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Freitag, 06.12.2013


So, diese Chaos-Woche ist zum Glück vorbei. 

Zum einen bezüglich der Arbeit. So unruhig war es schon lange nicht mehr. Unsere Leitungen fürs Telefon und fürs Internet (und Outlook) sind bisher nur provisorisch und klappen immer mal wieder zusammen. In dieser Woche war es mehrmals der Fall, auch heute wieder. Von einer Sekunde zur nächsten geht dann nichts mehr und keiner weiß, wann es dann weiter geht. Mit Glück dauert dieser Ausfall nur ein paar Minuten, es kann aber auch über 2 Stunden oder länger gehen, das hatten wir auch schon. Und heute Mittag war es auch wieder der Fall. Aber heute, nach dieser Woche, hat mich gar nichts mehr gewundert.

Und dann natürlich Chaos bezüglich der Züge. In Essen dauern die Arbeiten wegen dem Tagesbruch, dem Auffüllen des Lochs unter dem Bahnhof noch an. Deswegen gibt es keinen festen Fahrplan mehr. Alles ist total durcheinander. Man kann nur noch zum Bahnhof gehen und auf den nächsten Zug warten, egal ob Zug oder S-Bahn. Wenn man Glück hat, dann wartet man nur etwa 5 bis 10 Minuten, wenn man Pech hat 20 bis 30 Minuten (2 Mal in dieser Woche). Wenn man dann Glück hat, dann fährt man durch und wenn man Pech hat, dann fährt man bis zur Nachbarstadt und dort kommt dann die Durchsage, dass der Zug entweder wegen der Baustelle in Essen oder wegen der Verspätung dort Entstation hat. Also alles aussteigen und nach einer weiteren Fahrmöglichkeit Ausschau halten. So ging es die ganze Woche, auch heute musste ich dort wieder umsteigen. So schlimm, so chaotisch war es seit Ewigkeiten nicht mehr. Die Fahrt zur Arbeit wurde jeden Tag mehr zum "Lotterie-Spiel".

Dafür war die Stimmung in unserem Büro heute umso besser. Mit meiner Kollegin verstehe ich mich immer besser. Es wird immer lockerer zwischen uns. Im Grunde kann man sagen, dass aus uns, wenn man unsere Kenntnisse und Fähigkeiten "richtig" einsetzt, ein gut eingespieltes Team werden kann. Ich bin im Schreiben definitiv besser und schneller, bekomme inzwischen immer mehr Diktate, was aber auch voll und ganz in Ordnung ist. Das ist halt das Schöne, wenn man sein Hobby (das Schreiben auf der Tastatur) zum Beruf gemacht hat. Dann macht einem die Arbeit Spaß, auch wenn man viel zu tun hat.

Ich habe im Ganzen mehr Kenntnisse und mehr Aufgaben als sie, was aber auch kein Wunder ist, da ich inzwischen ja seit 15 Jahren in dieser Abteilung bin, sie aber erst seit 1,5 Jahren bei uns ist. Im Laufe der Zeit wird auch sie immer mehr Einblick in die verschiedenen Bereiche bekommen. 

Am Computer, mit den einzelnen Programmen, da ist sie besser. Was ich kann, das kann ich (z. B. im Word-Programm bezüglich der Text-Formation), aber wenn es um neue Programme bzw. neue Funktionen geht, da ist sie "aufnahmefähiger", begreift alles schneller, kann es schneller umsetzen. Dafür brauche ich immer etwas länger. 

Mit der Telefonzentrale bin ich schneller und flexibler (habe halt auch mehr Erfahrung damit). Auch wenn es an manchen Tagen mächtig nervt, wenn man eigentlich Briefe schreiben will und ständig das Telefon klingelt, in dem Hin- und Her-Schalten zwischen Schreiben und Telefon, da bin ich dann schneller und besser (dabei kommt sie schneller "aus dem Ruder"). Das ist halt jahrelange Gewohnheit bei mir. Mit 99 % der Telefonate komme ich auch sehr gut klar. Aber wenn es mal Probleme gibt oder wenn bei ausgehenden Telefonaten was geklärt werden muss, dann ist sie definitiv besser. Sie kann besser und schlagfertiger reden. Wenn ich noch überlege, wie ich ein Gespräch am besten führe, was ich am besten sage, dann hängt sie schon längst in der Leitung und regelt alles. 

