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Sonntag, 08.12.2013 (Training)


Der heutige Tag war, abgesehen vom Training, total ruhig. Ich wäre zwar gerne über einen Weihnachtsmarkt gebummelt, aber das haben wir auf nächste Woche Sonntag verschoben. Mein Freund hatte gestern ja Mittag- also Spätschicht, war erst gegen 22.15 Uhr zu Hause und morgen geht es schon wieder zur Frühschicht. Er hat mich zwar zum Training gefahren (und dort auch wieder abgeholt), aber ansonsten wollte er einen ruhigen und gemütlichen Tag zu Hause haben, in den warmen und trockenen "vier Wänden" bleiben. 

Das Training war mal wieder total super. Ich bin heute Abend zwar nicht völlig schmerzfrei (Wunder dauern halt immer etwas länger), aber dennoch eine deutliche Schmerzlinderung zu den letzten Tagen. Meiner rechten Schulter geht es wesentlich besser (nur noch ein leichtes Ziehen, das ist halt eine Verspannung von meiner falschen Haltung) und im rechten Fuß (Fußgelenk) eine Linderung, wobei ich das Gelenk beim Laufen noch merke (aber im Moment nicht mehr die heftigen Stiche). Aber wie ich schon öfters geschrieben habe, ich gebe die Hoffnung nicht auf, die Schmerzfreiheit, die ich im Sommer hatte, wieder zu bekommen (ich habe ja gesehen, dass ich es schaffen kann).

Auf dem Weg zum Training hatte ich im Fuß mal wieder ganz heftige Schmerzen (Stiche). Meistens achte ich darauf, dann nicht zu sehr in einen Schongang zu verfallen, aber heute Mittag war ich in Gedanken (an das Training, welche Übungen heute wohl auf mich zukommen werden) und war prompt am Humpeln, was meinem Trainer sofort aufgefallen ist. 

Er sprach mich dann auch sofort darauf an, was los wäre. Ich habe ihm dann natürlich von meinen aktuellen Schmerzen erzählt (das musste er für die Übungen ja auch wissen), meinte dann aber auch direkt, dass das halt "Schicksal" ist. Ich meine das Ernst, er ist aber anderer Meinung. Ich sage mal so, ich kann ihm auch nichts mehr wirklich "vormachen", dafür kennen wir uns inzwischen schon "zu lange", er kann mich schon ziemlich gut einschätzen. Ich konnte mir dann einen längeren Vortrag anhören, mit dem er zwar absolut recht hatte, was mir aber trotzdem sehr unangenehm gewesen ist. Nicht, weil ich alleine keinen Sport gemacht habe. Das weiß er, dass ich mich alleine nur schlecht dazu aufraffen kann. Deswegen habe ich mich ja schließlich mit ihm in Verbindung gesetzt, deswegen treffen wir uns ja jetzt immer zwei Mal wöchentlich fürs Training. Wenn ich alleine genug Sport machen würde, dann "bräuchte" ich seine Hilfe nicht. Obwohl darauf verzichten möchte ich jetzt wirklich nicht mehr und es wäre auch echt schade gewesen, wenn ich ihn nicht kennengelernt hätte. Zum einen wegen unserer Gespräche im Allgemeinen (auch bezüglich der Ernährung, was ich alleine nicht schaffe, wofür ich auf jeden Fall Hilfe brauche), aber auch wegen der Sache mit dem Verein, den ich ohne ihn ja gar nicht kennengelernt hätte.

Sein "Vortrag" vorhin drehte sich dann in erster Linie um die Ernährung. Er kennt mich halt schon sehr genau, dass ich die Ernährung, die "zuckerfreie Zone" (wie ich es immer nenne), erst wieder nach Weihnachten umstellen wollte (so wie im Sommer erst nach dem bevorstehenden Urlaub usw.). Darüber konnte ich mir dann so einiges anhören, dass man immer Ausreden und Gründe sucht, wenn man Sündigen möchte. Montags darf ich mir was gönnen (das haben wir ja so ausgemacht), aber an den anderen Tagen ist es für mich tabu. Ja, er hat damit ja recht, aber es fällt mir trotzdem so unendlich schwer.

Das Schwerste sind jetzt die Gänge durch die Geschäfte. In dem einen Gang ist das Katzenfutter. Dort kann ich im Moment nicht hergehen. Wenn ich das Lieblingsessen unserer Katze sehe, dann könnte ich weiterhin spontan zugreifen und ihr was mitnehmen..... Ja, und im nächsten Gang (Richtung Kasse) sind dann halt die Süßigkeiten, jetzt auch die Regale mit den Weihnachtssachen. Ja, und da kann ich im Moment nicht Nein sagen, greife immer wieder spontan zu. Aber er hat ja recht. Die "Schallmauer" habe ich bereits durchbrochen (bin wieder über 80 kg) und dieses Gewicht drückt beim Laufen halt auch auf die Gelenke, auf die Muskeln, was mein Körper halt nicht schafft, wodurch ich im Moment auch wieder verstärkte Schmerzen habe. Ja, also angenehm fand ich dieses Gespräch absolut nicht. Daran muss ich unbedingt "arbeiten" und wieder etwas abnehmen (und mit der  "zuckerfreien Zone" nicht erst nach Weihnachten wieder beginnen).

