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Montag, 02.12.2013 (KG)


Heute Nachmittag war ich bei der KG. Auch dabei habe ich meine aktuellen Probleme sehr deutlich gemerkt. Auf dem Rücken liegen (auf der Liege) und zunächst die Grundspannung. Also Rücken gerade runter (Bauch anspannen), Beine aufstellen, Hüfte etwas vor. Ich hatte sofort ein schmerzhaftes Ziehen im rechten Oberschenkel. Dann folgten erst wieder die "üblichen" Spannungsübungen mit ihrer Hand als Gegendruck. Also mal die Beine auseinander drücken, mal zusammen. Dann die Beine im rechten Winkel anheben, Richtung Brust ziehen (mit ihrem Gegendruck vor den Knien), dann Richtung Fußende (mit ihrem Gegendruck unter dem Fuß). Von mal zu mal wurde das Ziehen im Bein heftiger, zog schließlich bis in den Fuß. Sie hat das Bein dann etwas abgetastet und genau die richtigen Stellen getroffen, so dass ich bald unter der Decke hing. Das tat unwahrscheinlich weh. Der Muskelstrang ist im Moment total verspannt, total verhärtet. Ein Wunder, dass sie überhaupt mit der KG weiter gemacht hat. In dem Moment habe ich echt gedacht, sie würde es jeden Moment abbrechen und zur Massage übergehen. Als ich dann meinte, dass ich nicht wüsste, woher das jetzt so intensiv kommt, da hat sie mich nur gefragt, wie die letzte Woche sportmäßig bei mir ausgesehen hätte. Das kommt wohl auf jeden Fall von meinen Muskelproblemen im Allgemeinen. Sie hat vorhin dann schon auf mich eingeredet, dass ich diese Woche (also auch morgen) auf jeden Fall zur Wassergymnastik gehen soll. Selbst wenn es wieder bei einer Vertretung sein sollte, Hauptsache ich habe Bewegung und Bewegung im Wasser ist halt immer gut. 

Bei der KG ging es dann noch mit ein paar Übungen weiter. Erst 10 mal hoch zur Brücke. Dann die Beine im rechten Winkel anziehen und im Wechsel nach unten weg strecken. Dabei hat sie gezielt auf meinen Rücken geachtet, dass ich die ganze Zeit flach liegen blieb. Dann beide Beine gleichzeitig (was viel schwerer ist), also etwa zu 3/4 strecken, kurz etwas anziehen und wieder strecken. 

Als ich dort dann raus kam, da habe ich mein rechtes Bein ganz heftig gemerkt. Ein kräftiges Ziehen vom Fußgelenk bis in den Oberschenkel. Ich musste mich zwingen normal zu Laufen, nicht in einen "Schongang", also ins Humpeln zu verfallen. Aber immerhin wurden durch diese Schmerzen die Rückenschmerzen (im unteren Bereich) völlig überdeckt. Eigentlich wollte ich dann nur ein paar Kleinigkeiten holen, stattdessen kam dann der ganze Frust über diese erneuten Schmerzen durch und ich habe mir einiges an Schokolade geholt (ebenso Teilchen in der Bäckerei). Das war ein reiner Frustkauf, ich konnte nicht widerstehen. Gegessen habe ich heute Abend davon nur ein "bisschen", dann kam zum Glück mein schlechtes Gewissen durch. Schließlich hängen die Schmerzen ja auch mit dem Gewicht zusammen. Umso mehr Kilo auf die Muskeln drücken, umso mehr Schmerzen habe ich letztendlich. Die restlichen Sachen, die ich vorhin gekauft habe, habe ich dann erstmal in eine Tasche getan. Mal sehen, wie lange ich widerstehen kann, bis ich daran gehe.

Das hängt bei mir ja auch immer viel mit dem Seelischen zusammen. Heute Abend habe ich erst etwas im Haushalt gemacht, aber nicht so viel, wie ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Das Ziehen im Bein wurde immer intensiver. Ich wollte erst noch Fahrradfahren (Kalorien abtrainieren und wegen der Bewegung für die Beine an sich), konnte mich dazu aber nicht aufraffen. Ich setzte mich dann "etwas" hin, etwas die Beine hochlegen. Ja, aber in dem Moment war mein Abend "vorbei". Als ich erst einmal saß, da kam ich natürlich nicht mehr in die Gänge. 

