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Samstag, 07.12.2013


Heute war seelisch ein sehr harter Tag. 

Letzte Nacht habe ich mal wieder von unserer Katze geträumt. Das war total realistisch. Ich nahm sie auf den Arm, ging mit ihr zum Wohnzimmer, auf den Sessel. Dort habe ich sehr oft mit ihr gesessen. Sie lag dann der Länge nach auf der Armlehne und ließ sich streicheln. Oft eine halbe Stunde oder länger. 

Dann hat mein Freund mich geweckt. Er musste los zum Arbeiten. Ich stand direkt auf, sagte ihm tschüß, ging noch mit ihm zur Wohnungstüre. Dann ging ich ins Wohnzimmer und sah den Sessel. In dem Moment fühlte ich mich total einsam und mir kamen die Tränen. Ich legte mich dann wieder ins Bett und es hat eine ganze Zeitlang gedauert, bis ich mich wieder richtig beruhigt habe. 

Heute Nachmittag war ich dann noch in der Stadt. Ich musste ja noch eine neue Kaffeemaschine (Senseo) kaufen. Bei MediMax kam ich noch mit einem Verkäufer ins Gespräch. Kalkhaltiges Wasser ist der größte Feind dieser Kaffeemaschinen. Sobald sie im Betrieb laut Brummen, also die Wasserpumpe Schwerstarbeit leisten muss, um das Wasser durch die mit Kalk verstopften Leitungen zu pumpen, ist Alarmstufe rot, dann gehen sie früher oder später kaputt. Man könne sie zwar regelmäßig (etwa alle zwei Monaten) mit einem Entkalker reinigen, aber die meisten Kunden würden dann darüber klagen, dass man diesen "Beigeschmack" des Entkalkers aus dem Kaffee nicht mehr rausbekommt. Am besten wäre es, wenn man anstelle von Leitungswasser immer stilles Wasser (Volvic oder andere Sorten) benutzt, was wir zu Hause inzwischen ja machen. Dann haben die Kaffeemaschinen die längste Lebensdauer. Davon werde ich demnächst dann immer eine Flasche mit zur Arbeit nehmen.

Ansonsten war ich nur noch in ein paar wenigen Geschäften. Die Kaffeemaschine ist zwar total leicht, ich kann sie locker mit nur 2 Fingern tragen, aber dank der Verpackung, des großen Kartons sehr groß und unhandlich. Zu Hause wollte ich sie dann eigentlich auspacken. Unsere Katze liebte Kartons, kroch sofort in jeden Karton rein, machte es sich darin bequem und schlief. Die Erinnerungen wurden dann zu groß, so dass ich mich mit Haushalt und Computer abgelenkt habe, auf andere Gedanken gebracht habe. 

Meinem Freund erging es nicht anders. Als er heute Abend dann von der Arbeit kam und wir die Maschine zusammen ausgepackt haben, da musste auch er sofort an unsere Katze denken und ihm kamen ein paar Tränen. Dann haben wir hier zusammen etwas geweint. Wir haben uns dann zusammen vor den Fernseher gesetzt und uns damit etwas abgelenkt, wieder auf andere Gedanken gebracht. Im WDR lief eine Comedy-Reihe, bei der viele gute Sprüche gefallen sind. 

Anschließend, etwas später, lief im ZDF dann noch der Film "Backdraft, Männer die durchs Feuer gehen", mit Kurt Russell, William Baldwin und Robert de Niro. Den finde ich immer wieder gut, habe ihn schon mehrmals gesehen (Action-Krimi rund um Feuerwehreinsätze). Allerdings konnte ich heute die letzten Minuten nicht mehr gucken. Beim letzten Einsatz stirbt der Hauptdarsteller (Kurt Russell) und es folgt eine Staatsbeerdigung samt Musik vom Dudelsack und Böllerschüssen am Grab. Das konnte ich heute nicht sehen. Schon alleine bei dem Gedanken daran kamen mir ein paar Tränen. Das haben wir dann rechtzeitig (direkt nach diesem letzten Einsatz im Film) umgeschaltet. 

