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Montag, 09.12.2013 (KG bzw. Massage)


Heute war für mich ein sehr heftiger, sehr harter Tag. Zum einen zwar auch, was die Schmerzen in meinem Fuß betrifft, aber viel schlimmer war das Seelische.

Bei uns war heute ja die Weihnachtsfeier, an der ich jedoch nicht teilgenommen habe. Das hätte ich heute seelisch auch nicht so wirklich geschafft. Aber meine Kolleginnen waren ganz toll. Sie gaben mir nicht das Gefühl der "Außenseiterin", sondern kamen zwischendurch (auf dem Weg zur Küche oder zum Rauchen) immer mal wieder kurz bei mir vorbei, sagten Hallo und fragten, ob alles klar wäre, ob ich was bräuchte. Die Stimmung auf der Weihnachtsfeier war echt gut. Der Raum ist nicht weit von meinem entfernt und die Türe war auf. Wenn ich dabei gewesen wäre, dann hätte ich zwar ganz bestimmt auch über die eine oder anderen Situation lachen müssen, aber so wie üblich in größeren Gruppen (über 10 Personen) wäre ich mit Sicherheit überwiegend sehr still gewesen, hätte nur meinen Gedanken nachgehangen, was heute alles andere als gut gewesen wäre. Stattdessen habe ich mich auf die Arbeit gestürzt, habe auch ein paar Sachen geschafft. Mich auf die Arbeit zu stürzen, mich darauf zu konzentrieren, das ist bei mir bei seelischen Problemen halt immer eine sehr gute Ablenkung. Außerdem bekamen wir zwei Mal "Besuch" (eine Teilnahme an der Weihnachtsfeier und auch der Paketdienst), was man im "Besprechungsraum" gar nicht mitbekommen hätte (dort hört man die Tür-Schelle nicht). 

Der Tag fing schon super heftig an. Meine Kollegin war heute morgen total gut drauf (so wie meistens). Dann bekam sie einen Anruf. Ein Todesfall in ihrer Familie, völlig plötzlich und unerwartet, mit dem keiner hatte rechnen können (näher gehe ich hier nicht darauf ein). Sie hat deswegen sehr heftig geweint. Das ging mir total nah, so richtig "durch Mark und Bein", ist mir total auf den Magen geschlagen. Sie tat mir unendlich leid, ich habe so richtig mit ihr gefühlt. Gleichzeitig wurden bei mir dann natürlich auch wieder viele Erinnerungen an unsere Katze wach. Auch wenn jetzt manche sagen, dass es bei mir "nur" eine Katze war, sie bedeutete mir sehr viel mehr, war für mich wirklich wie eine "Tochter", gehörte fest zu unserer Familie. Ich habe es noch längst nicht überwunden. In dem Moment hätte ich dann auch so losheulen können, habe mich aber irgendwie gezwungen so ruhig wie möglich zu bleiben. Im Laufe des Tages und auch heute Abend kamen mir dann aber doch noch ein paar Tränen. Ja, ich kann ihre Trauer voll und ganz nachempfinden. Auch mein Tag war danach dann "gelaufen" und ich habe mich zur Ablenkung dann halt voll und ganz auf die Arbeit gestürzt.

Ja, und dann hat mich eine weitere Sache mächtig beschäftigt. Wie heißt es immer so schön, wer A sagt muss auch B sagen. Ja, aber was ist, wenn man A gesagt bzw. getan hat und einen dann völlig der Mut verlässt, die Schüchternheit total durchkommt und man sich absolut nicht mehr traut, auch noch B zu sagen. Stattdessen total in "Deckung" geht, damit bloß keiner mitbekommt, dass man für das A zuständig ist.........

Letztens (vor wenigen Wochen) hatten wir auf der Arbeit eine Situation, bei der aus einer Mücke ein Elefant gemacht worden ist. Ich fand das ganze total lächerlich und habe auch die ganze Aufregung darum nicht verstanden. Die Idee an sich fand ich gut. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, das ist mehr "Insiderwissen". 

Vor kurzem, beim Einkaufen, sah ich dann ein Teil, das mit dieser Sache zu tun hatte. Ich musste spontan an meinen Chef denken und habe es gekauft. Ich hatte dann die Idee, es ihm zu schenken (es ist nur eine kleine "Aufmerksamkeit", nichts großes) und ihm damit mal Danke zu sagen (das hatte ich dann für heute, für den Tag der Weihnachtsfeier, eingeplant).

Zum einen Danke dafür, dass er nicht "nachtragend" ist. In den letzten Jahren ist auf der Arbeit, insbesondere wegen meiner seelischen Probleme, halt viel "Mist" passiert. Ich bekam meine Aufgaben absolut nicht in den Griff und wie ich bereits schon mal geschrieben habe, war unser "Verhältnis" über eine längere Zeit alles andere als gut. Im Prinzip endete jedes Gespräch mehr oder weniger im "Streit" und mir wurde es schließlich schon schlecht, wenn ich nur seine Stimme hörte (aus Angst, vor dem nächsten Ärger mit ihm). Das gehört jetzt zum Glück der Vergangenheit an. Ich habe nicht damit gerechnet, aber unser "Verhältnis" hat sich tatsächlich wieder voll und ganz normalisiert, wir können wieder auf normaler Basis und auch locker miteinander reden. Ich habe inzwischen auch keine Angst mehr, wenn ich ihn dienstlich ansprechen muss (was immer mal wieder vorkommt). 