Auch was den direkten Kontakt zu Menschen betrifft (hin und wieder bekommen wir Besuch, zur Zeit ja auch noch regelmäßig von Handwerkern und Technikern, bis bei uns alles richtig läuft). Ich bin immer wieder relativ still und zurückhaltend, muss immer wieder kleine Hemmungen überwinden (was im Moment bei uns fast täglich der Fall ist). Sie ist dagegen völlig locker und geht auf jeden locker zu.

Auch bei der Bewirtung, wenn wir Sitzungen bzw. Besprechungen haben. Das hat sie viel besser im Griff. Ich bin dann immer total unsicher, was ich wohin stellen soll (Tassen, Gläser, Löffel, Servietten usw.). Und Kaffeekochen kann man bei mir eh vergessen. Jeder gibt einem einen anderen Tipp, wie viele Löffel auf wie viele Tassen. Egal, was ich dann mache, der Kaffee bleibt immer stehen. Das kann ich absolut nicht (ich selber trinke ja nur die Kaffee-Pads von verschiedenen Herstellern). 

Ja, aber so ergänzen wir uns halt gut. Ich mehr im "stillen" (schriftlichen und allgemeinen Aufgaben im Bürobereich) und "routinemäßigen" (Telefonzentrale) Bereich und sie mehr im "mündlichen" Bereich (bei den ausgehenden Telefonaten, der Bewirtung, dem Empfang von Besuch und halt auch dem Lernen von neuen Programmen). 

Heute war die Stimmung in unserem Büro sehr gut. Sie hat so bunte "Schoko-Kugeln" mitgebracht, die man immer zur Weihnachtszeit kaufen kann. Sie stehen in einer Schale auf ihrem Tisch (also für alle Kollegen). Fangen war ja noch nie meine Stärke. Heut morgen meinte sie dann spontan "Fang" zu mir und warf mir eine Kugel zu. Ich meinte zwar noch Nein, griff aber spontan in diese Richtung und habe sie tatsächlich gefangen. In dem Moment haben wir dann beide so richtig losgelacht. Bei einem späteren, weiteren Versuch hat es dann allerdings nicht mehr geklappt, dann musste ich erstmal "unter den Tisch krabbeln". 

Am ärgerlichsten fand ich heute, dass als "krönender Abschluss" von dieser Chaos-Woche meine Kaffeemaschine (von Senseo) kaputt gegangen ist. Gestern ging sie noch, sie wurde allerdings von Woche zu Woche lauter (ein lautes Knattern, wenn sie im Betrieb war). Ich nehme an, dass die Wasserleitungen mal wieder völlig verkalkt sind (hier zu Hause haben wir in 5 Jahren ja auch schon die dritte Kaffeemaschine und die zweite Waschmaschine). Heute Mittag ging plötzlich nichts mehr. Für eine halb volle Kaffeetasse musste ich drei Mal drücken das Wasser kam nur tröpfchenweise. Danach kam kein Tropfen mehr (der Wasserbehälter war voll!!!) und die Maschine knatterte immer Lauter. Bevor sie mir "um die Ohren fliegt" habe ich sie dann lieber ausgemacht. Am Samstag hat mein Freund Spätschicht. Ich fahre dann erstmal in die Stadt, eine neue Kaffeemaschine holen. Das sind halt die typischen Geldausgaben, die man nicht einplant, die dann aber sein müssen. 