Da es mir seelisch im Moment nicht ganz so gut geht, ein ständiges Auf und Ab der Gefühle, das ist ganz schlimm, habe ich jetzt vor, ab Januar eine neue "Diät" zu starten (dann gibt es in den Bäckereien ja auch keine Weckmänner mehr....!!!). Im Moment bin ich jetzt wieder bei rund 80 Kg (Tendenz steigend), also mein Gewicht von vor einem Jahr. Mit diesem Denken darf ich nur nicht bei meinem Trainer anfangen. Davon hält er gar nichts. Schließlich haben wir ja auch erst Anfang Dezember. Darin scheint er viel konsequenter zu sein. Wenn man was will, dann "hier und jetzt" und nicht erst in ein paar Wochen. Diese Diskussion hatten wir bereits im Sommer, als ich die Diät für nach dem Urlaub geplant hatte (also den Beginn in 3 bis 4 Wochen). Mal einen Durchhänger im Urlaub ("essensmäßig") oder jetzt, wo ich seelisch neben mir stand (als unsere Katze gestorben ist), das ist in Ordnung, dafür hat er Verständnis und sagt dazu auch nichts, aber einen "geplanten" Durchhänger, also noch sündigen für ein paar Wochen, bis die nächste "Diät" (wovon er ja eh nichts hält, besser Ernährungsumstellung) beginnt, davon hält er gar nichts. Darüber muss man mit ihm auch nicht diskutieren, da kommt man eh nicht weiter, da hat er immer die besseren Argumente. 

Immerhin hatte ich heute Nachmittag (auf dem Weg nach Hause) noch eine sehr schöne Begegnung. In meiner früheren Abteilung gab es ein paar Frauen, mit denen ich mich sehr gut verstanden habe. Wir waren dort in einem Großraumbüro (Schreibbüro) mit rund 10 Frauen. Mit ein paar Frauen habe ich mich total gut verstanden, mit ein paar Frauen einfach nur "gut" und mit ein paar Frauen hatte ich große Probleme (sie zogen mich ständig mit "blöden" Sprüchen auf und ich war nicht stark genug, mich dagegen zu wehren, ging ihnen immer lieber aus dem Weg). Die eine Frau, mit der ich mich total gut verstanden habe, habe ich vorhin dann zufällig getroffen. Wir haben uns sofort erkannt, begrüßt und haben uns etwas an die Seite gestellt, haben uns dort in aller Ruhe über alles mögliche unterhalten (rund 45 Minuten lang). Das war total super schön. Wir haben uns seit etwa 15 Jahren nicht mehr gesehen, seitdem ich in der jetzigen Abteilung bin. Wir haben uns über die "alten Zeiten" unterhalten und was aus den einzelnen Kolleginnen geworden ist (das Schreibbüro an sich wurde "aufgelöst", die Kolleginnen auf die einzelnen Abteilungen aufgeteilt, sind dort für die Sachbearbeiter weiterhin Schreibkräfte). Außerdem natürlich, wie es bei uns privat gelaufen ist (sie hat zwei Kinder). Das Gespräch war total schön, total interessant, die Zeit verging dabei ruck-zuck.

Ja, und während des Gesprächs habe ich meine Schmerzen dann auch völlig ignoriert, überhaupt nicht mehr wahrgenommen. Früher, in dem Großraumbüro, war ich immer super still. Wenn ich mit ein paar einzelnen bestimmten Frauen zusammen war (auch mit ihr), dann wurde ich total locker und gesprächig, aber in dem großen Büro bekam ich den Mund kaum auf, saß immer still an meinem Tisch. Ich habe ihr vorhin dann von meinem Schwimmverein erzählt, von meiner Gruppe bei der Wassergymnastik. Sie fand das total gut und meinte direkt, dass das das Richtige für mich wäre. Ich solle auf jeden Fall dabei bleiben. Raus unter Leute, mit anderen was zusammen machen, bloß nicht nur alleine zu Hause rumhängen (mein Freund hat diese Woche wieder Spätschicht). 

Als sie mich dann gefragt hat, für welche Aufgaben ich jetzt zuständig bin, da habe ich allerdings nicht alles erzählt. Sie hat von meinen Bereichen (von unseren Aufgaben in dieser Abteilung) eh keine Ahnung. Ich habe ihr in erster Linie vom Schreiben und von der Telefonzentrale erzählt, also im Prinzip die gleichen Aufgaben, die ich in der früheren Abteilung auch schon gemacht habe. Als ich ihr erzählt habe, dass ich zeitweise Sachbearbeiterin war, jetzt aber (auf eigenen Wunsch) wieder "Schreibkraft" (im weitesten Sinne) bin, da meinte sie direkt zu mir, dass das auch besser zu mir passen würde, dass meine Entscheidung richtig gewesen ist. Schon damals haben die Anderen ein bisschen mitgeguckt, dass ich die einzelnen Aufträge, also die Schreibaufträge usw. in der "richtigen" Reihenfolge bearbeite. Ja, die richtigen Prioritäten zu setzen, das ist halt nicht so ganz meine Stärke.....

 

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