Ja, und dann auch Danke dafür, dass er mich jetzt nicht "fallen" lässt (nachdem ich bei einer Aufgabe, mit der ich nicht klargekommen bin, versagt habe). Nach meiner Runterstufung hat er die Aufgaben jetzt so verteilt, dass ich wieder meine festen Bereiche habe (was ich kann, was ich im Griff habe), feste Aufgaben, die auf Dauer in unserer Abteilung anfallen werden, für die ich dort auf Dauer "gebraucht" werde, eingesetzt bzw. eingeplant werden kann (unter anderem gehört das Zentraltelefon dazu, Diktate schreiben und auch die Buchhaltung, bei der ich immer mehr eingespannt werde). 

Nun gut, dieser "Schuss" (diese "Idee" so Danke zu sagen) ging dann leider etwas nach hinten los. Ich habe dieses kleine Geschenk heute morgen direkt auf seinen Tisch gelegt. Er hatte heute morgen jedoch noch Termine und kam erst relativ spät. Bis dahin haben es bereits mehrere Kolleginnen gesehen und das große "Tuscheln" (so einige Sprüche darüber) gingen bereits los. Ja, und als dann gegen Mittag "offiziell" gefragt worden ist, von wem das kommt, da bin ich halt in "Deckung" gegangen, habe absolut nicht getraut, mich erkennen zu geben. Natürlich hätte ich dann kurz zu ihm gehen können, es kurz in einem Satz sagen können, nach dem Motto "Danke, dass Sie mich jetzt wieder fest bei den Aufgaben einplanen", aber dafür fehlte mir natürlich völlig der Mut...... 

Es wurden zwar ein paar einzelne Personen darauf angesprochen, aber auf die Idee, dass es "ausgerechnet" von mir kommen könnte, darauf ist keiner gekommen. Wie sagte eine Kollegin letztens noch so passend, "Stille Wasser sind tief", ja, das trifft hin und wieder auch auf mich zu.....

Ja, seelisch war heute im ganzen für mich ein sehr schwerer Tag. Zum einen die Sache mit meiner Kollegin (was bei mir wieder alles total "aufgewühlt" hat), und dann auch die Sache mit diesem "B". Ich habe mehrmals überlegt, ob und wie ich das aufklären könnte, aber umso mehr Sprüche und Kommentare darüber gefallen sind, umso mehr verließ mich schließlich der Mut..... Und es sollte auch wirklich kein "ironisches" Geschenk sein (bei uns fielen so einige Kommentare), sondern weil ich es halt mit ihm in Verbindung gebracht habe ein "richtiges" kleines Geschenk als "Dankeschön"....

Heute Abend hatte ich dann noch KG. Seelisch war ich alles andere als gut drauf, total "nah am Wasser gebaut". Außerdem tat mein rechter Fuß mächtig weh. Beim Laufen, beim Abrollen hatte ich im Fußgelenk immer mal wieder einen heftigen Stich. Meine Physiotherapeutin wollte es sich mal ansehen. Also auf die Liege setzen und Bein bzw. Fuß frei machen. Sie meinte, dass bei mir jetzt alles gleichzeitig zusammen kommt. Zum einen auch das Gewicht, aber auch die seelischen Probleme, dass meine Therapie (der regelmäßige Sport) letztens etwas "aus dem Gleichgewicht" geraten ist und natürlich meine "Anfälligkeit" dafür, also die Erkrankung (die schwache Muskulatur) an sich. Sie glaubt nicht, dass für diese aktuellen Schmerzen nur ein Punkt, nur eine Sache Schuld sein soll. 

Letztendlich lag ich dann die ganze Zeit über auf der Liege. Zum Teil massierte sie den Fuß, das Gelenk und die Wade etwas, was stellenweise mächtig weh tat (es ist etwa angeschwollen). Ich bin mehrmals so richtig zusammen gezuckt. Insbesondere an einem Punkt am Gelenk. Aufgrund dieser Schmerzen vermutet sie eine Entzündung der Achillessehne, es kann aber auch wieder mit meiner geschwächten Muskulatur im allgemeinen zusammen hängen. Immer zwischendurch machte sie "manuelle Therapie", also drehte den Fuß vorsichtig in verschiedene Richtungen. Manche Bewegungen waren gar kein Problem, andere taten dagegen umso mehr weh (insbesondere den Fuß seitlich an innen "drehen", das zieht unwahrscheinlich im Gelenk).

Nach der Massage hatte ich dann heftige Schmerzen, die bis in die Wade hochzogen. Zu Hause legte ich mich dann erst für etwa 2 Stunden auf den Sessel und die Beine hoch. Zum einen wegen des Seelischen (die Sache mit meiner Kollegin bzw. der Erinnerungen an unsere Katze), was mein Freund voll und ganz verstanden hat, aber auch, damit sich mein Fuß wieder beruhigen konnte. Danach habe ich dann meine Sachen für morgen sortiert (auch die Schwimmtasche gepackt) und habe auch noch etwas Wäsche sortiert (und ab in den Schrank). Umso mehr und länger ich lief, umso weniger nahm ich den Schmerz im Gelenk war. Er ging zwar nicht ganz weg, wurde mit der Zeit aber deutlich geringer. 

 

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