Sportmäßig freue ich mich jetzt erstmal auf Sonntag, auf das Training. Dann geht in diesem Jahr die letzte "richtige" Sportwoche für mich los, also mit Training, KG und Wassergymnastik. Ich hoffe, dass ich die Schmerzen im Fuß und im Bein (und etwas im Rücken) dann wieder in den Griff kriege. In der letzten Woche vor Weihnachten ist dann zwar nochmals Training und KG, aber an dem Donnerstag fällt die Wassergymnastik dann ja aus. Da ist dann ja die Weihnachtsfeier, wo ich dann stattdessen mit den beiden Frauen auf dem Weihnachtsmarkt verabredet bin. Für mich persönlich wird das ganz bestimmt schöner werden. Umso kleiner die Gruppe, umso lockerer bin ich dann halt. 

Dann erstmal zwei Wochen Urlaub, also bei uns Betriebsferien. So sehr ich mich auf diese zwei Wochen schon freue, ich freue mich auch schon darauf, wenn Anfang des Jahres mein regelmäßiges Sportprogramm dann weiter geht. Ich hatte mich so sehr über die Schmerzfreiheit gefreut, hatte mich schon so richtig daran gewöhnt. Mit diesen erneuten Schmerzen hatte ich nicht gerechnet. Ich versuche jetzt immer, mich davon so gut es geht mit anderen Sachen abzulenken. Wie wir es schon von der Psychologin in der Reha gelernt haben, die Gedanken auf andere Sachen zu lenken, bloß weg vom Schmerz, bloß nicht in den Schmerz "reindenken". Umso intensiver man an den Schmerz denkt, umso intensiver nimmt man ihn auch war (auch mit der Arbeit, mit dem Sport und dem Haushalt kann ich mich immer sehr gut ablenken). Das gilt halt insbesondere für den chronischen Schmerz und trifft bei mir auch voll und ganz zu. Aber ich habe auf jeden Fall die Hoffnung, dass ich es wieder in den Griff kriege, dass ich dann wieder völlig schmerzfrei werde. Dass es immer mal wieder Rückschläge, also Schmerzen geben kann, das haben die Ärzte mir von Anfang an gesagt. Eine völlige, dauerhafte Schmerzfreiheit kann mir kein Mensch garantieren. Aber eine deutliche Schmerzlinderung und zeitweise Schmerzfreiheit, das kann mit regelmäßigem und dauerhaften Training (also Muskelaufbau bzw. Muskelstabilität) immer wieder erreicht werden. Auch wenn sich viele bei mir über das viele intensive (fast tägliche) Sportprogramm wundern. Für eine Schmerzfreiheit (die ich jetzt ja auch wieder anstrebe) nehme ich das wirklich sehr gerne in Kauf.

Deswegen sage ich zu meinen Therapeuten (Trainer und Physiotherapeutin) ja auch immer, dass es bei mir eine "lebenslange" Therapie ist, völlig ohne Befristung, ebenso die Bewegung im Wasser, also die Wassergymnastik. Wie schnell es geht, dass ich einen Rückschlag bekomme, dass ich mal wieder Schmerzen habe, das sieht man ja jetzt. Deswegen bin ich froh, wenn bei mir alles geregelt läuft, wenn mir der Sport (im allgemeinen) Spaß macht und ich mich mit den Leuten (Trainer, Physiotherapeutin, aber auch den Leuten in meiner Gruppe bei der Wassergymnastik) so gut verstehe (dass man sich auf diese Termine immer wieder freut). Sobald auch nur ein Punkt davon weg fällt (so wie vor zwei Jahren, als sich mein damaliger Trainer anderen Aufgaben zugewandt hat), dann gerät bei mir alles total durcheinander, dann kann ich mich erstmal auf die Suche nach neuen Therapiemöglichkeiten begeben. Deswegen bin ich froh, wie es jetzt im ganzen läuft, dass ich die jetzigen Personen (also meinen Trainer, meine Physiotherapeutin und auch den Schwimmverein) kennengelernt habe. 

 

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