Dann ging es auch noch um mein Trinkverhalten. Durch den häufigen Wassermangel habe ich ja die meisten Kopfschmerzen (gestern in der Stadt habe ich mir noch neue Aspirin geholt, obwohl mehr Trinken generell die bessere Lösung als Tabletten wäre!!). In der letzten Woche habe ich täglich durchschnittlich einen halben Liter geschafft (während der Arbeitszeit, abends habe ich gar nichts mehr getrunken). Auch das muss ich unbedingt wieder ändern!! Aber damit habe ich ein ganz großes Problem, weshalb ich inzwischen ja schon mehr Kaffee trinke. Wasser pur, also ohne Geschmack, das trinke ich nur dann, wenn ich wirklich Durst habe, was halt nur sehr selten der Fall ist (nur im Hochsommer oder nach dem Sport, wenn ich schwitze, was bei mir halt sehr selten der Fall ist). Wenn ich keinen Durst habe, was meistens der Fall ist, dann brauche ich was mit "Geschmack", ansonsten brauche ich für ein Glas (0,2 l) locker eine bis zwei Stunden (oder auch länger). Aber mit "Geschmack" (auch bei Kaffee) kann ich es fast auf "Ex" austrinken (Kaffee wenn er "lauwarm" ist).

Deswegen habe ich eine Zeitlang regelmäßig Apfelschorle getrunken, Halb Apfelsaft Halb Wasser. Aber dabei hat mein Trainer mich "ausgebremst". Das sind zu viele Kalorien, das soll ich nur noch beim Essen trinken. Ja, im heißen Sommer bei rund 40 Grad, da habe ich noch relativ viel Wasser getrunken (täglich etwa 1 bis 1,5 Liter), aber jetzt habe ich halt ein großes Problem. Die Schwester meines Freundes war im Herbst in der Pfalz im Urlaub (in den Weinbergen), hat mir von dort ein paar Flaschen frischen roten Traubensaft (nur rund ein Jahr haltbar) mitgebracht. Den trinke ich jetzt in den letzten Tagen verstärkt (abends), also auch wieder als Schorle, Halb mit Wasser, um meinen Wasserhaushalt mal wieder etwas auszugleichen. Aber da darin ja Zucker ist (Fruchtzucker), würde mich mein Trainer, wenn er davon wüsste, sicherlich wieder "ausbremsen". Deswegen trinke ich mittags inzwischen immer eine große Tasse Kaffee. Besser eine große Tasse als gar keine Flüssigkeit (für ein Glas Wasser würde ich wieder ein paar Stunden brauchen, das habe ich noch am Freitag Mittag gemerkt, als meine Kaffeemaschine kaputt gegangen ist). 

Ja, das Training war dann wirklich gut. Mit ein paar Übungen kam ich sehr gut klar, mit anderen Übungen musste ich dagegen umso mehr kämpfen. Zum Teil war ich halt auch wegen der Schmerzen im Fuß etwas eingeschränkt. 

Schon alleine beim Aufwärmtraining musste ich die Zähne mächtig zusammen beißen. Laufen auf der Stelle. Das zog mächtig im rechten Fuß. Aber ich habe mir die ganze Zeit über gesagt, dass mir totale Schonung, also damit jetzt nur noch ruhig sitzen, auch nicht helfen wird. Wenn es besser werden soll, dann muss ich auch was dafür tun. Als ich mit dem Training angefangen habe, da hatte ich ja noch Dauerschmerzen in Oberschenkel und unterem Rücken, habe das Training dennoch durchgezogen und nach und nach, Monat für Monat ging es mir dann besser, bis ich schließlich tatsächlich die Schmerzfreiheit erreicht hatte. Ja, und wenn ich den Fuß jetzt, "nur" weil er weh tut, nicht mehr bewege, dann kriege ich die Schmerzen beim Laufen nie so richtig in den Griff. Deswegen hieß es vorhin dann "Augen zu und durch!!!". 

Am schwersten fand ich heute eine Übung, die "eigentlich" die einfachste gewesen ist. Ich hätte sie auch eher bei der KG erwartet. Die Matte lag vor mir. Kurz gesagt hinlegen und wieder aufstehen, in mehreren Stufen. Also erst leicht runter beugen, ein Bein etwas vor, mit den Händen auf die Matte, Liegestütz-Position, auf die Knie, runter in die Liegestütze und kurz flach auf den Boden legen. Dann wieder stufenweise aufstehen. Alles langsam und jede Bewegung konzentriert durchführen. Es kamen dabei so einige Korrekturen, insbesondere mal wieder wegen der fehlenden Bauchspannung. Außerdem ging ich beim Runtergehen (mangelnde Beweglichkeit) immer nur auf die Finger, also stützte mich erst immer nur auf den Fingern auf, nicht auf der flachen Hand (aus dem Unterbewusstsein heraus), hatte dann große Probleme beim "Übergang", wenn es dann zu den Liegestützen ging, musste dann jedes Mal "umgreifen". Es folgten immer und immer mehr Korrekturen. Ich habe diese Übung bestimmt 10 x wiederholen müssen. Am schlimmsten war dabei der rechte Fuß. Ich habe ihn jedes Mal gemerkt. Egal wie ich "improvisiert" habe oder welche "Korrekturen" kamen, dass ich den Fuß anders halten sollte, den Ablauf etwas ändern sollte, ich habe ihn ständig gemerkt. Beim Hoch und Runter waren die Beine ja auch ständig unter Spannung. Auch wenn sich das im Grunde so leicht und harmlos anhört, Hinlegen und wieder Aufstehen, das war für mich heute mit die schwerste Übung. 