Gestern Mittag rief mich die eine Frau von der Wassergymnastik an, hat hier zu Hause auf unseren AB gesprochen. Bis jetzt war es nur "theoretisch", dass wir uns am 19. Dezember treffen wollen (Bummel über den Weihnachtsmarkt und dann irgendwo was trinken gehen). Sie wollte wissen, ob es dabei bleibt, ob wir drei diesen Termin verbindlich festhalten. Als ich heute Mittag wegen unserer Katze dann mies drauf war, da wollte ich eine positive Ablenkung haben und habe dort zurückgerufen, wollte den Termin bestätigen. Ich habe mich dabei dann erst gewundert, weshalb sie plötzlich so "kurz ab" war, dachte schon, dass sie mich nicht erkannt hätte (wir kommen sonst immer locker ins Gespräch). Bis ich dann kapiert habe, dass sie gar nicht selber am Telefon war. Es war ihre Tochter (sie hat am Telefon eine sehr ähnliche Stimme), sie sagte, sie hätte meinen Namen aufgeschrieben und sagt ihrer Mutter Bescheid, dass ich angerufen habe, dass der Termin, diese Verabredung klargehen würde. 

Am Sonntag Mittag habe ich dann erstmal wieder Training. Darauf freue ich mich wirklich schon. Ein "bisschen" Bewegung wird mir sicherlich gut tun!!! Auch heute (beim Laufen in der Stadt) habe ich nach wie vor das rechte Bein (insbesondere Wade und Fußgelenk) und etwas den Schulterbereich gemerkt. Aber am liebsten würde ich das anfängliche Gespräch wie es mir geht, wie die letzte Woche bei mir gelaufen ist, total überspringen und direkt mit dem Training anfangen. Das wird eh nur peinlich werden, dass ich seit Dienstag, seit der Wassergymnastik, nichts mehr gemacht habe. Aber das ist halt typisch für mich, dass ich mich alleine nur sehr schlecht (nur sehr selten) zum Sport aufraffen kann. Deswegen habe ich mir ja die "vielen" regelmäßigen festen Termine gelegt. Wenn am Donnerstag nicht der Sturm gewesen wäre, dann wäre ich mit absoluter Sicherheit auch zur Wassergymnastik gegangen. Wenn ich mich hier zur Hause erstmal "überwunden" habe und auf dem Fahrrad sitze, dann ziehe ich das Programm auch immer durch (mindestens halbe Stunde bzw. 10 Kilometer Fahrradfahren und anschließend noch etwa 10 bis 15 Minuten ein paar Übungen), das tut mir dann immer total gut, sowohl seelisch als auch körperlich. Aber es ist halt total selten, dass ich mich dazu überwinden kann. Mir fallen immer wieder neue "Ausreden" ein, was in dem Moment alles wichtiger wäre (im Haushalt usw.). Ohne festen Termin, ohne "Anleitung" durch eine andere Person ist das bei mir eine ganz schwere Sache..... 

Ansonsten habe ich einen neuen "Ohrwurm", von Norman Langen "Feuer in der Eiszeit". Das Video habe ich mir heute so einige Male angeguckt. Ich habe es bereits auf meinem MP3-Player (über Amazon), also hätte ich eigentlich auch genug Anreiz, um wieder Fahrrad zu fahren. Ja eigentlich...

http://www.youtube.com/watch?v=uc4JY3rVwBo

Dann hat sich heute in der Stadt eine Situation ergeben, bei der ich mir das Grinsen nicht verkneifen konnte. Es regnete in Strömen. Eine ältere Frau (etwa um die 70) ging in ein Geschäft, drehte sich am Eingang um und schüttelte ihren triefnassen Schirm kräftig aus. In dem Moment gingen dort jedoch zufällig zwei junge Männer her (etwa Anfang bis Mitte 20). Der eine Mann bekam die volle Ladung von diesem Schirm ab. Er meckerte zwar direkt die Frau an, aber der war es egal, sie reagierte darauf gar nicht, nahm ihren Schirm und ging ins Geschäft. Sein Kumpel bekam direkt einen Lachanfall, lachte total los. In dem Moment konnte ich mir ein Grinsen dann ebenfalls nicht verkneifen. Es war die gleiche Situation, als wenn man als Fußgänger an einer Ampel steht, vor einem ist eine Pfütze und ein Auto fährt dadurch (und die Hose ist dann von oben bis unten nass). Das ist mir selber schon passiert, deswegen konnte ich mich vorhin gut in die Situation des Mannes reindenken. 

 

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