet gewesen bin), die Dienstags ziemlich regelmäßig nach der Wassergymnastik noch schwimmen gehen (im großen Becken). Sie haben mich jetzt schon öfters angesprochen, dass ich doch mal mitkommen soll, sie würden mich auch in ihre "Mitte" nehmen bzw. auf mich "aufpassen" (sie schwimmen immer im "Grüppchen" durchs große Becken). Ja, einerseits habe ich mächtig Angst davor, aber andererseits "reizt" es mich auch, mal mit dabei zu sein, mit den Anderen dort mal ein paar Bahnen zu schwimmen. Ja, wie gesagt, diesbezüglich bin ich in einer mächtigen "Zwickmühle".

Mein Trainer ist ja auch Schwimmtrainer. Er gab mir vorhin dann noch Tipps, wie ich es alleine etwas üben kann. Ich bekam zwar im Laufe der Jahre von verschiedenen Personen schon einige Tipps (was mir bisher alles nichts geholfen hat), aber diese heutigen Tipps kannte ich noch nicht. Wenn es sich demnächst (nach der Wassergymnastik) mal ergibt, dann will ich diese Tipps mal ausprobieren. Vielleicht werde ich damit ja nach und nach wieder sicherer im Wasser (so dass ich mich dann irgendwann mal ins große Becken traue). 

Ich habe ja schon oft genug darüber nachgedacht, meinen Trainer mal darauf anzusprechen, ob er es mir richtig beibringen kann (zumal er beim Probetraining auch davon gesprochen hat), aber daraus wird wohl nichts werden, zumal ich es mir auch nicht "traue". Zum einen das Finanzielle. Zwei ganze Stunden Training in der Woche sind mir (viel) wichtiger als das Schwimmen (wobei das Schwimmen für meinen Rücken sicherlich auch sehr gut wäre...!!). Dann das Zeitliche, ich wüsste auch gar nicht, wann und wo ich mit ihm üben sollte (das große Becken ist ja meistens mit den Schwimmgruppen belegt und ich glaube kaum, dass er mit mir im kleinen Becken üben würde). Ja, und dann hätte ich auch Angst, dass ich mich vor ihm völlig blamieren würde. Er kennt mich nur vom normalen Training und viele der Übungen kenne ich von der KG. Selbst wenn ich noch nicht alles perfekt kann (daran arbeiten wir ja schließlich Woche für Woche), die meisten "Grundübungen" kenne ich trotzdem schon seit meiner Kindheit. Ja, aber Wasser ist halt ein "Element für sich". Darin bin ich anders, wesentlich unsicherer. Mir macht es zwar nichts aus, bei der Wassergymnastik Wasser ins Gesicht zu bekommen (ich bin ja nicht aus "Zucker"), aber freiwillig würde ich dennoch nicht mit dem Kopf unter Wasser gehen. Dazu fehlt mir halt total die Überwindung. Er ist selber ein sehr guter Schwimmer und trainiert zum Teil auch gute Schwimmgruppen. Ja, und wenn ich dann schon mit den einfachsten Sachen, mit den kleinsten "Überwindungen" im Wasser Probleme habe, dann wird es für mich einfach nur peinlich. 

Aber schön wäre es trotzdem, wenn ich im Schwimmen mal etwas sicherer werden würde. Denn auch bei der Wassergymnastik wird das Schwimmen hin und wieder zwischendurch mit eingebaut (wenn die Gruppe nicht zu voll ist). Damit ich den Anderen dann nicht völlig im Weg bin, verdrücke ich mich dann immer sofort an den Rand und mache mich dort "ganz klein". Ja, so sehr es mich reizen würde, auch mal richtig Schwimmen zu können, auch mal mit den Anderen zusammen eine Bahn durchs große Becken schwimmen zu können, ich weiß nicht, ob ich mich dazu wirklich mal überwinden kann. Aber vielleicht werde ich ja wirklich nach und nach mal sicherer werden (und mich dann auch ins große Becken trauen).

Das heutige Training war mal wieder sehr gut, ich fand den Ablauf im ganzen total gut. Viele kleine Kombi-Übungen, auf die man sich konzentrieren musste, kleine "Herausforderungen", aber nichts zu schwer. Alles im "machbaren" Bereich. Trotz der Erkältung habe ich alles gut hinbekommen. Die meisten Korrekturen kamen mal wieder bezüglich der fehlenden Bauchspannung (wenn ich stattdessen auf die Arme oder Beine konzentriert war). Auch die Sache mit der "Schulterhöhe" (bei verschiedenen Hantelübungen) finde ich immer sehr schwer. Auch dafür kommen immer viele Korrekturen, weil ich diese Höhe nie halten kann. Aber alles in allem waren die Übungen im "normalen" Bereich. 

Am schwersten fielen mir die Übungen auf dem Bauch liegend. Mal die Arme (gestreckt nach vorne) einzeln anheben (möglichst hoch), mal die Beine, mal beides gleichzeitig (also linker Arm und linkes Bein) und mal gegengleich (also linker Arm und rechtes Bein). Dabei eigentlich ruhig bzw. gerade liegen bleiben und nur aus dem Gelenk heraus gerade hoch heben. Das fiel mir heute im ganzen mit Abstand am schwersten. 

Dafür kam ich mit den Hantelübungen umso besser klar. Das ging zwar mit der Zeit mächtig in die Oberarme und Schultern, aber trotzdem habe ich alle Übungen gut hinbekommen. Abgesehen von der blöden Erkältung bin ich im Moment schmerzfrei. Ich hoffe, dass das möglichst lange so bleibt...!!!

 

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