Eine weitere Übung fand ich ebenfalls sehr schwer. Damit hatte ich schon öfters Probleme. Sozusagen auf allen Vieren, in eine Hand (zunächst in die linke Hand) eine Hantel (die Schwere mit 7,5 kg) und damit den Arm (aus dem Ellenbogen) dann seitlich nach hinten hochziehen. Dabei auf den geraden Rücken achten (nicht durchhängen lassen). Nach einer Zeit fragte er dann, wie es klappt, wo ich am meisten merke würde. Abgesehen davon, dass ich es mit dieser Hantel schwer finde, klappte es mit dem Arm trotzdem "relativ" gut. Ich wusste genau, auf welche Antwort er gewartet hat, dass ich es entweder im linken Arm oder im Rücken am meisten spüren würde. Ich sage mal so, er passt zwar immer sehr gut auf, auch auf viele Kleinigkeiten, aber überall kann er seine Augen doch nicht haben. Mit der rechten Schulter hing ich dabei total durch, das tat mit der Zeit dann so richtig weh. Zuerst habe ich gezögert, es ihm zu sagen, denn mir war es ganz klar, dass dann sofort weitere Korrekturen folgen würden, dass die Übung dann noch schwerer werden würde. Aber er wartete ja auf eine Antwort und die Stiche in der rechten Schulter, die vorher ja eh schon weh tat, die wurden dabei immer intensiver. Als ich es ihm dann gesagt habe, da ging er sofort auf meine andere Seite und es folgten natürlich die Korrekturen (Rücken gerader halten, Schultern raus drücken), mit denen ich schon gerechnet hatte. Die Übung wurde dadurch noch viel schwerer. Die Hantel kam mir dann mit der Zeit immer schwerer vor, bis ich sie schließlich kaum noch hoch bekam. 

Es folgten dann noch einige Liegestütze (auf den Knien) und auch ein paar "richtige" (mit gestreckten Beinen). Dann flach auf der Matte liegen, Arme in U-Haltung und mit dem Oberkörper hoch kommen. Dabei Spannung in den Beinen und eigentlich die Beine dabei gleichzeitig etwas vom Boden anheben. Das ging gar nicht. Trotz mehrerer Korrekturen (bezüglich Fußhaltung und mehr Spannung in den Beinen und im Po) bekam ich sie keinen Millimeter vom Boden angehoben. Das klappt absolut noch gar nicht. 

Aber trotzdem, dass mir das Training mit den aktuellen Schmerzen schwerer als sonst fallen würde, das war ganz klar, aber Spaß hat es trotzdem gemacht. Bei den letzten Übungen (Crunches und ähnliche Übungen auf dem Rücken liegend auf der Matte) habe ich den Fuß gar nicht mehr gemerkt. Ist ja klar, im Liegen war ja auch keine Belastung darauf (die Beine meistens im rechten Winkel anheben, dann verschiedene Übungen). 

So, heute Abend habe ich noch die Kaffeemaschine "startklar" gemacht, morgen nehme ich sie dann mit zur Arbeit. Wie ich gestern schon geschrieben habe, leicht aber sehr unhandlich. Und morgen habe ich ja noch mehr Sachen dabei, z. B. auch meine KG-Sachen und die "Arbeitstasche". 

 

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Kommentare

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 09.12.2013 17:28
schoene neue Adventswoche ! Liebe Gruesse.

sputney - 09.12.2013 09:31
ach und was mir gerade einfällt, ich mag auch kein Wasser aber Tee. wäre das vll auch was für dich? Gerade im Winter schön warm aus der Thermokanne und Kalorienarm. Nur so als Idee.

sputney - 09.12.2013 09:19
Hallo das Problem mit dem Trinken kenne ich gerade im Winter, bekomme dann auch immer Kopfweh und aufgesprungene Lippen. Mir hilft es einfach das Glas immer wieder voll zu machen und dann mich zu zwingen, jede Stunde auch ein großes davon zu leeren. Vll kannst du es dir so auf deinen Schreibtisch Stellen, dass du es immer siehst oder wenn das nicht geht dir eine Memo, wo du dich selbst erinnerst, in Sichtweite hängen. Und auf Schokolade kann ich auch nur schwer verzichten gerade jetzt in der Weihnachtszeit, kann dich also gut verstehen. Schöne Woche LG sputney

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